Wenn nicht jetzt, wann dann….

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HSV Bocklemünd 2 – HGV Hürth-Gleuel 24:25 (12:13)

Einen äußerst knappen Auswärtserfolg fuhren die Hürther am vergangenen Samstag beim Tabellenschlusslicht aus Bocklemünd ein. Nach einer sehr mäßigen Vorstellung rettete ein gehaltener Siebenmeter von Alex Koep in der Schlusssekunde den doppelten Punktgewinn. Hatte man vor der Partie gehofft, dass sich die Personallage etwas entspannt hat, wurde man unmittelbar vor dem Spiel eines Besseren belehrt. Martin Beyfuß konnte krankheitsbedingt noch nicht wieder eingreifen und auch Marc Reinhardt, der zwar trainiert hatte, musste die Segel streichen und verpasste bereits die dritte Partie am Stück. Da auch Eric Fleckenstein aus beruflichen Gründen passen musste, fand sich mit Moritz Baier ein 17-jähriges Nachwuchstalent im Aufgebot der Gleueler Equipe, zu einem Einsatz kam es dann aber nicht. „Ich hätte Moritz gerne ein paar Minuten gegeben, bei dem Spielverlauf hätte ich ihm damit aber wohl keinen Gefallen getan. Er ist aber ein Mann für die Zukunft“, zeigte sich HGV-Coach Stefan Wassong trotzdem dankbar. Der Start ins Spiel gehörte dem HGV obwohl man bereits Probleme mit dem Ball hatte. Wie die Gastgeber nach dem Spiel zugaben wurde die Kugel mit extra viel Harz „präpariert“ um die Hürther zu verunsichern. Bis zum 4:5 schlug sich das aber nicht im Ergebnis nieder, da die Gleueler zwar durch den übertrieben klebenden Ball arge Probleme im Angriffsspiel hatten, Bocklemünd aber selber kein Kapital daraus schlagen konnte. Die Gleueler Abwehr stand zuweilen gut und Koep im Tor konnte ein paar Bälle entschärfen. Dann folgte allerdings eine Phase zwischen der 8. und 22. Minute in der den Gästen gar nichts mehr gelang. Technische Fehler und Fehlwürfe häuften sich, davon gefrustet agierte man nun auch kopflos in der Defensive. Zwei Treffern von Bonstein und Ingenerf standen acht Treffer der Bocklemünder entgegen die schließlich 11:7 in Führung lagen. Erst dann begannen die Gleueler sich dagegen zu stemmen und konnten binnen knapp vier Minuten zum 11:11 ausgleichen. Tatsächlich schaffte man es eine 12:13 Führung in die Kabine zu nehmen, was gleichzeitig die beste Nachricht der ersten Halbzeit war. So richtig verdient war diese auch nicht, aber das war dann auch herzlich egal. In den ersten 10 Minuten des zweiten Durchgangs konnte man durch Tore von Schmitz (13:15), Maus (14:16, 7m), Ingenerf (15:17) und Hübert (16:18) jeweils immer auf zwei Tore vorlegen, dann nutzen die Gastgeber eine Zeitstrafe gegen Bonstein aus um durch Peus wieder die Führung zu übernehmen. Gleuel schlug durch Schmitz und Ingenerf zurück und die Führung wechselte beim 22:21 durch Jakubowski und beim 22:23 durch Maus noch zweimal. Ingenerf stellte mit seinem 10. Treffer auf 22:24, aber eine unglückliche wie berechtigte Zeitstrafe gegen Senter gab den Gastgebern die Möglichkeit, dass Spiel in den Schlussminuten noch herumzureißen. Zum Glück für die Gleueler fing „Bockes“ sich dann ebenfalls eine Zwei-Minuten-Strafe ein, den Platz im 5gg.5 vermochten aber weder die Gleueler noch die Bocklemünder zu nutzen. Kurz vor Ablauf von Senters Strafzeit traf Simon Bonstein mit einer Einzelaktion endlich zum 23:25, durch Schneiders Anschlusstreffer drei Minuten vor Schluss war aber weiterhin alles offen. Die Hürther wurden nun wieder fahrig und vertändelten in jedem Angriff den Ball und verteidigten nicht mehr aufmerksam, was Bocklmünd aber nicht nutzen konnte. Stattdessen scheiterten sie dreimal freistehend am glänzend parierenden Alex Koep, der in den letzten 10 Minuten wieder im Tor stand. Eine dieser Paraden hätte eine halbe Minute vor Schluss die Entscheidung bringen müssen, denn die Gleueler mussten nur den Ball halten. Stattdessen unterlief ihnen ein haarsträubender Fehlpass und Bocklemünd bekam einen letzten Gegenstoß. Der zurückgeeilte Leo Schmitz gab alles konnte aber nur noch per Foulspiel die „Notbremse“ ziehen was natürlich Siebenmeter für die Gastgeber bedeutete. Die eigentlich fällige rote Karte ließen die Unparteiischen dann zwei Sekunden vor Ende aber stecken und beließen es bei einer Zeitstrafe. Jakubowski, bis dahin bei 5 von 5 Strafwürfen ohne Patzer, trat an. Doch dieses Mal blieb Koep in diesem Duell der Sieger und parierte mit der linken Hand und hielt die zwei Punkte für den HGV fest. „Wie letzte Woche sind wir nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen“ resümierte Wassong nach der Partie, „wieder geben wir den Ballbesitz in den letzten Sekunden her und können uns heute bei Alex bedanken. Kämpferisch bin ich wieder sehr zufrieden mit den Jungs. Die kommende Pause passt uns gerade gut, da wir personell langsam auf dem Zahnfleisch gehen und darüber hinaus auch nicht gut spielen. Ich hoffe wir können die Pause jetzt zum Regenerieren nutzen und greifen in den letzten beiden Spielen nochmal voll an.“

Spielfilm: 1:2 (5.), 4:5 (10.), 7:5 (15.), 9:6 (20.), 11:10 (25.), 12:13 (HZ) – 14:15 (35.), 17:18 (40.), 19:19 (45.), 22:21 (50.), 23:24 (55.), 24:25 (ES)

