Wenn nicht jetzt, wann dann….

HGV Hürth-Gleuel – Cologne Kangaroos 23:22 (12:9)

Nach der Niederlage in Ehrenfeld konnten die Hürther den nächsten Heimsieg einfahren. Personell konnte man dank der Unterstützung von Jonas Dunkel und Flo Röttgen im Gegensatz zur Vorwoche etwas aufstocken und so die Last wieder auf mehr Schultern verteilen, da Marc Reinhardt und Leon Derakhshani ausfielen, außerdem war Lukas Wichterich auf Heimatbesuch aus Berlin. In der Anfangsphase konnten die Gäste immer vorlegen, Hürth erzielte die ersten beiden Tore durch zwei starke Einzelaktionen von Kapitän Martin Beyfuß. Leo Schmitz besorgte beim 4:3 die erste Führung, ehe Bonstein auf 5:3 erhöhte.Die erste kleine Führung hielt dann bis Schreuer seine ersten beiden Strafwürfe zum 7:5 und 8:5 sicher verwandelte. Durch Tore von Ingenerf, wieder Schreuer vom Siebenmeter, Röttgenn und nochmal Schreuer per Strafwurf konterte man jeden Treffer der Gäste un gin mit 12:9 in die Kabinen. Die zweite Halbzeit begann dann auch ganz nach dem Geschmack der Hausherren, da Jochen Schreuer munter da weiter machte wo er im ersten Durchgang am Siebenmeterstrich aufgehört hatte. Er verwandelte Nummer fünf und sechs, Bonstein und Dunkel ließen mit weiteren Treffern den Vorsprung konstant bei drei Toren. Dann verloren die Hasuherren aber komplett den Faden und mussten mit ansehen wie die Gäste die Partie zu ihren Gunsten drehten (16:17). Nun legten die Kangaroos immer ein Tor vor, Gleuel mühte sich den Ausgleich herzustellen. Das ging so bis zum 21:21 bis die Gleueler durch Bonstein wieder die Führung übernahmen. Als ob die zweite Halbzeit nicht schon zerfahren genug gewesen wäre, so toppte die Schlussphase nochmal alles. Einen Lattentreffer der Gäste nutzte Wichterich aus um sich im Alleingang zum 23:21 aufzumachen – es sollte die Vorentscheidung sein, denn die Kangaroos kamen nur noch zum 23:22 heran. Die letzten Minuten waren wahnsinnig spannend, keine Mannschaft vermochte in den sechs Minuten bis zur Schlusssirene trotz bester Möglichkeiten noch einen Treffer zu erzielen. Insbesondere in zwei Situationen hatten vor allem die Gleueler Dusel. Die Kangaroos vergaben freistehend eine gute Möglichkeit und wollten gleichzeitig eine Auszeit nehmen. Die Schiedsrichter entschieden, dass die Karte nicht gelegt wurde und somit auf Tor ab. Dann hatten de Gäste per Tempogegenstoß die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich scheiterten aber an Alex Koep im HGV-Tor. Jetzt mussten die Hürther die letzte halbe Minute noch herum kriegen und wurden dabei von den Kagaroos sogar nicht offensiv attackiert. Dennoch spielte man völlig ohne Not einen Ball an den Kreis, der niemals ankommen konnte, doch es reichte für die Gäste nur noch zu einem direkten Freiwurf nach Spielschluss, der nichts mehr einbrachte. „Am Ende sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen, in der Schlussphase hatten wir ein paar mal richtig Glück und Alex im Tor,“ so HGV-Trainer Stefan Wassong nach der Partie, „die Jungs haben sich aber für ihren großen Kampf in der Abwehr belohnt. Jetzt freuen wir uns darauf, dass kommende Woche wieder einige Spieler zurückkehren und wir für das Spiel in Bocklemünd wieder ausreichend Personal zur Verfügung haben.“

Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui; Wichterich (1), Fränzel, Dunkel (1), Hübert, Beyfuß (3), Schmitz (1), Schreuer (7/7), Bonstein (7), Senter (1), Ingenerf (1), Röttgen (1)

Kangaroos: Michalke, Horn; Laier (4/1), Dietrichkeit (2/2), Lohoff (2), Waver (5), Wirtz, Bossen (4), Rech, Jentschke (5), Zube

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