Wenn nicht jetzt, wann dann….

HGV Hürth-Gleuel – Pulheimer SC II 28:23 (16:11)

Durch den Sieg gegen die zweite Manschaft des Pulheimer SC bauten die Gleueler ihre Serie auf nun 5 Heimsiege in Folge aus und bleiben zudem nach vier Rückrundenpartien noch ungeschlagen. Während die Gleueler mit dem bekannten Personal antraten waren die Gäste gegenüber dem Hinspiel leicht verändert, u.a. fehlten Schoo und Pendro, dafür war mit Linkshänder Langen ein Spieler mit Oberligaerfahrung dabei. Der Start gehörte klar den Hürthern, die von Beginn an Beton in der Defensive anrührten und es dem PSC schwer machten sich offensiv in Szene zu setzen. Selber agierte man sehr zielstrebig und konnte sich gute Wurfmöglichkeiten erspielen, die insbesondere aus dem Rückraum ihr Ziel fanden. So schlichen sich die Gleueler langsam aber stetig davon und als Abwehrspezialist Fränzel sich im Tempogegenstoß zu seinem ersten Saisontor aufmachte war der Vorsprung nach nicht ganz einer Viertelstunde erstmals etwas deutlicher (9:3). Tore von Reinhardt und Maus sorgten dafür, dass diese Führung bis ins letzte Drittel der ersten Halbzeit gehalten werden konnte. Reinhardt, dem in Halbzeit eins fast alles gelang, Schreuer mit zwei Siebenmetern und Thore Hübert belohnten die Mannschaft für die hervorragende Deckungsarbeit mit einem 4:0-Lauf zum zwischenzeitlichen 15:7, es sah nach einer deutlichen Pausenführung aus. In den Minuten vor der Pause hatten die Gleueler aber dann eine Schwächephase in der nichts mehr so recht gelang, zudem vergab Schreuer den zweiten Strafwurf. Pulheim nutzte dies aus um wieder etwas heran zu kommen und stellte zwei Minuten vor dem Seitenwechsel wieder auf 15:11, immerhin gelang Bonstein per Siebenmeter noch das 16:11 bevor es in die Kabine ging. Das man den sehr deutlichen Vorsprung etwas fahrlässig hergeschenkt hatte war ein wenig ärgerlich, aber dennoch konnte man mit dem ersten Durchgang im Hürther Lager sehr zufrieden sein. Und es ging auch gut weiter für die Gastgeber – Zweimal Ingenerf und Fränzel mit seinen Saisontoren 2 und 3 konterten bis zur 45. Minute jeden Treffer der Gäste, sodass die 5-Tore Führung beim 21:16 (Derakhshani) und 22:17 (Reinhardt) in Minute 48 immer noch Bestand hatte. Trotzdem hatte man nicht das Gefühl, dass der Heimsieg nahe war und ein Doppelschlag durch den starken Michael Ehlert brachte die Gäste wieder beim 22:19 in Schlagdistanz. Die Hürther ließen in dieser Phase etwas die Konsequenz in der Defensive vermissen und kamen auch vorne nicht mehr so zum Zug. Fares Dejoui knüpfte nun an die starke Leistung von Koep und bwahrte seine Vorderleute davor, den Vorsprung weiter zu verspielen. Gerade noch rechtzeitig steuerten die Hürther durch Ingenerf und Bonstein die Partie durch zwei Tore zum 24:19 wieder in ruhigere Gewässer. In der Folgezeit konnten die Gastgeber diesen Vorsprung über 25:20, 26:21 und 27:22 halten, verpassten es aber auch, trotz bester Möglichkeiten, endgültig die Entscheidung herbei zu führen. Da dem PSC aber auch die Zeit davon lief geriet der Heimsieg der Hürther nicht mehr in Gefahr. „Zehn Minuten vor dem Ende hätte die Partie nochmal kippen können, da haben wir uns nicht gut angestellt“, so HGV-Coach Stefan Wassong nach dem Spiel. „Unsere Torhüter waren heute aber beide stark, sodass wir uns in dieser Phase bei Fares bedanken können, der uns mehrfach geholfen hat. Alex hatte mit vielen Paraden Anteil an der hervorragenden Abwehrleistung im ersten Durchgang.“ Die Maßnahme Robin Fränzel auch im Angriff zu bringen erklärte der Hürther Übungsleiter ebenfalls: „Es hatte sich schon in den Trainingseinheiten angedeutet, dass Robin sein Selbstvertrauen was den Angriff angeht wiedergefunden hat und heute haben wir ihn dann mal vorne gebracht. In Kombination mit der klasse Defensivleistung im Innenblock war er heute der überragende Mann. Ich freue mich aber auch über die 9 Tore von Marc Reinhardt, der heute ebenfalls ein sehr gutes Spiel gemacht und seine Treffsicherheit wiedergefunden hat.“ Am kommenden Samstag reisen die Hürther nun also mit einem guten Gefühl zum Tabellenführer Wahn und wollen dem eigentlich schon feststehenden Aufsteiger so lange wie möglich Paroli bieten.

Spielfilm: 3:0 (5.), 5:2 (10.), 9:4 (15.), 11:6 (20.), 15:7 (25.), 16:11 (HZ) – 18:13 (35.), 19:15 (40.), 20:16 (45.), 22:19 (50.), 26:21 (55.), 28:23 (ES)

Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui, Wichterich, Fränzel (3), Hübert (1), Beyfuß, Reinhardt (9), Fleckenstein, Derakhshani (1), Schreuer (2/2), Maus (2), Bonstein (3/1), Senter, Ingenerf (7/1)

Pulheim: Fastabend, Sandrock; Samtlebe, Müller (3), Ehlert (7), Trossen (1), Zahnk (5/4), Puhl, Keil (4), Kumpf, Langen (2), Koch (1)

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