Bocklemünd: Gersmeyer; Becker (1), Ketterer (2), Rohn (1), Wehling (3), Bäcker, Fuchs (2), Peus (5), Jakubowski (8/5), Schneider (2)

HGV Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui; Fränzel, Eschrich, Hübert (3), Baier, Schmitz (3), Schreuer, Maus (5/1), Bonstein (3), Senter (1), Ingenerf (10)

HGV Hürth-Gleuel – Cologne Kangaroos 23:22 (12:9)

Nach der Niederlage in Ehrenfeld konnten die Hürther den nächsten Heimsieg einfahren. Personell konnte man dank der Unterstützung von Jonas Dunkel und Flo Röttgen im Gegensatz zur Vorwoche etwas aufstocken und so die Last wieder auf mehr Schultern verteilen, da Marc Reinhardt und Leon Derakhshani ausfielen, außerdem war Lukas Wichterich auf Heimatbesuch aus Berlin. In der Anfangsphase konnten die Gäste immer vorlegen, Hürth erzielte die ersten beiden Tore durch zwei starke Einzelaktionen von Kapitän Martin Beyfuß. Leo Schmitz besorgte beim 4:3 die erste Führung, ehe Bonstein auf 5:3 erhöhte.Die erste kleine Führung hielt dann bis Schreuer seine ersten beiden Strafwürfe zum 7:5 und 8:5 sicher verwandelte. Durch Tore von Ingenerf, wieder Schreuer vom Siebenmeter, Röttgenn und nochmal Schreuer per Strafwurf konterte man jeden Treffer der Gäste un gin mit 12:9 in die Kabinen. Die zweite Halbzeit begann dann auch ganz nach dem Geschmack der Hausherren, da Jochen Schreuer munter da weiter machte wo er im ersten Durchgang am Siebenmeterstrich aufgehört hatte. Er verwandelte Nummer fünf und sechs, Bonstein und Dunkel ließen mit weiteren Treffern den Vorsprung konstant bei drei Toren. Dann verloren die Hasuherren aber komplett den Faden und mussten mit ansehen wie die Gäste die Partie zu ihren Gunsten drehten (16:17). Nun legten die Kangaroos immer ein Tor vor, Gleuel mühte sich den Ausgleich herzustellen. Das ging so bis zum 21:21 bis die Gleueler durch Bonstein wieder die Führung übernahmen. Als ob die zweite Halbzeit nicht schon zerfahren genug gewesen wäre, so toppte die Schlussphase nochmal alles. Einen Lattentreffer der Gäste nutzte Wichterich aus um sich im Alleingang zum 23:21 aufzumachen – es sollte die Vorentscheidung sein, denn die Kangaroos kamen nur noch zum 23:22 heran. Die letzten Minuten waren wahnsinnig spannend, keine Mannschaft vermochte in den sechs Minuten bis zur Schlusssirene trotz bester Möglichkeiten noch einen Treffer zu erzielen. Insbesondere in zwei Situationen hatten vor allem die Gleueler Dusel. Die Kangaroos vergaben freistehend eine gute Möglichkeit und wollten gleichzeitig eine Auszeit nehmen. Die Schiedsrichter entschieden, dass die Karte nicht gelegt wurde und somit auf Tor ab. Dann hatten de Gäste per Tempogegenstoß die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich scheiterten aber an Alex Koep im HGV-Tor. Jetzt mussten die Hürther die letzte halbe Minute noch herum kriegen und wurden dabei von den Kagaroos sogar nicht offensiv attackiert. Dennoch spielte man völlig ohne Not einen Ball an den Kreis, der niemals ankommen konnte, doch es reichte für die Gäste nur noch zu einem direkten Freiwurf nach Spielschluss, der nichts mehr einbrachte. „Am Ende sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen, in der Schlussphase hatten wir ein paar mal richtig Glück und Alex im Tor,“ so HGV-Trainer Stefan Wassong nach der Partie, „die Jungs haben sich aber für ihren großen Kampf in der Abwehr belohnt. Jetzt freuen wir uns darauf, dass kommende Woche wieder einige Spieler zurückkehren und wir für das Spiel in Bocklemünd wieder ausreichend Personal zur Verfügung haben.“

Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui; Wichterich (1), Fränzel, Dunkel (1), Hübert, Beyfuß (3), Schmitz (1), Schreuer (7/7), Bonstein (7), Senter (1), Ingenerf (1), Röttgen (1)

Kangaroos: Michalke, Horn; Laier (4/1), Dietrichkeit (2/2), Lohoff (2), Waver (5), Wirtz, Bossen (4), Rech, Jentschke (5), Zube

TuS 65 Ehrenfeld – HGV Hürth-Gleuel 26:21 (13:11)

