Wenn nicht jetzt, wann dann….

HGV Hürth-Gleuel – HSV Bocklemünd II 38:25 (22:14)

Vor der zweiwöchigen Spielpause konnten die Hürther den vierten Sieg in Serie einfahren und den vierten Tabellenplatz festigen. Dabei sahen die Zuschauer eine wenig spannungsgeladene Partie, in der man bereits früh erkennen konnte wie sie verlaufen würde. Die Gleueler starten gegen ersatzgeschwächte Gäste (ohne Gersmeyer, Ertel und Mafhmuma) furios und führten nach etwas mehr als zwei Minuten bereits 4:0. Auch eine frühe Auszeit der Gäste brachte nicht den erhofften Erfolg, stattdessen bauten die Hürther ihren Vorsprung auf +6 aus (9:3, 8. Minute). Über 13:7, 15:9 und 16:10 hielt dieser Vorsprung konstant und konnte sogar durch Beyfuß und 2x Schreuer auf 19:10 erhöht werden. In die Kabine ging es schließlich mit 22:14, HGV-Coach Stefan Wassong konnte weitestgehend zufrieden sein. Der Angriffsmotor lief erfreulich gut, alle Spieler die im Laufe der Halbzeit eingewechselt wurden fügten sich nahtlos ein. Lediglich die Defensive fing sich einige zu einfache Tore, da man zu passiv agierte und die letzte Konsequenz ab und zu vermissen ließ. Die Geschichte der zweiten Hälfte ist dann relativ schnell erzählt. Der deutliche Vorsprung blieb zunächst recht konstant ehe Bonstein erstmals auf +10 stellte (29:19, 42.). Bocklemünd hielt dann im Gegensatz zum Beginn des zweiten Durchgangs dann auch nicht mehr so richtig dagegen, Gleuel tat auch nicht mehr als nötig, sodass das Spiel ohne weitere Höhepunkte seinem Ende entgegen lief. Der Endstand lautete 38:25, was vor allem Wassong zufrieden stellte: „Für mich war es nach den ganzen engen Spielen in letzter Zeit schön, dass wir mal ein Spiel über 60 Minuten klar bestimmt haben. Ich konnte allen Spielern genug Einsatzzeit geben – vor allem freut mich, dass Eric nach seiner langen Verletzungspause ein gelungenes Comeback feiern konnte. Jetzt haben die Jungs sich eine nicht so intensive Woche verdient bevor wir uns auf Nippes vorbereiten.“ Dieses Spiel findet dann am 8.12. statt. Kommendes Wochenende ist generell spielfrei, die Woche drauf hätte man gegen Longerich 3 antreten müssen, die vor der Saison allerdings ihre Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet hatten.

Spielfilm: 6:2 (5.), 10:5 (10.), 14:7 (15.), 17:10 (20.), 21:12 (25.), 22:14 (HZ) – 24:16 (35.), 26:19 (40.), 31:20 (45.), 32:22 (50.), 34:24 (55.), 38:25 (ES)

HGV Hürth-Gleuel: Koep; Wichterich, Fränzel, Zingsheim (4), Eschrich (3), Hübert, Beyfuß (4), Reinhardt (7), Fleckenstein, Schmitz (2), Schreuer (4/3), Bonstein (6), Ingenerf (5), Foerst (3)

Bocklemünd: Tegtmeier; Becker (2), Ketterer, Blumethal (4), Kipping (1), Wehling (2), Petracca (2), Barat (8/1), Peus (6), Gröner

HC Cologne Kangaroos – HGV Hürth-Gleuel 24:29 (9:12)

