Physio
Goldhändchen

Inh. Rassan Takana

Telefon: 02233 / 80 88 89 9

Fax:       02233 / 80 88 89 8

E-Mail:Leitung@physio-goldhaendchen.de

Weierstrasse 3

50354 Hürth

https://physio-goldhaendchen.de/

Mit dem 32:25 gegen die Cologne Kangaroos fuhren die Hürther den dritten Erfolg im dritten Heimspiel ein und punkteten wie schon gegen MTV gegen einen direkten Mitkonkurrenten in der Spitzengruppe der Liga. Der am Ende recht deutliche Erfolg war in der ersten Halbzeit allerdings noch nicht abzusehen, denn über weite Strecken bestimmten die Gäste das Geschehen. Mit ihrer sehr ruppigen und in manchen Situationen über die Grenzen gehenden Abwehr brachten sie die Gastgeber aus dem Konzept, die sich zunehmend mit Gegner und vor allem dem Schiedsrichter beschäftigten. Erst nach dem 6:9 nach einer guten Viertelstunde begannen die Gleueler so richtig damit Handball zu spielen, auch wenn man sich immer wieder in Nebenkriegsschauplätze verlor. Dennoch stand zunächst einmal der Ausgleich beim 10:10 zu Buche, der auch beim 16:16 zur Pause, trotz zwischenzeitlicher Rückschläge, Bestand hatte. Aus der Kabine kamen die Hürther dann allerdings wie verwandelt. Auch sie begannen jetzt sehr physisch und dabei taktisch klug zu verteidigen und ließen sich nicht mehr von irgendwelchen Mätzchen beeindrucken und nervten die Gäste mit schnellem Spiel und immer wiederkehrenden Eins-gegen-Eins Aktionen. Die Kangaroos, ihrem Hauptmittel so beraubt, mussten mit ansehen wie der HGV die Kontrolle des Spiels komplett übernahm. Herrschte beim 24:21 noch so etwas wie Schlagdistanz, so stellten die Hürther binnen knapp fünf Minuten auf 28:22, die Vorentscheidung. Erst nach dem 32:22 nahmen die Hürther etwas den Fuß vom Pedal und erlaubten noch etwas Ergebniskosmetik.

Mit diesem Sieg stehen die Hürther nun punktgleich mit dem MTV (beide 10:2) aufgrund des schlechteren Torverhältnisses auf Platz drei. Oben thront weiterhin die dritte Mannschaft des Longericher SC (12:0), die am Samstag zum absoluten Topspiel nach Hürth kommen.

Mit einem Auswärtserfolg bei der zweiten Mannschaft des TuS Ehrenfeld verabschiedeten sich die Hürther in die Herbstpause. Gegen den TuS brauchten die Hürther ein paar Minuten, um richtig in die Gänge zu kommen, dann sollte aber eine insgesamt sehr gute erste Halbzeit folgen. Hinten stand man in vielen Situation stabil und konnte im Zusammenspiel mit beiden Torhütern einige Bälle wegnehmen. Über Schnellangriffe kam man über die 1. und 2. Welle zu einfachen Toren und im gebundenen Spiel hatte man meist eine Lösung im Köcher oder konnte sich auf die individuelle Klasse von Marc Reinhardt und Juri Bockermann verlassen. So setzen sich die Hürther über die Zwischenstände 3:7 und 6:12 bis auf 9:17 fünf Minuten vor der Pause ab, was gleichzeitig auch die höchste Führung der Gäste markierte. Dann aber machten sich erste Ermüdungserscheinungen bemerkbar was zu Unkonzentrierten und Ballverlusten führte, die sich auch nach der Pause fortsetzen. Ehrenfeld konnte dies nutzen und sich halbzeitübergreifend mit einem 6:2-Lauf wieder in Schlagdistanz bringen (17:20, 38.). Erst dann bekamen die Hürther wieder mehr eigenen Zugriff auf die Partie und hatten beim 19:24 durch Schreuers Siebenmeter, trotz einer doppelten Unterzahl, den alten Pausenabstand wiederhergestellt (45.). Ehrenfeld ließ sich allerdings nicht endgültig abschütteln und kam immer wieder auf drei Tore heran. Die Hürther hatten aber in der Crunchtime die richtigen Antworten parat, sodass die Gastgeber ihnen nicht mehr so richtig gefährlich werden konnten und bauten die Führung bis zur Schlusssirene sogar nochmal aus und siegten letztendlich auch verdient mit 25:31.