Nichts zu holen gab es für die Gleueler beim Auswärtsauftritt in Ehrenfeld. Der ohnehin dezimierte Kader musste auch noch kurzfristig den Ausfall von Marc Reinhardt verkraften, was eine deutliche Schwächung im Offensivspiel darstellte. Der Beginn zeichnete sich recht ausgeglichen ab, wobei man schon früh feststellen konnte, dass die Gastgeber deutlich zielstrebiger agierten und auch ihre sich bietenden Chancen konsequenter zu nutzen wussten als es die Hürther Equipe vermochte.Denn die Gäste scheiterten vor allem daran den Ball überhaupt auf’s Tor zu bringen. Die herausgespielten Situationen waren mitunter sogar sehr gut, aber dann verfehlte man einfach mit schlechten Würfen das Gehäuse. Das nutzten die Gastgeber aus um sich erstmals 3-4 Tore abzusetzen. Allerdings konnte Ehrenfeld diese Führung nicht weiter g´halten oder gar ausbauen stattdessen robbten sich die Hürther bis zur Pause wieder in Schlagdistanz. Es galt die Abschlussquote zu verbessern, denn klar besser war Ehrenfeld nicht. Und tatsächlich. Hürth kam auf 15:14 heran konnte den Ausgleich aber nicht mehr herstellen, da man nach einer kurzen Besserung wieder in altbekannte Muster aus Halbzeit eins verfiel. Nachdem Ehrenfeld wieder etwas davon gezogen war keimte beim 19:21 noch mal etwas Hoffnung auf doch die Gastgeber nutzen drei indisponierte Angriffe der Hürther aus und zogen mit einem 3:0-Lauf avorentscheidend auf 24:19 davon., auch wenn da noch über 10 Minuten zu spielen waren. Man hatte einfach nicht das Gefühl, dass die Hürther nochmal ein Bein auf die Erde bringen würden. Und so war es schließlich auch, Ehrenfeld fuhr die Partie locker mit 26:21 nach Hause und sackte die zwei Punkte ein. „Heute mussten wir den vielen Ausfällen während der letzten Trainingswochen Tribut zollen, auch wenn ich meiner Mannschaft in Sachen Einsatzbereitschaft keinen Vorwurf machen kann. Heute wollte im Kollektiv offensiv nichts so richtig gelingen, was zwar ärgerlich ist, aber auch mal vorkommen musste. Nächste Woche können wir es zu Hause wieder besser machen,“ so das Fazit von HGV-Coach Stefan Wassong nach dem Spiel.

Ehrenfeld: Müller; Roeszies; Schönefeld, Birker (2), Koziorowski (1), Pilz (1), Kockmann (2), Janssen, Schnetzer (3), Euscher (1), Topp (6), Barf (4), Pehle (6/4)

Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui; Fränzel (1), Hübert (3), Beyfuß (1), Derakhshani (1), Schmitz, Maus (6/4), Bonstein (6), Senter, Ingenerf (3)

HGV Hürth-Gleuel – Fortuna Köln 3 39:21 (20:9)

Einen sehr deutlichen Heimerfolg, der so im Vorfeld nicht zu erwarten war, durften die Hürther am vergangenen Samstag bejubeln. Die Gäste der Fortuna hatten sich punktemäßig in der Rückrunde etwas freischwimmen können und waren auch personell wieder besser aufgestellt. Doch für den Auftritt in Hürth standen der Fortuna wie im Hinspiel wieder nur 8 Spieler zur Verfügung, von denen dann auch nur gut die Hälfte aus der Hinserie bekannt war. Somit war die Marschroute für die Hürther, die ja aktuell auch den ein oder anderen Ausfall zu beklagen haben, klar: Das Tempo hochhalten um die körperlich überlegenen, aber auch deutlich älteren Gäste müde zu laufen. Dieselbe Idee hatte man allerdings auch im Hinspiel, wo die Fortuna ebenfalls nur einen Auswechselspieler zur Verfügung hatte und rette den Auswärtserfolg gerade so noch über die Ziellinie. Jedoch zeigte sich schon früh, dass diese Partie nicht so dramatisch verlaufen sollte. Die Abwehr stand gut und den Gästen fehlte die richtige Durchschlagskraft aus dem Rückraum um das Tor von Alex Koep stetig in Gefahr zu bringen. Koep selber bekam auch son früh einige Bälle zu fassen, die seine Vorderleute fast ausnahmslos in Tore umsetzten. Konnte die Fortuna bis zum 6:4 noch Schritt halten, sorgte Geburtstagskind Thore Hübert mit einem Doppelschlag in Überzahl für das 8:4 ehe Koep mit zwei blitzsauberen Gegenstoßpässen Jonathan Maus auf die Reise schickte, der sich mit dem 9:4 und 10:4 bedankte (12.). Zwar gelang es der Fortuna immer mal wieder einen Ball zum Kreis kriegen, so richtig fiel den Gästen aber nichts ein, auch weil der Hürther Deckungsverbund aufmerksam war und rechtzeitig störte. So musste die Gäste sich viele schwierige Würfe nehmen, die Koep fast ausnahmslos wegnehmen konnte, sofern sie denn auf’s Tor kamen. Gleuel netzte unterdessen vorne weiter munter ein, zwei Tore von Senter ließen den Vorsprung erstmals zweistellig werden (17:7, 25.), in die Kabine ging es schließlich im Grunde schon vorentscheidend mit 20:9. Es ist allerdings Murphys Gesetz, dass nach so einer ersten Halbzeit eigentlich eine ernüchternde Leistung im zweiten Durchgang erfolgt. Doch diesmal nicht. Tatsächlich konnten die Gleueler nochmal draufpacken und legten in den Ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit einen 8:1-Lauf zum 28:10 hin, es drohte ein richtiges Debakel für die Fortuna zu werden. Auch ein Hattrick von Raymund brachte keine wirkliche Besserung, stattdessen konnten die Hürther noch einen 5:0-Lauf starten, sodass Beyfuß sogar auf +20 stellen konnte (34:14, 48.). Dies war zeitgleich die höchste Führung, die noch beim 36:16 Bestand hatte, aber nicht bis zum Schluss gehalten werden konnte. Da die Fortuna aber zu keinem Zeitpunkt das Handball spielen aufgab und die Partie vernünftig zu Ende brachte, wäre eine Niederlage mit mehr als 20 Toren aber auch nicht verdient gewesen – ja, lässt sich leicht sagen. Den Schlusspunkt unter einen erfolgreichen Abend setzte Fares Dejoui mit einer dreifach-Parade in den Schlusssekunden. HGV-Coach Stefan Wassong war entsprechend zufrieden mit seinen Schützlingen: „Für mich war es schön bei so vielen engen Spielen mal einen entspannten Abend hinter der Bank verbringen zu können. Ich musste mich nur darum kümmern allen ausreichend Spielzeit zu geben, da die Jungs die Vorgaben nahezu perfekt umgesetzt haben. Wir konnten einige Gegenstöße laufen und hatten mit Maus und Hübert zwei treffsichere Außen, etwas was in den letzten Partien vielleicht ein wenig gefehlt hat. Die Verletzung von Schreuer ist ein kleiner Wermutstropfen, allzu schlimm scheint es aber zum Glück nicht zu sein. Alles in allem eine sehr gute Leistung von uns, diesen Schwung wollen wir jetzt mit nach Ehrenfeld am Samstag nehmen. Dort wartet ein richtig schweres Spiel auf uns.“