Es war noch keine Minute gespielt, da stand HGV-Coach Stefan Wassong nur ungläubig den Kopf schüttelnd am Spielfeld und traute seinen Augen nicht. Gerade war sein Spieler David Ingenerf beim Warmmachen(!!!) von einem gegnerischen Spieler zu Boden gecheckt worden. Einfach so und mit voller Absicht. Nur weil er nach einem kurzen Sprint über die Mittellinie joggte, etwas was man in jeder Halle in Handball-Deutschland beobachten kann. „So etwas idiotisches und hinterhältiges ist ja schon fast nicht zu glauben. Ich frage mich was in solchen Leuten vorgeht, die so was machen. Ich bin fassungslos, dass man einen Spieler beim Warm-Up tätlich angreift. Seine gerechte Strafe hat er ja dann noch im Laufe des Spiels bekommen.“, so der Hürther Übungsleiter. Zum Glück konnte die aufkeimende Rudelbildung schnell erstickt werden. Wir merken nochmals an: Das alles passierte VOR dem Spiel. Als es dann endlich losging, merkte man den Gleuelern an, dass der Eklat im Vorfeld für zusätzliche Motivation gesorgt hatte. Ganze 8 Minuten brauchten die Kangaroos um ihren ersten Treffer zu erzielen, die HGV-Defensive war aufmerksam und schnell auf den Beinen. Dafür stand man sich aber im Angriff oft noch etwas im Weg, sodass man selber bis zu diesem Zeitpunkt nur zwei eigene Tore erzielen konnte (1:2, 9.). Erst dann löste sich auf beiden Seiten so langsam offensiv der Knoten und beide Mannschaften kamen zu Toren. Marc Reinhardt sorgte für eine erste 4-Tore-Führung (4:8, 17.), Ingenerf legte das 4:9 nach einem verworfenen Siebenmeter der Gastgeber obendrauf, es waren noch etwas mehr als zehn Minuten bis zur Pause. Dann kamen den Gleuelern zwei kurz aufeinanderfolgende Zeitstrafen in die Quere, die den Kangaroos die Möglichkeit gaben wieder zu verkürzen. Das gelang allerdings nicht komplett, das Ingenerf in zweifacher Unterzahl das 7:10 markieren konnte. Gleich darauf gab es je eine Zeitstrafe auf beiden Seiten, den Platz im 5 gegen 5 wusste dann insbesondere Schreuer um 7:11 und 7:12 zu nutzen, hier hätten die Gleueler  vor der Pause schon etwas für klarere Verhältnisse sorgen können, leider verpasste man diese Gelegenheit und musste bis zur Halbzeit noch das 9:12 hinnehmen. Trotzdem durfte es so weitergehen, allerdings erwischten die Kangaroos den etwas besseren Start und verkürzten bis zur 36. Minuten auf 14:15 Gleuel schlug durch Bonstein und Zingheim aber wieder zum zwischenzeitlichen 15:18 zurück und stellten den Halbzeitabstand wieder her. Dann kam es zu einer kuriosen Szene. Nach einem Torwurf vom Kreis, der von HGV-Keeper Koep pariert wurden, entschieden die Schiedsrichter auf rote Karte gegen den Schützen. Koep selbst schritt ein und machte die Unparteiischen darauf aufmerksam, dass kein grober Regelverstoß vorlag. Diese nahmen die rote Karte dann auch korrekterweise zurück. Es dauerte dann aber keine fünf Minuten, dann gab es die rote Karte dann doch. Leo Schmitz wurde böse aus der Luft geholt und musste ausgewechselt werden – Übrigens vom gleichen Spieler, der vor der Partie schon auffällig wurde – nun ja. Die Hürther schafften es dann in der Schlussviertelstunde die sich bietenden Räume zu nutzen, da die Kangaroos Marc Reinhardt eine Manndeckung verpassten. Vor allem Ingenerf und Schreuer waren in dieser Phase mit Toren zur Stelle und hielten den Vorsprung immer bei 3 oder 4 Toren. Trotzdem hätte es  beim 22:25 nochmal eng werden können, denn es waren auch einige überhaste Abschlüsse oder Fehlwürfe dabei, die aber dank der aufmerksamen Defensive und einigen starken Paraden von Koep nicht mehr ins Gewicht fielen. Stattdessen besorgte Senter mit einem Hattrick und den Toren 26, 27, und 28 bei nur einem Gegentreffer die endgültige Entscheidung (23:28, 58.). Der Endstand von 24:29 besorgte somit den vierten von fünf möglichen Auswärtserfolgen. „Ich bin stolz auf die Jungs. Wir haben insgesamt ein gutes Spiel gezeigt und waren durchgehend in Führung. Auch in kniffligen Phasen haben wir einen kühlen Kopf bewahrt und die passende Antwort gefunden. Außerdem hat sich im Abwehrzentrum deutlich die Rückkehr von Fränzel bemerkbar gemacht. Ich möchte zu dem noch anmerken, dass nach dem Aufruhr vor dem Spiel, die Partie an sich bis auf das Foul an Schmitz weder unfair, noch überhart war und der Großteil der Gastgeber gute Sportsmänner im Sinne der Sache waren.“, so HGV-Coach Wassong nach im Anschluss. Kommendes Wochende haben die Hürther die zweite Mannschaft des HSV Bocklemünd zu Gast am ASG.