Mit diesem Sieg eroberten die Hürther den 2. Tabellenplatz bei einem Spiel mehr als MTV und den Cologne Kangaroos. Letztere sind nach der vierwöchigen Spielpause auch der nächste Gegner der Hürther, die dann mit drei Heimspielen in Folge den sehr erfreulichen Saisonstart bestätigen.

Zwei echte Big Points sicherten sich die Hürther am vergangenen Samstag beim Heimspiel gegen den Kreisligaabsteiger aus Mülheim. Dieser kam mit der Empfehlung aus 6:0 Punkten und drei deutlichen Siegen an die Sudetenstraße. Die Gleueler hingegen hatten die Niederlage gegen Wesseling im Gepäck, wo man vor allem der dünnen Personaldecke Tribut zollen musste. Hier konnten die Gastgeber aber mit Kopprasch, Levcuk, Senter und Krista wieder auf vier der letzte Woche fehlenden neun Stammspieler zurückgreifen und man darf vorwegnehmen, dass dies insbesondere der Defensive wieder deutlich mehr Stabilität verlieh. Sowieso hatten beide Mannschaften Probleme offensiv ins Spiel zu kommen. Hürth verteidigte von Beginn an leidenschaftlich, aggressiv und beweglich, hatte aber Probleme trotz bester Gelegenheiten den Ball im Tor unter zu bringen. So sahen die Zuschauer über die Zwischenstände 2:1 und 2:3 eine sehr torarme Partie. Beim Stand von 4:6 profitierten die Hürther in der 18. Minute von einer roten Karte gegen die Gäste in Folge derer die Hürther per 3:0-Lauf die Partie auf 7:6 drehten. Jetzt kamen beide Angriffsreihen auch etwas besser in Schwung und das 10:10 ließ alle Möglichkeiten offen. Auch der Pause gab es wieder minutenlange Phasen in denen kein Treffer auf beiden Seiten fiel. Hürth verteidigte weiterhin mit Haut und Haaren und hatte in Matthias Raczek einen sehr starken Torhüter zwischen den Pfosten. Aber offensiv trat man weiterhin eher in einem kleinen Gang, erspielte sich aber eine kleine Führung von 1-2 Toren, die man hartnäckig verteidigte. Zu Beginn der Schlussviertelstunde hätte das Spiel aber zugunsten der Mülheimer kippen können. Marc Reinhardt erzielte das 18:16, doch das sollte für die nächsten 10 Minuten der letzte Treffer der Hürther bleiben. Eine Auszeit auf jeder Seite brachte keine Veränderung und die Gleueler konnten sich bei ihrer Defensivarbeit und Raczek bedanken, dass der MTV nur zum 18:18 ausgleichen konnte (55.). Es begannen nervenaufreibende Schlussminuten, in denen Hürth zum 19:18 (Reinhardt) und 20:19 (Baier) vorlegte, Die Gäste aber immer nochmal ausgleichen konnte. Bitter: beim 20:20 kassierte Kai Krista ein Zweitstrafe, sodass Hürth die letzten gut 80 Sekunden in Unterzahl bestreiten mussten. Die Hürther konnten einiges von der Uhr nehmen mussten aber bei drohendem Zeitspiel einen Abschluss nehmen. Hier kam dem HGV Fortuna zur Hilfe, denn der Ball landete nach der Torwartparade im Seitenaus. Gleuel blieb im Ballbesitz und schaffte es trotz einem Mann wenig Louis Kopprasch auf Rechtsaußen freizuspielen, der nur noch durch ein Foul zu stoppen war, so gab es wenige Sekunde vor Schluss Siebenmeter und die Riesenchance zum Siegtreffer. Der wieder mal offensivstarke Marc Reinhardt trat an und nagelte die Kugel humorlos und ohne viel Federlesen links unten in Maschen und besorgte so mit seinem insgesamt 9. Treffer den Heimsieg, der natürlich entsprechend gefeiert wurde.

So haben die Hürther sich nun mit 6:2 Punkten in der Spitzengruppe festgebissen und können nun vor der Herbstpause den sehr guten Saisonstart vergolden. Die Aufgabe beim TuS Ehrenfeld II wird aber sich nicht einfacher als diese Partie.