Spielfilm: 4:2 (5.), 7:4 (10.), 11:5 (15.), 14:7 (20.), 17:7 (25.), 20:9 (HZ) – 24:10 (35.), 27:10 (40.), 30:14 (45.), 36:16 (50.), 38:19 (55.), 39:21 (ES)

HGV Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui; Fränzel (1), Hübert (5), Beyfuß (1), Reinhardt (6), Derakhshani (3), Schreuer (1/1), Maus (9/1), Bonstein (5), Senter (4/1), Ingenerf (4)

Fortuna Köln: Freitag; Kies, Wiggers (2), Horn, Küster (1), Raymund (11), Prus (6/2), Deckarm (1)

HGV Hürth-Gleuel – Leichlinger TV II 31:29 (15:14)

Nach der Niederlage bei Tabellenführer Wahn vor der Karnevalspause kehrten die Hürther mit dem sechsten Heimsieg in Serie zurück in die Erfolgsspur. Zugleich gelang es sich für die Hinspielniederlage zu revanchieren. Die Anfangsphase verlief relativ ausgeglichen, was zum einen an der guten Abwehrarbeit der Hürther lag, die die meisten Angriffsbemühungen der Gäste im Zusammenspiel mit Schlussmann Koep zunichte machen konnte – zum anderen an der fehlenden Präzision bei den eigenen Abschlüssen, vor allem Marc Reinhardt hatte Pech mit einigen Pfostentreffern. So blieb es bis zum 4:4 durch Ingenerf nach etwas mehr als 10 Minuten recht torarm und da die Abschlussschwäche bestehen blieb, sah sch HGV-Coach Wassong trotz einer 6:5 Führung zu einer Auszeit gezwungen – Die Angriffe seiner Schützlinge wurden für seinen Geschmack zu schnell und schlecht vorbereitet abgeschlossen. Das wurde im Anschluss nicht wirklich besser, da die Defensive aber weiterhin sehr aufmerksam agierte konnte eine knappe Führung bis zum 10:9 (22.) verteidigt werden. Es folgte die beste Phase der Hürther in Halbzeit eins, in der sie endlich die vielen Paraden von Koep bzw. Ballgewinne in eigene Tore umsetzen konnten. Reinhardt, Maus und Bonstein stellten per 3:0-Lauf auf 13:9, was aber trotzdem bis zur Pause nicht reichte um einigermaßen komfortabel in die Kabine zu gehen. Stattdessen blieb Leichlingen dran und verkürzte bis zur Sirene wieder auf 15:14. Halbzeit zwei begannen die Hürther durch eine Zeitstrafe gegen Rosendahl in Überzahl, was sie auch gleich nutzen konnten um sich in den Anfangsminuten wieder etwas abzusetzen (20:16, Fränzel, 38.). Die Führung konnte man lange Zeit verteidigen, so richtig weg kam man von den griffigen Gästen aber nicht, die immer in Schlagdistanz blieben. In den letzten 10 Minuten schafften es die Hürther dann aber sich nach einem verworfenen Siebenmeter von Fynn Natzke von 27:24 vorentscheidend auf 29:24 abzusetzen (54.). Zwar kam Leichlingen, jetzt deutlich offensiver deckend, nochmal eine Minute vor Ultimo auf 30:28 heran, doch der bärenstarke Jonathan Maus machte dem letzten Strohfeuer der Gäste mit dem 31:28 den Garaus. Dresslers Treffer zum Endstand war nur noch Makulatur ud änderte nichts mehr am doppelten Punktgewinn der Gastgeber. „Zum Glück konnten wir uns heute auf unsere Abwehr und Alex im Tor (am Ende 20 Paraden) verlassen, gerade als wir in Halbzeit Schwierigkeiten im Abschluss hatten. In Halbzeit zwei konnten wir unser Spiel weiter durchziehen und haben das Ergebnis gut verwaltet, ich denke am Ende haben wir verdient gegen einen guten Gegner gewonnen“, so das Fazit von Wassong. Nächste Woche haben die Hürther wieder ein Heimspiel, dann empfängt die Fortuna aus Köln. Dieses Spiel wie auch die verbliebenen Heimspiele finden an der Realschule statt! Dort haben wir nun eine Tribüne zur Verfügung.

Spielfilm: 2:2 (5.), 3:4 (10.), 7:6 (15.), 9:8 (20.), 13:9 (25.), 15:14 (HZ) – 18:14 (35.), 22:18 (40.), 24:21 (45.), 27:24 (50.), 29:24 (55.), 31:29 (ES)

HGV Hürth-Gleuel: Koep; Wichterich, Fränzel (2), Dunkel, Hübert (2), Reinhardt (6), Schmitz (2), Maus (6), Bonstein (7/3), Senter (1), Ingenerf (5)

Leichlingen: Schmidt, Schlemminger; Rosendahl (2), Rathjen, N. Natzke (7), Reschke, Dressler (3), Holzknecht (5), Ludolph (1), Sesterhenn, F. Natzke (9/3), Orth (2)

HGV Hürth-Gleuel – Pulheimer SC II 28:23 (16:11)