Spielfilm: 0:0 (5.), 2:4 (10.), 4:6 (15.), 4:9 (20.), 7:10 (25.), 9:12 (HZ) – 13:14 (35.), 15:18 (40.), 18:21 (45.), 20:24 (50.), 22:25 (55.), 24:29 (ES)

Kangaroos: Horn, Zube; Michel, Dietrichkeit (5/3), Lohoff, Waver (5), Wirtz (4), Eberz (4), Peter (5), Stumpp (1)

Hürth-Gleuel: Koep; Wichterich (1), Fränzel, Zingsheim (2), Eschrich, Hübert, Beyfuß (1), Reinhardt (5), Schmitz (1), Schreuer (8/4), Bonstein (4), Senter (3), Ingenerf (4), Foerst

 

HGV Hürth-Gleuel – TuS Ehrenfeld 1865 23:21 (11:14)

Spiele mit HGV-Beteiligung sind in dieser Saison meist nichts für schwache Nerven, auch am vergangenen Samstagabend wurde der Sieger in der Partie gegen den TuS Ehrenfeld erst in den letzten Minuten entschieden. Am Ende konnten die Hürther aber nach hart umkämpften 60 Minuten ein Schwergewicht der Kölner Kreisliga niederringen und den zweiten Heimerfolg in dieser Saison verbuchen. Die Ehrenfelder erspielten sich von Beginn an leichte Vorteile, was sich über 4:4 und 5:5 bis zum 6:6 durch einen Schreuer-Strafwurf nicht im Ergebnis bemerkbar machte. Im Anschluss an eine Zeitstrafe gegen die Hausherren schafften es die Ehrenfelder sich erstmals abzusetzen, auch eine Gleueler Auszeit beim 6:9 brachte nicht den gewünschten Effekt, stattdessen legte der TuS durch Kockmann und Birker noch auf 6:11 drauf. In dieser Phase bekam weder die Deckung Zugriff noch vermochten es die Gleueler zielstrebig ihre eigenen Angriffe auszupielen. Wenn es denn doch ab und zu gelang eine gute Möglichkeit herauszuspielen, scheiterte man am glänzend aufgelegten TuS-Schlussmann Müller, dem man zu einem absoluten Sahnetag gratulieren durfte. Nach einem Zusammenprall mit dem Kreisläufer musste HGV-Keeper Alex Koep verletzt raus, was aber eine Art Initialzündung für die Hürther zu sein schien. Fares Dejoui konnte gleich einige Bälle parieren und auch die Deckung war nun deutlich aggressiver und schneller unterwegs. Plötzlich lag das Momentum auf HGV-Seite, Reinhardt, Bonstein, Senter, Maus per Gegenstoß und wieder Reinhardt komplettierten vier Minuten vor der Pause einen 5:0-Lauf zum 11:11. So schnell diese Hoch aber auch gekommen war, so zügig war es auch wieder verpufft. Die Gäste legten bis zur Pause wieder auf 11:14 vor, die Halbzeit kam den Gleuelern gerade recht. Die Ansprache in der Kabine schien dann aber gefruchtet zu haben. Deutlich verbessert kamen die Hürther aus den Startlöchern und hatten nach nicht mal fünf Minuten durch Eschrich beim 15:15 nicht nur den erneuten Ausgleich erzielt, Bonstein besorgte im Anschluss die erste Führung, Reinhardt noch das 17:15, Ehrenfeld sah sich zu einer Auszeit gezwungen. Und tatsächlich übernahmen die Gäste das