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Nach einer vierwöchigen Pause sind die Hürther mit einem Sieg ins Kalenderjahr 2026 gestartet. Gegen die dritte Mannschaft von Fortuna Köln gab es einen am Ende ungefährdeten 35:24 Erfolg. Dabei hielten die abstiegsbedrohten Gäste aber die ersten 20 Minuten voll mit. Sah es nach dem 7:3 durch Kai Krista so aus als würde das Spiel schon früh in ruhiges Fahrwasser geraten, wurden die Gastgeber schnell eines Besseren belehrt. Die Abwehr agierte ein wenig unaufmerksam und auch vorne zeigte man zu viele unsaubere Aktionen. So konnten die Gäste zurück ins Spiel finden und beim 7:7 und 8:8 jeweils ausgleichen, es sollte aber das letzte Mal in dieser Partie sein. In den folgenden Minuten konnten sich die Hürther wieder etwas absetzen, profitierten dabei vor allem von einer Zeitstrafe gegen die Gäste und zwei parierten Siebenmetern von Michael Koch.

Bis zur Pause schaffte man es sich eine erste leicht komfortable 5-Tore herauszuwerfen und hatte den weiteren Spielverlauf nunmehr selber in der Hand. Vor allem wollte man sich die deutlich bessere Athletik und breitere Bank zu Nutze machen, was nach der Pause auch recht schnell gelang. Fortuna gelang rund sieben Minuten kein Tor und Gleuel setzte sich zum ersten Mal mit 8 ab (23:15, 41.). Gute zehn Minuten später stellten die Gleueler auf +10 (30:20, Baier, 53.), die Partei plätscherte die letzten Minuten mehr oder weniger aus und die Gastgeber fuhren ihren 5. Heimsieg der Saison ein.

Mit einem Spiel weniger als Nippes verteidigten die Hürther damit den aktuell 4 Platz, haben aber mit Blick auf die kommenden Partien eine gute Möglichkeit Platz drei zurückzuerobern und wieder erster Verfolger der beiden Spitzenteams MTV und Longerich zu werden. Kommendes Wochenende gastiert man beim Vorletzten, der HSG Refrath/Hand IV.

Im letzten Heimspiel kassierten die Hürther eine schmerzhafte Niederlage, die sie im Kampf um die beiden Spitzenplätze der Regionsliga ein Stück weit zurückwirft. Von Beginn an entwickelte sich ein vom Ergebnis her ausgeglichenes Spiel in der keine Mannschaft einen höheren Vorsprung herauswerfen konnte. Das lag zum einen an einem gut aufgelegten Michael Koch im Tor und dem ein oder anderen Ballgewinn, andererseits aber auch an einer absolut gruseligen Chancenverwertung. Gleich mehrfach wurden absolute Hochkaräter im Gegenstoß, frei vom Kreis oder per Siebenmeter vergeben. Statt sich also frühzeitig schon ein bisschen absetzen zu können lief man die ersten 20 Minuten immer einem Rückstand hinterher. Nach ein paar personellen Wechseln und einer eigenen Überzahl kam man aber besser in die Partie und schaffte es tatsächlich, trotz einiger Fahrkarten, das Spiel zu seinen Gunsten zu drehen und ging mit einer 14:12 Führung in die Pause. Mit Wiederbeginn konnte man sogar auf 15:12 vorlegen, doch dieser Vorsprung war nach nicht mal 90 Sekunden dahin. Nun begannen die Gleueler auch noch einfache technische Fehler zu machen, die sich zu der weiterhin ungenügenden Chancenverwertung dazugesellten. Nippes stellte zunächst auf 15:15 und übernahm zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Auch ein kurzes Zwischenhoch der Hürther zum 18:16 brachte keine Verbesserung, stattdessen kassierte man einen 0:6-Lauf und lag nach etwas weniger als einer Dreiviertelstunde mit 18:22 im Hintertreffen. Die Hürther mühten sich nach Kräften, aber technische Fehler kamen ihnen immer wieder in die Quere. Erst in der Crunchtime, als auch die Gäste ein paar Fehler einstreuten kamen die Hürther wieder heran, verpassten es aber aus den bereits genannten Gründen auszugleichen oder gar in Führung zu gehen. So lief dem HGV die Zeit davon und Nippes fuhr einen, auf die 60 Minuten gesehen, verdienten Sieg ein. Trotz dieser Niederlage haben die Hürther weiterhin mit 14:6 Punkten den 3. Platz inne, da auch die Kangaroos ihre Partie gegen Ehrenfeld verloren, allerdings musste man den direkten Kontakt zu Longerich und MTV (beide 18:2) etwas abreißen lassen. Zum Abschluss des Kalenderjahres gastiert man kommendes Wochenende bei der abstiegsbedrohten dritten Mannschaft des TV Jahn-Wahn.

Nach fast zwei Monaten mussten die Hürther mal wieder auswärts antreten. In einer umkämpften Partie entführte man beide Punkte aus dem Lokodrom mit einem 29:30 Erfolg gegen die Dritte Mannschaft des PSV.

Die Anfangsphase gehörte zunächst den Hürthern, die über 1:3 und 4:6 bis zum 5:7 immer leicht in Führung lagen. Dennoch war schon dort erkennbar, dass die Gastgeber die Hürther mit ihrem Umschaltspiel vor Probleme stellten, vor allem, dass die Hürther in dieser Teildisziplin sehr pomadig agierten. Nach gut 20 Minuten hatten die Hausherren selber eine 2-Tore Führung inne (11:9), doch der HGV biss sich über 12:12, 14:14 und 16:16 in der Partie fest. Kurios wurde es mit der Halbzeitsirene: Der PSV ging Sekunden vor der Pause mit 18:17 in Führung, Dirk Kügler probierte einen Verzweiflungswurf von der Mittellinie. Da unterwegs wohl die Sirene ertönte, griff auch der PSV-Torwart nicht mehr ein, der Ball landete im Netz und der Schiedsrichter entschied auf Tor. Trotz energischer Proteste seitens der Hausherren blieb es beim Tor und beim Halbzeitstand von 18:18. Die zweite Halbzeit war von deutlicher weniger Toren, aber weiterhin viel Spannung geprägt. Mehr als zwei Tore konnte sich bis zum Ende keine der beiden Mannschaften absetzen, wobei bis 10 Minuten vor Ende immer die Kölner vorlegen konnten. Den HGV hielt weitegehend Marc Reinhardt im Spiel, der 6 seiner 7 Treffer ab Minute 40 erzielte und maßgeblich am offensiven Output der Hürther beteiligt war. Nach dem 25:23 der Gastgeber (48.), schienen diese den Vorteil in der Crunchtime zu haben, doch ein 4:0- Lauf der Hürther, durch Reinhardt, Senter, Baier und Kopprasch ließ das Pendel auf Seite des HGV schwingen. Das letzte Wort war aber immer noch nicht gesprochen, noch zweimal konnte der PSV ausgleichen (27:27 und 28:28) und auch der Treffer zum 28:30 weniger als eine Minute vor Ultimo brachte keine endgültige Entscheidung.

Nach einer Auszeit in den letzten 30 Sekunden gaben die Hürther den Ball tatsächlich nochmal mehr her aber brachten den Auswärtserfolg trotzdem in trockene Tücher. Durch die Niederlage der Kangaroos beim MTV verbesserten sich die Hürther auf den dritten Tabellenplatz und sind damit nach einem Drittel der Saison als Aufsteiger längst über den Status einer Überraschungsmannschaft hinaus.