Durch den Sieg gegen die zweite Manschaft des Pulheimer SC bauten die Gleueler ihre Serie auf nun 5 Heimsiege in Folge aus und bleiben zudem nach vier Rückrundenpartien noch ungeschlagen. Während die Gleueler mit dem bekannten Personal antraten waren die Gäste gegenüber dem Hinspiel leicht verändert, u.a. fehlten Schoo und Pendro, dafür war mit Linkshänder Langen ein Spieler mit Oberligaerfahrung dabei. Der Start gehörte klar den Hürthern, die von Beginn an Beton in der Defensive anrührten und es dem PSC schwer machten sich offensiv in Szene zu setzen. Selber agierte man sehr zielstrebig und konnte sich gute Wurfmöglichkeiten erspielen, die insbesondere aus dem Rückraum ihr Ziel fanden. So schlichen sich die Gleueler langsam aber stetig davon und als Abwehrspezialist Fränzel sich im Tempogegenstoß zu seinem ersten Saisontor aufmachte war der Vorsprung nach nicht ganz einer Viertelstunde erstmals etwas deutlicher (9:3). Tore von Reinhardt und Maus sorgten dafür, dass diese Führung bis ins letzte Drittel der ersten Halbzeit gehalten werden konnte. Reinhardt, dem in Halbzeit eins fast alles gelang, Schreuer mit zwei Siebenmetern und Thore Hübert belohnten die Mannschaft für die hervorragende Deckungsarbeit mit einem 4:0-Lauf zum zwischenzeitlichen 15:7, es sah nach einer deutlichen Pausenführung aus. In den Minuten vor der Pause hatten die Gleueler aber dann eine Schwächephase in der nichts mehr so recht gelang, zudem vergab Schreuer den zweiten Strafwurf. Pulheim nutzte dies aus um wieder etwas heran zu kommen und stellte zwei Minuten vor dem Seitenwechsel wieder auf 15:11, immerhin gelang Bonstein per Siebenmeter noch das 16:11 bevor es in die Kabine ging. Das man den sehr deutlichen Vorsprung etwas fahrlässig hergeschenkt hatte war ein wenig ärgerlich, aber dennoch konnte man mit dem ersten Durchgang im Hürther Lager sehr zufrieden sein. Und es ging auch gut weiter für die Gastgeber – Zweimal Ingenerf und Fränzel mit seinen Saisontoren 2 und 3 konterten bis zur 45. Minute jeden Treffer der Gäste, sodass die 5-Tore Führung beim 21:16 (Derakhshani) und 22:17 (Reinhardt) in Minute 48 immer noch Bestand hatte. Trotzdem hatte man nicht das Gefühl, dass der Heimsieg nahe war und ein Doppelschlag durch den starken Michael Ehlert brachte die Gäste wieder beim 22:19 in Schlagdistanz. Die Hürther ließen in dieser Phase etwas die Konsequenz in der Defensive vermissen und kamen auch vorne nicht mehr so zum Zug. Fares Dejoui knüpfte nun an die starke Leistung von Koep und bwahrte seine Vorderleute davor, den Vorsprung weiter zu verspielen. Gerade noch rechtzeitig steuerten die Hürther durch Ingenerf und Bonstein die Partie durch zwei Tore zum 24:19 wieder in ruhigere Gewässer. In der Folgezeit konnten die Gastgeber diesen Vorsprung über 25:20, 26:21 und 27:22 halten, verpassten es aber auch, trotz bester Möglichkeiten, endgültig die Entscheidung herbei zu führen. Da dem PSC aber auch die Zeit davon lief geriet der Heimsieg der Hürther nicht mehr in Gefahr. „Zehn Minuten vor dem Ende hätte die Partie nochmal kippen können, da haben wir uns nicht gut angestellt“, so HGV-Coach Stefan Wassong nach dem Spiel. „Unsere Torhüter waren heute aber beide stark, sodass wir uns in dieser Phase bei Fares bedanken können, der uns mehrfach geholfen hat. Alex hatte mit vielen Paraden Anteil an der hervorragenden Abwehrleistung im ersten Durchgang.“ Die Maßnahme Robin Fränzel auch im Angriff zu bringen erklärte der Hürther Übungsleiter ebenfalls: „Es hatte sich schon in den Trainingseinheiten angedeutet, dass Robin sein Selbstvertrauen was den Angriff angeht wiedergefunden hat und heute haben wir ihn dann mal vorne gebracht. In Kombination mit der klasse Defensivleistung im Innenblock war er heute der überragende Mann. Ich freue mich aber auch über die 9 Tore von Marc Reinhardt, der heute ebenfalls ein sehr gutes Spiel gemacht und seine Treffsicherheit wiedergefunden hat.“ Am kommenden Samstag reisen die Hürther nun also mit einem guten Gefühl zum Tabellenführer Wahn und wollen dem eigentlich schon feststehenden Aufsteiger so lange wie möglich Paroli bieten.

Spielfilm: 3:0 (5.), 5:2 (10.), 9:4 (15.), 11:6 (20.), 15:7 (25.), 16:11 (HZ) – 18:13 (35.), 19:15 (40.), 20:16 (45.), 22:19 (50.), 26:21 (55.), 28:23 (ES)

Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui, Wichterich, Fränzel (3), Hübert (1), Beyfuß, Reinhardt (9), Fleckenstein, Derakhshani (1), Schreuer (2/2), Maus (2), Bonstein (3/1), Senter, Ingenerf (7/1)

Pulheim: Fastabend, Sandrock; Samtlebe, Müller (3), Ehlert (7), Trossen (1), Zahnk (5/4), Puhl, Keil (4), Kumpf, Langen (2), Koch (1)

Dünnwalder TV – HGV Hürth-Gleuel 22:22 (10:13)