Kommando und drehten die Partie bis zur 42. Minute zum 17:19, Gleuel hatte wieder arge Probleme im Angriff. Die Abwehr mit Dejoui als starkem Rückhalt steigerte sich jetzt aber minütlich, sodass Tore auf beiden Seiten Mangelware wurden. Hürth kämpfte sich wieder heran, in Minute 49 war wieder der Ausgleich hergestellt (20:20). Die Partie wurde immer hektischer, jeder Angriff wurde immer bedeutsamer. Einer bald sechsminütigen Torflaute machte Reinhardt mit seinem siebten Treffer ein Ende, Ehrenfeld schlug durch Birker zurück, 21:21, viereinhalb Minuten waren da noch zu gehen. Die Abwehr ließ nun nichts mehr zu Thore Hübert verwandelte einen schwierigen Wurf von Rechtsaußen zum umjubelten 22:21. Als die Gleueler im Anschluss wieder den Ball erkämpften schien ein Erfolg greifbar zu werden, doch es sollte eine Art Duplizität der Ereignisse aus der Vorwoche werden. Man vertändelte den Ball, Ehrenfeld bekam eine halbe Minute vor Ultimo einen Gegenstoß – und scheiterte am großartig parierenden Dejoui. Hürth nahm seine letzte Auszeit doch die erwartete offene Manndeckung der Gäste blieb 20 Sekunden vor Schluss aus. So konnten die Hürther die Zeit runterlaufen lassen, der Treffer von Hübert eine Sekunde vor Schluss war noch das i-Tüpfelchen. Mit der Schlusssirene mischte sich unter den großen Jubel auch eine gehörige Portion Erleichterung. „Kompliment an meine Jungs wie sie den Kampf angenommen haben. Ich glaube durch die Leistungssteigerung in Halbzeit zwei haben wir uns die zwei Punkte verdient, mit etwas besserer Quote im Abschluss muss es vielleicht gar nicht mehr so spannend werden. Wir haben kaum noch etwas zugelassen und haben uns so vielleicht auch das Matchglück in den letzten Sekunden erarbeitet“, so die Analyse von HGV-Coach Stefan Wassong, „das waren zwei Big Points.“ Mit diesem Sieg stehen die Hürther mit nun 10:6 Punkten auf Rang vier, als Aufsteiger in der starken Kölner Kreisliga eine sehr beachtliche Leistung und eine schöne Momentaufnahme, die gerne noch etwas andauern kann.

Spielfilm: 3:4 (5.), 5:5 (10.), 6:8 (15.), 6:10 (20.), 10:11 (25.), 11:14 (HZ) – 15:15 (35.), 17:18 (40.), 18:19 (45.), 20:20 (50.), 21:20 (55.), 23:21 (ES)

HGV Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui; Wichterich (1), Zingsheim, Eschrich (1), Hübert (2), Beyfuß (1), Reinhardt (7), Derakhshani, Schreuer (1/1), Maus (1), Bonstein (8), Senter (1), Ingenerf

Ehrenfeld: Müller, Heidenthal; Schönefeld (3/1), Birker (2), Koziorowski (2), Kockmann (6), Kraus, Vogler (2), Schnetzer (1/1), Euscher, Barf (2), Pehle (1), Kühnle (2)

+++ Spielbericht Fortuna / kurzer Rückblick Leichlingen +++

Leichlinger TV 2 – HGV Hürth-Gleuel 29:27 (13:14)

