Yannis Schnor in Aktion
C. Scholzen, 19.10.2026

Am Sonntag (18.10.2026) gastierte die Zweitvertretung des HGV Hürth-Gleuel in der Halle des Humboldt-Gymnasiums beim Polizei SV Köln IV. Aufgrund der aktuellen Herbstferien musste die HGV-Reserve jedoch stark ersatzgeschwächt antreten. Am Ende stand eine 23:38 (9:15)-Niederlage auf der Anzeigetafel, bei der der Gastgeber über weite Strecken die klareren Vorteile hatte.

Ohne etatmäßigen Mittelmann mussten Jochen Schreuer und Christian „Chris“ Wahl die Fäden im Rückraum ziehen und die Aufbauarbeit übernehmen. Kurzfristig stießen zudem Markus „Günni“ Günther und Stephan Hagge als wertvolle Verstärkung aus der Dritten zum Kader. Die Umstellung merkte man der HGV-Offensive in der ersten Halbzeit deutlich an. Zu häufig landeten Pässe direkt beim Gegner, und es gelang kaum, zwingende Torchancen herauszuspielen. Was nicht im Tor landete, klatschte an den Pfosten (gleich drei Mal!) oder wurde freistehend vergeben. Die Quittung für diese Fehler im Angriff folgten prompt: Der PSV Köln IV nutzte die Ballverluste gnadenlos über die zweite Welle, um sich Tor um Tor abzusetzen.

Dass die Partie zur Pause mit 9:15 aus HGV-Sicht nicht noch höher ausfiel, lag an der ordentlich stehenden Abwehr und vor allem an Keeper Yannis Schnoor. Er erwischte einen absoluten Sahnetag, zeigte mindestens 15 starke Paraden, einmal unfreiwillig mit dem Kopf (27.). Ausschlaggebend für den Rückstand waren also weniger die Abwehrarbeit, sondern die fehlende Durchschlagskraft und die Fehler im Angriff.Yannis Schnor in Aktion

Nach der Pause kam der HGV II besser in Spiel und zeigte echten Charakter. Vorne wurde der Druck deutlich erhöht: Davood Madanchiyan suchte konsequent den Weg zum Tor, Constantin Wirtz glänzte mit einem Tor nach Einlauf von außen und Tom Beck krönte seine Leistung mit einem fulminanten Schlagwurf zum Torerfolg. Auch Jan Wetzel zeigte sich ab der Mitte der zweiten Halbzeit mutig, erkämpfte zwei Siebenmeter und netzte selbst dreimal ein.

Am Ende stand ein deutliches 23:38 auf der Anzeigetafel. Für den HGV II ging der Sieg der Kölner, die durch Rasmus Linssen (10 Tore) und Jannis Clamann (7 Tore) überragten, in dieser Konstellation absolut in Ordnung.

Doch die Hürther nehmen viel Positives aus der zweiten Halbzeit mit. Die klare Botschaft an die Liga: Bei voller Besetzung ist der HGV II ein absoluter Gegner auf Augenhöhe.

Das Ziel für das Rückspiel ist bereits ausgegeben: Da holen wir die zwei Punkte!

 

Statistik HGV Hürth-Gleuel II:

Schnoor (ca. 15 Paraden); Gehle (4), Madanchiyan (4), Schreuer (4/2 Siebenmeter), Günther (2), Wirts (1), Wahl (3), Wetzel (3), Hagge (1), Beck (1).

 

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