Die erste Herren des HGV bleibt in der Rückrunde weiterhin ungeschlagen musste sich aber beim Landesligaabsteiger Dünnwald nach einer schwachen ersten Halbzeit mit einem Unentschieden zufrieden geben. Man schaffte es nicht einen zwischenzeitlcihen 5-Tore Vorsprung zu verteidigen und musste über den einen Punkt letztendlich sogar froh sein. Dabei ging es gut los für die Hürther – Alex Koep im Tor bekam frühzeitig schon einige Bälle zu fassen, sodass sich die Gäste trotz erster Probleme mit dem geharzten Ball eine Führung erspielen konnten. Über 0:3 und 2:6 bis zum 4:9 durch Jonathan Maus lag man nach zwei Dritteln des ersten Durchgangs immer recht komfortabel in Front. Eine Gleueler Unterzahl nutzen die Gastgeber dann aber um sich wieder etwas heran zu spielen und waren beim 9:11 anderthalb Minuten vor der Pause wieder in Schlagdistanz. Immerhin besorgte Ingenerf quasi mit dem Pausenpfiff noch das 10:13, man konnte also insgesamt mit der ersten Halbzeit zufrieden sein, auch wenn die Abschlussquote gerne etwas höher hätte sein können. Und auch Halbzeit zwei begann ganz nach dem Geschmack der Hürther. Schreuer und Reinhardt, der in der ersten Halbzeit noch seine Treffersicherheit suchte, stellten auf 10:15 und auch beim 14:17 durch Reinhardt war die Gleueler Welt noch in Ordnung (41.). Dann kam aber der Bruch ins Hürther Spiel – mut- und ideenlos wurden nun die Angriffe vorgetragen, die Abwehr ließ die vorangegangene Aufmerksamkeit vermissen und man bekam immer mehr Probleme mit dem Ball. So dauerte es neun Minuten ehe die Hürther ihren 18. Treffer markierten. In der Zwischenzeit hatten die Dünnwalder aber selbst die Führung übernommen, sodass Bonstein mit diesem Treffer den Ausgleich herstellte. Wahrscheinlich gerade noch rechtzeitig, denn sonst wäre die Partie wohl verloren gewesen. Dünnwald legte nun immer wieder vor und bog beim 22:20 durch Bathen auf die Siegerstraße ein, verpasste es aber den Sack trotz guter Gelegenheiten zuzumachen. Stattdessen kämpften sicher die Hürther wieder durch Maus und Reinhardt eine halbe Minute vor Schluss wieder zum 22:22 Ausgleich, doch die Trümpfe lagen auf der Hand der Gastgeber. Doch der Kreisläufer vergab freistehend vor Koep der soweit aus seinem Tor geeilt war, das dem Spieler nur ein Verzweiflungsheber blieb. HGV-Coach Wassong, die Anzeigetafel im Rücken nahm auf „Gut Glück“ seine letzte Auszeit mit der Hoffnung es seien noch drei oder vier Sekunden auf der Uhr. Doch es war nur noch eine Sekunde zu spielen, sodass Marc Reinhardt es nach Ablauf der Spielzeit mit einem direkten Wurf von der Mittellinie probierte. Der verfehlte das rechte Kreuzeck gar nicht mal so weit, aber DTV-Schlussmann Kuhlwilm wäre auch locker zur Stelle gewesen. So atmeten die Gäste am Ende erleichtert auf, dass es immerhin noch zu einem Punkt gereicht hatte. „Schade, aber auch daraus wird meine junge Mannschaft etwas lernen. Vor zwei Wochen gegen PSV hatten wir das bessere Ende für uns, heute der DTV, der das clever und abgezockt gemacht hat. Jeder Fehler von uns wurde eiskalt bestraft und davon hatten wir in der zweiten Halbzeit einfach zu viele. Unsere Torhüter haben heute eine gute Leistung gezeigt,“ so das Resümee von Wassong. Nächsten Samstag empfangen die Gleueler die zweite Mannschaft des Pulheimer SC an der Sudetenstraße.

Spielfilm: 0:3 (5.), 2:5 (10.), 3:6 (15.), 4:8 (20.), 7:10 (25.), 10:13 (HZ) – 11:15 (35.), 13:16 (40.), 16:17 (45.), 18:18 (50.), 21:20 (55.), 22:22 (ES)

Dünnwald: Kuhlwilm; Bathen (2), Förster, Klein (6/2), Rühl (2), Heinen (1), Tsotsonos, Schulin (8), Kind (3)

Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui; Wichterich (1), Fränzel, Hübert, Beyfuß, Reinhardt (3), Fleckenstein, Derakhshani (1), Schmitz (1), Schreuer (4/3), Maus (4/1), Bonstein (5/1), Ingenerf (3)

HGV Hürth-Gleuel – MTV Köln 3 36:28 (18:12)

HGV Hürth-Gleuel – MTV Köln 3 36:28 (18:12)

Auch den Heimauftakt in Rückrunde konnten die Hürther siegreich gestalten. Gegen die im Abstiegskampf befindlichen Gäste aus Mülheim gelang ein recht souveräner Heimerfolg, der den aktuell dritten Tabellenplatz sichert. Dabei machte sich aber in der Anfangsphase die kurzfristige Absage von Robin Fränzel (Fieber) in der Defensive bemerkbar. Im Abwehrzentrum war man deutlich zu passiv und erlaubte den Gästen immer wieder einfache Tore über die Mitte. Dafür fand man von Beginn an immer wieder gute Lösungen im eigenen Angriff und schloss in der Anfangsphase nahezu jeden Angriff mit einem Tor ab. Da man zwischendurch aber trotz der Probleme in der Abwehr immer mal wieder einen Ballgewinn verbuchen konnte setzte man sich über 8:4 und 9:5 auf 10:6 (13.) ab. Die Umstellung auf eine etwas offensivere Deckung brachte wie in der Vorwoche mehr Stabilität in die Defensivarbeit und die Gäste hatten es deutlich schwerer. Das Offensivspiel war unter der Regie von Tim Foerst zudem richtig gut anzusehen und die heimischen Zuschauer durften sich über einige blitzsauber heraus gespielte Tore freuen. Auch einige Zeitstrafen ließen den Vorsprung nicht schmelzen, stattdessen konnten die Gleueler ihren Vorsprung bis zur Pause über 16:11 (24.) auf 18:12 noch etwas ausbauen und gingen nach einer guten ersten Halbzeit in die Kabine. Nach Wiederbeginn verkürzte MTV relativ zügig auf 18:14 der Vorsprung hielt sich dann aber mehr oder weniger schwankend bis in die 43. Minute bei diesen 4-Toren und hatte nach einem kurzen Zwischenspurt der Hürther zum 28:21 auch in Minute 48 noch Bestand (28:24). Defensiv gelangen zwar weniger Ballgewinne, der Angriff lief aber weiter aus einem Guss, sodass man nicht das Gefühl hatte es könnte noch etwas schiefgehen. Dafür hatten die Hausherren zu jederzeit eine passende Antwort auf die stetigen Bemühungen der Gäste parat. Als dann deren bester Torschütze Esser dann beim Stand von 29:24 auch noch seine dritte und zugegebenermaßen sehr unglückliche dritte Zeitstrafe und damit die rote Karte bekam war das Spiel vorentschieden. Von diesem Rückschlag erholten sich die Mülheimer nicht mehr und binnen vier Minuten machten die Gleueler mit einem 4:0-Lauf zum 33:24 den Deckel auf die Partie und gewannen schließlich mit 36:28. „Entscheidend war die Steigerung in der Abwehr im ersten Durchgang“, so HGV-Trainer Stefan Wassong nach dem Spiel, „dadurch konnten wir uns etwas absetzen und diesen Vorsprung haben wir dann über die gesamte Restdauer gut verwaltet. Der Angriff war heute sehr gut, daran gibt es kaum etwas auszusetzen.“ Sein vorerst letztes Spiel für die Hürther machte vor seiner dreimonatigen Asienreise Tim Foerst und verabschiedete sich mit einer sehr guten Leistung. „Tim war heute sehr stark, bei ihm konnte man in den letzten Wochen merken das da eine Art Knoten geplatzt ist“ so Wassong über seinen Schützling, „schade, dass er uns in dieser Verfassung jetzt erstmal nicht mehr zur Verfügung stehen wird.“ Die nächste Partie findet für die Hürther auswärts statt, dann gastiert man beim Dünnwalder TV.