Die erste Auswärtsniederlage mussten die Hürther in Leichlingen hinnehmen. Beide Teams mussten auf einige Spieler verzichten, bei Hürth fiel neben Beyfuß, Maus und Foerst zusätzlich noch Reinhardt kurzfristig aus, die Gastgeber mussten unter anderem auf beide Stammtorhüter sowie Topscorer Fynn Natzke verzichten. Von Beginn an entwickelte sich ein enges Spiel in dem die Leichlinger immer leichte Vorteile hatten und so stetig eine Führung von 1-3 Toren innehatten. Erst ein 3:0-Lauf gut fünf Minuten vor der Pause brachte die Hürther beim 12:13 erstmals in Führung, die sie dann auch mit in die Halbzeit nahmen (13:14). Diese Führung hatte sich im zweiten Durchgang dann allerdings schnell wieder erledigt und so lief es wie in Halbzeit eins. Der LTV legte vor, Hürth kämpfte sich immer wieder heran, vorbei kamen Sie aber nicht mehr. Das lag zum einen an den eigenen Unzulänglichkeiten in Angriff und Abwehr, allerdings muss man auch sagen, dass die Gleueler auch keine richtige Chance mehr bekamen, das Spiel noch zu drehen. Waren die strittigen Entscheidungen in Halbzeit eins noch auf beiden Seiten gleich verteilt, wurden sie nun erstaunlich häufig zu Ungunsten der Hürther ausgelegt. Der Frust stieg, die Konzentration ließ nach und so musste man sich am Ende der Niederlage fügen.

Leichlingen: Lauber; Rosendahl (3), Benten (1), N. Natzke (2), Reschke, Tiede (5), Gladbach (8/6), Holzknecht (4), Lembcke (2), Orth (4), Aust, Aurich

Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui; Wichterich (2), Fränzel, Eschrich, Hübert, Derakhshani (7), Schmitz (2), Schreuer (3/2), Bonstein (8), Senter (1), Ingenerf (4)

Fortuna Köln 3 – HGV Hürth-Gleuel 25:26 (15:16)

Nach zuletzt zwei knappen Niederlagen konnten die Hürther mit dem Auswärtserfolg bei Fortuna 3 wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Dazu war gegen den punktlosen Tabellenletzten aber ein hartes Stück Arbeit nötig, welches sich die Gleueler mit einer nur mäßigen Leistung selber zuzuschreiben hatten. Der Matchplan sah vor die durchweg älteren Fortuna-Akteure mit viel Tempo müde zu machen, zumal diese auch nur einen Auswechselspieler zur Verfügung hatten. Das klappte in der ersten Halbzeit auch ganz ordentlich, ein früher 1-3-Rückstand wurde schnell in eine eigene Führung umgebogen, die immer bei rund 2 Toren lag. Weiter absetzen konnte man sich allerdings nicht, im gebundenen Spiel tat man sich schwer und die 6:0-Formation agierte oft indisponiert und offenbarte Lücken, die die erfahrenen Gastgeber mit geduldig vorgetragenen Angriffen zu nutzen wussten. Immerhin konnte man das geplante Tempospiel häufiger umsetzen und verteidigte eine knappe Führung bis in die Halbzeitpause. Dort einigte man sich darauf die Abwehr offensiver aufzustellen um Fortuna müde zu spielen, was mit Wiederbeginn auch Früchte trug. Nach 34 Minuten erzielte Beyfuß das 15:19 für Hürth, nun hätten die Gleueler das Spiel in sichere Bahnen lenken können. Doch es schlich sich eine eklatante Abschlussschwäche ins Hürther Angriffsspiel, zudem agierte man mut- und ideenlos. Die Folge war, dass man in einer guten Viertelstunde nur 3 eigene Treffer markieren konnte. Die Abwehr hielt zum Glück weitetgehend stand, konnte aber auch nicht verhindern, dass Fortuna immer näher herankam und schließlich durch Fischer zum 22:22 ausglich (51.). Gleuel schlug nach einer Auszeit zurück und legte wieder auf 22:24 vor (Reinhardt, 56.), in einer hektischen Schlussphase hielt der Vorsprung über 23:25 und 24:26 und schließlich 25:26 zweieinhalb Minuten vor Schluss bis in die Schlussminute. Fortuna hatte den Ball und konnte zwanzig Sekunden vor Schluss einen Siebenmeter herausholen. Prus, der bis dahin zweimal verwandelt hatte, trat an und scheiterte am glänzend reagieren HGV-Keeper Alex Koep. Den Abpraller entsorgte Marc Reinhardt mit einem Hechtsprung und brachte ihn zurück in die eigenen Reihen. Nach einer Gleueler Auszeit in der die letzten Sekunden besprochen wurden, versuchte Fortuna es mit alles oder nichts, stellte einen Spieler direkt an die Mittellinie und ließ einen Hürther Angreifer ungedeckt. Es passte irgendwie zum Gesamteindruck der Partie, dass Thore Hübert, der durch die Überzahl vollkommen frei zum Wurf kam, das Tor und somit auch die Entscheidung verfehlte. Fortuna kam noch mal nach vorne, aber es reichte nur noch für einen direkten Freiwurf aus ungünstiger Position, der im Hürther Abwehrblock hängen blieb. „Das war keine gute Leistung von uns, entweder haben wir es in der Abwehr schlecht gemacht oder dann in der zweiten Halbzeit im Angriff. Wir sind nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen, müssen uns aber mit Blick auf die kommenden Spiele wieder deutlich steigern. Trotzdem bin ich froh, dass die Jungs sich diese zwei Punkte erkämpft haben, das war nach zwei Niederlagen wichtig für die Moral.“, so das Fazit von HGV-Coach Stefan Wassong. Kommenden Samstag hat die Mannschaft beim Heimspiel gegen den TuS Ehrenfeld wieder einen Hochkaräter zu Gast am ASG.

