Wenn nicht jetzt, wann dann….

HGV Hürth-Gleuel – TK Nippes II 30:20 (18:9)

Im letzten Heimspiel der Hinrunde fuhren die Gleueler einen ungefährdeten Erfolg gegen Mitaufsteiger Nippes ein. Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als optimal. Mit Schmitz, Derakhshani, Reinhardt, Hübert und Zingsheim fielen gleich fünf Spieler aus, der noch grippegeschwächte Fränzel stand nur im Notfall zur Verfügung, sodass lediglich 3 vollwertige Feldspieler zum Wechseln bereit standen. Aber auch die Gäste klagten über Ausfälle, die Voraussetzungen waren also ausgeglichen. Die Gleueler zeigten sich von den ganzen fehlenden Spielern aber keineswegs beeindruckt sondern starteten furios in die Partie. Man fand gute Lösungen die 3:2:1-Abwehr der Gäste und legte gleich vor, zugleich man auch defensiv sehr stabil stand und kaum gute Möglichkeiten zu ließ. Nachdem Tim Foerst zum 6:1 getroffen hatte sah sich TK-Trainer Ott zu einer Auszeit gezwungen. Diese brachte allerdings auch nichts ein, stattdessen erhöhten die Gleueler bis in Minute 22 auf 13:4. die restlichen Minuten bis zur Pause hielt sich der Vorsprung bei mindestens 7 Toren und konnte durch einen Rückraumkracher von Simon Bonstein sogar wieder auf +9 beim Seitenwechsel gestellt werden. Mit Wiederbeginn versuchten es die Gäste mit einer Manndeckung gegen Bonstein um das Angriffsspiel der Hürther etwas aus dem Konzept zu bringen. Damit hatten die Hausherren aber gerechnet und sich in der Trainingswoche explizit darauf vorbereitet. Die einstudierte Variante funktionierte auch erfreulich gut, sodass die Manndeckung nicht weiter ins Gewicht fiel. Allerdings machten sich mit zunehmender Spieldauer allmählich die wenigen Wechselmöglichkeiten bemerkbar, worunter insbesondere die Angriffsleistung litt. Da man zwischenzeitlich aber sogar mit 13 Toren in Front lag war das nicht weiter tragisch. Das Highlight setzen dann die Gleueler in den Schlussminuten – Nippes-Schlussmann Jeddi unterschätze einen Tempogegenstoßpass von Fares Dejoui völlig und unterlief den Ball. Martin Beyfuß wurde durch den heraus eilenden Torhüter aber so sehr irritieren das er den Pass nicht fangen konnte, der Ball sprang jedoch an sein Brust und von dort über 15 Meter einsam und allein ins verwaiste Tor. Am Ende stand ein 30:20 Erfolg zu Buche der die Hürther sogar auf Platz 3 in der Tabelle hievte. „Mit der Art und Weise bin ich heute sehr zufrieden“, so HGV-Trainer Stefan Wassong nach dem Spiel, „Wir haben uns durch die vielen Ausfälle nicht irritieren lassen und vor allem im ersten Durchgang ein sehr gutes Spiel gemacht. Natürlich schwinden dann irgendwann die Kräfte, gerade bei den Jungs die durchspielen mussten, aber auch diesen Umstand haben wir gut hingekriegt.“

Spielfilm: 3:0 (5.), 6:1 (10.), 9:4 (15.), 12:4 (20.), 15:8 (25.), 18:9 (HZ) – 20:11 (35.), 22:12 (40.), 24:14 (45.), 29:15 (50.), 29:19 (55.), 30:20 (ES)

Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui; Wichterich (1), Fränzel, Eschrich (1), Beyfuß (5), Fleckenstein (2), Schreuer (5/4), Bonstein (5), Senter (4), Ingenerf (6), Foerst (1)

Nippes: Dieblich, Jeddi; Lippert (1/1), Fischer (4), Müllenholz (1), Niewerth (3), Rannersberger, Kalenbach (1), Czapla (2), Bretthauer (1), Götze (1), Schmitz (6)

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