Spielfilm: 5:4 (5.), 8:5 (10.), 10:8 (15.), 13:9 (20.), 16:11 (25.), 18:12 (HZ) – 20:15 (35.), 23:20 (40.), 27:21 (45.), 29:24 (50.), 33:26 (55.), 36:28 (ES)

HGV Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui; Wichterich (2), Hübert, Reinhardt (6), Fleckenstein (1), Derakhshani (1), Schreuer (8/6), Maus (4), Bonstein (6/1), Senter (3), Ingenerf (2), Foerst (3)

MTV Köln 3: A. Esser, Maspfuhl; Bott (5), T. Esser (10/4), Ponsar (4), Elmer, Schmitz (1), Hampel (1), Fussy (1), Prass (5), Wolfram, Jung (1)

PSV Köln II – HGV Hürth-Gleuel 29:31 (18:13)

Zum Auftakt der Rückrunde gelang den Hürthern die Revanche für die verpassten Punkte aus dem Hinspiel, auch wenn es danach lange überhaupt nicht aussah. Dabei starteten die Gäste ins Duell Dritter gegen Vierter recht ansprechend. Gerade die Defensive war sehr aufmerksam und konnte einige Bälle abgreifen. Diese Ballgewinne konnte man allerdings nicht in Tore ummünzen, in der Anfangsphase scheiterte man mehrfach freistehend und verpasste es so sich bereits früh 3 oder 4 Tore abzusetzen. Stattdessen konnten sich die Gastgeber eine kleine 2-Tore-Führung erspielen, die zwar zwischendurch immer wieder durch die Gleueler ausgeglichen bzw. sogar mal in eine eigene Führung gedreht wurde (10:11 und 11:12), aber beim 14:12 durch Standop wieder Bestand hatte. 5 Minuten vor der Pause war die Gleueler Welt also noch einigermaßen in Ordnung, dann aber glitt den Gästen die Partie vollkommen aus den Händen. Mehrfach schmiss man die Kugel unbedrängt ins Seitenaus oder spielte den Ball beim Anwurf einem Gegenspieler direkt in Hände – diese Geschenke nahm der PSV dankend an und setzte sich binnen zweieinhalb Minuten von 14:13 auf 18:13 aber, was gleichzeitig der Halbzeitstand war. In der Kabine blickte man ausschließlich in rat- und fassungslose Gesichter, dieser Blackout vor der Pause machte allen ziemlich zu schaffen. Leon Derakhshani ergriff dann aber das Wort und seine kurze, aber starke Ansprache brachte wieder so etwas wie Feuer zurück in Augen der Gäste. Abwehrtaktisch stellte man auf eine 3:2:1-Formation um, außerdem sollte nun Tim Foerst auf Mitte Regie führen. Tatsächlich gelang es die Abwehr wieder zu stabilisieren, allerdings schaffte man es wieder nicht vorne den Ball im Tor unterzubringen. Erst nach über 5 Minuten erhöhte der PSV auf 19:13 und der Weg wurde für die Hürthe immer länger. Und es blieb wenig Anlass zum Optimismus, zwar spielten die Hürther wieder deutlich besser, aber die Gastgeber verwalteten clever den Vorsprung und ließen die Gleueler nicht näher als 19:16 (39.) heran. Beim 26:20 durch Eschholz eine Viertelstunden vor Schluss schien die Messe gelesen, zu Groß schien die Hypothek von -6. Aber dann begann die verrückte Wende in diesem Spiel, drei Minuten brauchten die Hürther um durch Schreuer, Hübert, Schmitz und Bonstein auf 26:24 zu verkürzen, plötzlich keimte wieder Hoffnung im Gleueler lager auf, daran änderte auch das 27:24 durch Vogt und eine Zeitstrafe gegen Bonstein nichts. Schreuer verwandelte einen seiner sieben Strafwürfe, Bonstein legte ein weiteres seiner insgesamt 10 Tore nach und schwang sich auf das Spiel fast im Alleingang zu drehen. Schreuer verkürzte nochmal auf 28:27, dann legte Bonstein den 28:28 und 29:29 Ausgleich nach. Trotzdem hatte der PSV alle Trümpfe in der Hand, Hübert schaffte es aber ein Offensivfoul zu provozieren und nun lagen die Punkte für die Hürther, kaum mehr für möglich gehalten, auf dem Silbertablett. Reinhardt scheiterte aber an PSV-Schlussmann Hillesheim, Wichterrich sammelte aber den Abpraller ein. HGV-Coach Wassong nahm die dritte Auszeit – mindestens der eine Punkt sollte gesichtert werden. Dafür sollte von den verbliebenen 22 Sekunden ein Großteil ausgespielt und nur ein später Wurf genommen werden. Bonstein bekam dann 10 Sekunden vor Schluss eine gute Möglichkeit, die er nutze um den Ball im Tor unterzubringen. Viel Zeit zum Jubeln blieb nicht, der PSV startete einen letzten verzweifelten Gegenangriff inklusive Torhüter, doch im allgemeinen Durcheinander fiel die Kugel Simon Bonstein – wem eigentlich sonst – in die Hände, der aus über 30 Metern mit der Schlusssirene den Endstand besorgte und Riesenjubel im Gleueler Lager entfachte. „Nach der ersten Halbzeit wollten wir schon fast nach Hause fahren, dieser Einbruch war absolut unerklärlich“, war HGV-Coach Wassong nach der Partie noch etwas schockiert, „Wie die Jungs aber dann gefightet und das Ding noch gedreht haben war beeindruckend. Trotzdem müssen wir auch nach so einer Achterbahnfahrt unsere Lehren aus vielen Situationen ziehen und nächste Woche einige Dinge besser machen. Aber jetzt freuen wir uns erst mal nur über zwei nicht mehr für möglich gehaltene Punkte“