Spielfilm 3:3 (5.), 5:7 (10.), 7:9 (15.), 9:11 (20.), 11:13 (25.), 15:16 (HZ) – 15:19 (35.), 17:20 (40.), 20:22 (45.), 21:22 (50.), 22:23 (55.), 25:26 (ES)

Fortuna Köln: Welikanow; Fischer (7), Freitag (3), Prus (5/2), Tiziani (5), Nordbeck (2), Deckarm (1), Gierke (2)

Hürth-Gleuel: Koep; Wichterich (1), Zingsheim (2), Eschrich (1), Hübert, Beyfuß (5), Reinhardt (4), Derakshani, Schmitz (1), Bonstein (6/1), Senter (1), Ingenerf (5)

HGV Hürth-Gleuel – TV „Jahn“ Wahn II 35:38 (17:15)

ie zweite Saisonniederlage mussten die Hürther am vergangenen Samstag gegen den alten und neuen Tabellenführer aus Wahn einstecken. Auch wenn viele aufgrund der Tabellensituation (Erster gegen Zweiter) von Topspiel sprachen, es ging für die Hürther darum sich gut zu präsentieren um dem Favoriten gegebenenfalls ein Bein zu stellen. Und beinahe hätte sogar zu etwas Zählbarem gereicht, aber ein Einbruch in Hälfte zwei verhinderte einen durchaus möglichen Erfolg. Der erste Durchgang gehörte allerdings nach einer ausgeglichen Anfangsphase den Hürthern. Ab der 13. Minuten bestimmten die Gastgeber das Geschehen und konnten beim 12:8 durch Reinhardt erstmals vier Tore vorlegen (21.). Durch Tore von Bonstein, Senter, Zingsheim und wieder Reinhardt hielt man diesen Vorsprung über 13:9, 14:10, 15:11 konstant bis zum 16:12. Ärgerlichweise leistete man sich bis zum Seitenwechsel aber noch einige Unkonzentriertheiten und erlaubte dem Tabellenführer noch auf 17:15 zur Pause zu verkürzen. Durch eine aus der ersten Halbzeit resultierende Zeitstrafe kamen die Gäste zum Beginn des zweiten Durchgangs wieder heran, die Gleueler verteidigten Ihre Führung aber weiterhin hartnäckig bis zum 22:21 (40.). Dies war gleichzeitig die letzte Führung der Gastgeber, denn so langsam machten sich die fehlenden Alternativen im Rückraum bemerkbar. Die Abschlüsse wurden unkonzentriert und in der Abwehr kam man meist den berühmten Schritt zu spät. Da auch beide HGV-Keeper in Halbzeit zusammen lediglich einen Ball parieren konnten sah man im Gleueler Lager die Fälle langsam davon schwimmen. Der Tabellenführer setzte sich zunehmend ab, spätestens beim 28:33 (52.) war die Partie entschieden. Den Gleuelern blieb zum Ende hin nur noch etwas Ergebniskosmetik vorbehalten, die 35:38 Niederlage musste man letztlich aber akzeptieren. „Leider konnten wir unser Level in der zweiten Halbzeit nicht halten. Die Ausfälle von Schmitz und Derakhshani haben sich in der Schlussphase dann doch deutlich bemerkbar gemacht, wir mussten quasi mit der gleichen Formation im Rückraum durchspielen“, hatte HGV-Coach Wassong den Hauptgrund für die Niederlage schnell ausgemacht. „Natürlich fehlen dann irgendwann die Körner, zudem kamen unsere Torhüter gar nicht mehr ins Spiel. So fängst du dir dann schnell 23 Gegentore in einer Halbzeit und gehst leer aus. Schade, aber wir schauen nach vorne und wollen weiter fleißig Punkte für den Klassenerhalt sammeln. Ich denke, wir haben uns gehörig Respekt in der Liga verschafft.“

