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Im letzten Auswärtsspiel der Saison fuhren die Hürther einen deutlichen, aber über 60 Minuten gesehen eher mühevollen Auswärtssieg ein. Insbesondere die Anfangsphase erwies sich als äußerst zähes Unterfangen. Zwar stand man defensiv recht stabil und die wenigen guten Chancen der Gastgeber nahm Matthias Raczek im Tor allesamt weg.
Allerdings kamen die Hürther im Angriff so gar nicht in die Gänge und agierten fahrig und unkonzentriert. So waren Tore wenig überraschend Mangelware und bis zur ersten Auszeit der Fortuna nach fast 14 Minuten stand es „nur“ 5:0 für den HGV. Im Anschluss daran kamen die Gastgeber besser ins Spiel und konnte auch im Angriff Akzente setzen. Trotzdem blieb es für Verfechter des schönen Offensivspiels eine absolut unansehnliche Partie und so richtig zufrieden ging niemand beim 7:10 in die Kabinen. Da raus kamen die Hürther aber definitiv verbessert, denn wieder kassierte man minutenlang kein Gegentor, war nun aber deutlich effektiver im eigenen Abschluss. Binnen 10 Minuten legten die Hürther einen 6:0-Lauf hin, den sie in wenigen Minuten erst in einen insgesamt 9:1-Lauf umwandelten und in Minute 44 zweistellig führten (8:18) und schließlich beim 9:22 die höchste Führung erzielt hatten (52.).
So konnte man im Hürther Lager zumindest mit der zweiten Halbzeit etwas zufriedener sein, wohlwissend das man im letzten Heimspiel der Saison am kommenden Samstag vor allem offensiv besser spielen muss um einen richtig guten Abschluss einer tollen Saison feiern zu können.
Zwei Punkte, die unter die Kategorie „Arbeitssieg“ fallen fuhren die Hürther im Heimspiel gegen Wahn ein. Denn vor allem der Start ging gegen die dezimierten Gäste völlig in Hose. Man lag zügig 0:3 zurück und lief diesen drei Toren auch für die nächsten 10 Minuten hinterher, bevor dann aber ein 4:0 Lauf der Hürther das Ergebnis auf den Kopf stellte.

Bis zur Pause entwickelte sich weiter aber ein Spiel auf Augenhöhe, ehe die Gastgeber einen knappe 16:14 Führung in die Kabine nehmen konnte. Man vermisste auf Seiten der Hürther irgendwie die letzte Konsequenz auf beiden Seiten des Spielfeldes, obwohl man nicht nur personell die bessere Mannschaft war.
Nach der Pause setzte sich die Entwicklung aus dem ersten Durchgang erstmal fort, Gleuel hielt die eigene Führung konstant bei 3-4 Toren, ohne entscheidend davonzukommen oder noch mal in Gefahr zu geraten. Erst nach Anbruch der Schlussviertelstunde schlug sich die Hürther Überlegenheit auch im Ergebnis wieder, die personell geschwächten Gäste mussten nun ihren wenigen Wechselmöglichkeiten Tribut zollen. Von 25:20 setzte sich der HGV binnen weniger Augenblicke auf vorentscheidend auf 29:20 ab und verwalteten den Vorsprung ohne Probleme bis zur Schlusssirene.
Die Wahner sind mit der Niederlage nach dem FSV Köln der zweite Absteiger dieser Saison, da das rettende Ufer in den letzten beiden Spielen nicht mehr erreicht werden kann. Die Hürther hingegen untermauerten ihre Position 3 und gehen hoffentlich mit Schwung in die letzten beiden Spieltage.
Ein hauchdünnen Auswärtserfolg brachten die Hürther vergangenen Samstag aus Nippes nach Hause. Somit gelang auch die Revanche für die 26:28 Hinspielniederlage. Und in Halbzeit eins sah es auch so aus könnten die Hürther ein absolut zufriedenstellendes Auswärtsspiel auf die Platte legen. Man hielt sich konsequent und diszipliniert an die getroffenen Absprachen und den vorgegebenen Matchplan. So war es nicht überraschend, dass die Hürther früh bereits einen kleineren Vorsprung herausgeworfen hatten (3:6, 8. Minute). Diesen hielt man auch konstant bis ins letzte Drittel der ersten Halbzeit, ehe man nochmal eine Schippe zulegen konnte und die Führung sogar bis auf 7:13 ausbaute (26.).
Die Seiten wurden schließlich mit einer recht komfortablen, aber vollkommen verdienten 15:10-Führung aus Hürther Sicht gewechselt. Die zweite Halbzeit zeigte dann jedoch ein anderes Bild, auch wenn die Hürther ihren Vorsprung zunächst einmal halten konnten und nach knapp 37 Minuten immer noch mit 18:13 führten. Im Anschluss aber verloren die Hürther ihren Faden aus dem ersten Durchgang und agierten nicht mehr so strukturiert und zielstrebig. Nippes witterte nun Morgenluft und hatte bis zum Anbruch der Schlussviertelstunde wieder den Anschluss hergestellt (19:20, 44.) und kurze Zeit später beim 21:21 tatsächlich ausgeglichen, das Spiel war wieder völlig offen. Es begann nun ein wildes hin und her, bei dem Hürther immer 1-2 Tore vorlegten, Nippes aber zweimal noch ausgleichen konnte (23:23 und 24:24). Die letzten vier Minuten vermochte keine Mannschaft mehr ein Tor aus dem Spiel heraus zu erzielen und es war am Ende Routinier Jochen Schreuer vorbehalten knappe 120 Sekunden vor Ultimo mit seinem fünften Siebenmeter den schon entscheidenden Treffer zum 24:25 zu markieren. Mit diesem Sieg haben die Hürther mit Blick auf das Restprogramm einen großen Schritt richtig Platz 3 und einem eventuellen Aufstieg gemacht.