Spielfilm: 2:2 (5.), 6:4 (10.), 9:8 (15.), 11:11 (20.), 14:12 (25.), 18:13 (HZ) – 18:13 (35.), 21:16 (40.), 25:19 (45.), 26:23 (50.), 28:26 (55.), 29:31 (ES)

PSV Köln II: Max, Hillesheim; Standop (5), Naujoks (1), Vogt (2), Freyburger (1), Clamann (1), Deutsch, Giessmann (3), Gillessen (3), Eschholz (5), Busch (8/5), Kah, Serries

HGV Hürth-Gleuel: Dejoui; Wichterich (1), Fränzel, Eschrich (1), Hübert (5), Beyfuß (1), Reinhardt (1), Fleckenstein, Derakhshani, Schmitz (2), Schreuer (8/7), Bonstein (10), Ingenerf (1), Foerst (1)

HGV Hürth-Gleuel – TK Nippes II 30:20 (18:9)

Im letzten Heimspiel der Hinrunde fuhren die Gleueler einen ungefährdeten Erfolg gegen Mitaufsteiger Nippes ein. Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als optimal. Mit Schmitz, Derakhshani, Reinhardt, Hübert und Zingsheim fielen gleich fünf Spieler aus, der noch grippegeschwächte Fränzel stand nur im Notfall zur Verfügung, sodass lediglich 3 vollwertige Feldspieler zum Wechseln bereit standen. Aber auch die Gäste klagten über Ausfälle, die Voraussetzungen waren also ausgeglichen. Die Gleueler zeigten sich von den ganzen fehlenden Spielern aber keineswegs beeindruckt sondern starteten furios in die Partie. Man fand gute Lösungen die 3:2:1-Abwehr der Gäste und legte gleich vor, zugleich man auch defensiv sehr stabil stand und kaum gute Möglichkeiten zu ließ. Nachdem Tim Foerst zum 6:1 getroffen hatte sah sich TK-Trainer Ott zu einer Auszeit gezwungen. Diese brachte allerdings auch nichts ein, stattdessen erhöhten die Gleueler bis in Minute 22 auf 13:4. die restlichen Minuten bis zur Pause hielt sich der Vorsprung bei mindestens 7 Toren und konnte durch einen Rückraumkracher von Simon Bonstein sogar wieder auf +9 beim Seitenwechsel gestellt werden. Mit Wiederbeginn versuchten es die Gäste mit einer Manndeckung gegen Bonstein um das Angriffsspiel der Hürther etwas aus dem Konzept zu bringen. Damit hatten die Hausherren aber gerechnet und sich in der Trainingswoche explizit darauf vorbereitet. Die einstudierte Variante funktionierte auch erfreulich gut, sodass die Manndeckung nicht weiter ins Gewicht fiel. Allerdings machten sich mit zunehmender Spieldauer allmählich die wenigen Wechselmöglichkeiten bemerkbar, worunter insbesondere die Angriffsleistung litt. Da man zwischenzeitlich aber sogar mit 13 Toren in Front lag war das nicht weiter tragisch. Das Highlight setzen dann die Gleueler in den Schlussminuten – Nippes-Schlussmann Jeddi unterschätze einen Tempogegenstoßpass von Fares Dejoui völlig und unterlief den Ball. Martin Beyfuß wurde durch den heraus eilenden Torhüter aber so sehr irritieren das er den Pass nicht fangen konnte, der Ball sprang jedoch an sein Brust und von dort über 15 Meter einsam und allein ins verwaiste Tor. Am Ende stand ein 30:20 Erfolg zu Buche der die Hürther sogar auf Platz 3 in der Tabelle hievte. „Mit der Art und Weise bin ich heute sehr zufrieden“, so HGV-Trainer Stefan Wassong nach dem Spiel, „Wir haben uns durch die vielen Ausfälle nicht irritieren lassen und vor allem im ersten Durchgang ein sehr gutes Spiel gemacht. Natürlich schwinden dann irgendwann die Kräfte, gerade bei den Jungs die durchspielen mussten, aber auch diesen Umstand haben wir gut hingekriegt.“

Spielfilm: 3:0 (5.), 6:1 (10.), 9:4 (15.), 12:4 (20.), 15:8 (25.), 18:9 (HZ) – 20:11 (35.), 22:12 (40.), 24:14 (45.), 29:15 (50.), 29:19 (55.), 30:20 (ES)

Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui; Wichterich (1), Fränzel, Eschrich (1), Beyfuß (5), Fleckenstein (2), Schreuer (5/4), Bonstein (5), Senter (4), Ingenerf (6), Foerst (1)

Nippes: Dieblich, Jeddi; Lippert (1/1), Fischer (4), Müllenholz (1), Niewerth (3), Rannersberger, Kalenbach (1), Czapla (2), Bretthauer (1), Götze (1), Schmitz (6)