Wenn nicht jetzt, wann dann….

HGV Hürth-Gleuel – Fortuna Köln 3 39:21 (20:9)

Einen sehr deutlichen Heimerfolg, der so im Vorfeld nicht zu erwarten war, durften die Hürther am vergangenen Samstag bejubeln. Die Gäste der Fortuna hatten sich punktemäßig in der Rückrunde etwas freischwimmen können und waren auch personell wieder besser aufgestellt. Doch für den Auftritt in Hürth standen der Fortuna wie im Hinspiel wieder nur 8 Spieler zur Verfügung, von denen dann auch nur gut die Hälfte aus der Hinserie bekannt war. Somit war die Marschroute für die Hürther, die ja aktuell auch den ein oder anderen Ausfall zu beklagen haben, klar: Das Tempo hochhalten um die körperlich überlegenen, aber auch deutlich älteren Gäste müde zu laufen. Dieselbe Idee hatte man allerdings auch im Hinspiel, wo die Fortuna ebenfalls nur einen Auswechselspieler zur Verfügung hatte und rette den Auswärtserfolg gerade so noch über die Ziellinie. Jedoch zeigte sich schon früh, dass diese Partie nicht so dramatisch verlaufen sollte. Die Abwehr stand gut und den Gästen fehlte die richtige Durchschlagskraft aus dem Rückraum um das Tor von Alex Koep stetig in Gefahr zu bringen. Koep selber bekam auch son früh einige Bälle zu fassen, die seine Vorderleute fast ausnahmslos in Tore umsetzten. Konnte die Fortuna bis zum 6:4 noch Schritt halten, sorgte Geburtstagskind Thore Hübert mit einem Doppelschlag in Überzahl für das 8:4 ehe Koep mit zwei blitzsauberen Gegenstoßpässen Jonathan Maus auf die Reise schickte, der sich mit dem 9:4 und 10:4 bedankte (12.). Zwar gelang es der Fortuna immer mal wieder einen Ball zum Kreis kriegen, so richtig fiel den Gästen aber nichts ein, auch weil der Hürther Deckungsverbund aufmerksam war und rechtzeitig störte. So musste die Gäste sich viele schwierige Würfe nehmen, die Koep fast ausnahmslos wegnehmen konnte, sofern sie denn auf’s Tor kamen. Gleuel netzte unterdessen vorne weiter munter ein, zwei Tore von Senter ließen den Vorsprung erstmals zweistellig werden (17:7, 25.), in die Kabine ging es schließlich im Grunde schon vorentscheidend mit 20:9. Es ist allerdings Murphys Gesetz, dass nach so einer ersten Halbzeit eigentlich eine ernüchternde Leistung im zweiten Durchgang erfolgt. Doch diesmal nicht. Tatsächlich konnten die Gleueler nochmal draufpacken und legten in den Ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit einen 8:1-Lauf zum 28:10 hin, es drohte ein richtiges Debakel für die Fortuna zu werden. Auch ein Hattrick von Raymund brachte keine wirkliche Besserung, stattdessen konnten die Hürther noch einen 5:0-Lauf starten, sodass Beyfuß sogar auf +20 stellen konnte (34:14, 48.). Dies war zeitgleich die höchste Führung, die noch beim 36:16 Bestand hatte, aber nicht bis zum Schluss gehalten werden konnte. Da die Fortuna aber zu keinem Zeitpunkt das Handball spielen aufgab und die Partie vernünftig zu Ende brachte, wäre eine Niederlage mit mehr als 20 Toren aber auch nicht verdient gewesen – ja, lässt sich leicht sagen. Den Schlusspunkt unter einen erfolgreichen Abend setzte Fares Dejoui mit einer dreifach-Parade in den Schlusssekunden. HGV-Coach Stefan Wassong war entsprechend zufrieden mit seinen Schützlingen: „Für mich war es schön bei so vielen engen Spielen mal einen entspannten Abend hinter der Bank verbringen zu können. Ich musste mich nur darum kümmern allen ausreichend Spielzeit zu geben, da die Jungs die Vorgaben nahezu perfekt umgesetzt haben. Wir konnten einige Gegenstöße laufen und hatten mit Maus und Hübert zwei treffsichere Außen, etwas was in den letzten Partien vielleicht ein wenig gefehlt hat. Die Verletzung von Schreuer ist ein kleiner Wermutstropfen, allzu schlimm scheint es aber zum Glück nicht zu sein. Alles in allem eine sehr gute Leistung von uns, diesen Schwung wollen wir jetzt mit nach Ehrenfeld am Samstag nehmen. Dort wartet ein richtig schweres Spiel auf uns.“

Spielfilm: 4:2 (5.), 7:4 (10.), 11:5 (15.), 14:7 (20.), 17:7 (25.), 20:9 (HZ) – 24:10 (35.), 27:10 (40.), 30:14 (45.), 36:16 (50.), 38:19 (55.), 39:21 (ES)

HGV Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui; Fränzel (1), Hübert (5), Beyfuß (1), Reinhardt (6), Derakhshani (3), Schreuer (1/1), Maus (9/1), Bonstein (5), Senter (4/1), Ingenerf (4)

Fortuna Köln: Freitag; Kies, Wiggers (2), Horn, Küster (1), Raymund (11), Prus (6/2), Deckarm (1)

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