Spielfilm: 4:3 (5.), 6:4 (10.), 7:6 (15.), 11:8 (20.), 14:11 (25.), 17:15 (HZ) – 21:20 (35.), 22:22 (40.), 24:27 (45.), 27:31 (50.), 31:36 (55.), 35:38 (ES)

HGV Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui; Wichterich, Zingsheim (2), Eschrich (3), Hübert (1), Beyfuß (3), Reinhardt (4), Schreuer (7/7), Bonstein (5), Senter (3), Ingenerf (7), Foerst

Wahn: Lübke, Rotscholl; Siebert (11/6), , Eberlein (2), Raquet, Fromme (3), Rastuttis (2), Sprengel (2), Jäger (8), Kluge (5), Alesius, Bröxkes (5), Schultz09

Pulheim Hornets II – HGV Hürth-Gleuel 21:23 (12:14)

Dank einer kämpferischen Topleistung konnte der Aufsteiger aus Hürth überraschend zwei Punkte beim Tabellenzweiten Pulheim entführen. Bis dahin war es aber nicht nur über 60 Minuten ein schwerer Weg. Denn bevor es überhaupt losgehen konnte kämpften sich die Hürther durch das Verkehrschaos, welches sich aufgrund des Erdogan-Besuchs auch auf die umliegenden Landstraßen ausgebreitet hatte. Der letzte Hürther Spieler kam eine Viertelstunde vor Anpfiff, auf das gemeinsame Warm-Up musste weitestgehend verzichtet werden. Keine sonderlich guten Voraussetzungen um bei einem Top-Team der Kreisliga bestehen zu können. Doch die Hürther brauchten keine lange Anlaufzeit um im Spiel zu sein, lediglich im Abwehrzentrum agierte man unaufmerksam und ließ Hornets-Kreisläufer Schoo zu viel Platz, den dieser dankend annahm. In der Offensive kam man aber selbst immer wieder über den Rückraum zu Erfolg oder stand bei Abprallern richtig, sodass bis zum 7:7 in Minute 19 Tor um Tor gespielt wurde, wobei die Gastgeber immer wieder vorlegten. Beyfuß besorgte beim 7:8 die erste Hürther Führung, welche Bonstein und Reinhardt kurze Zeit später auf 8:10 ausbauten. Die 2-Tore Führung verteidigten die Hürther über 9:11, 10:12 und 11:13 bis zum 12:14 Halbzeitstand. Spätestens jetzt glaubten alle im HGV-Trikot daran, dass zwei Punkte möglich waren. Pulheim kam besser aus der Kabine und glich beim 14:14 aus, doch mal wieder Bonstein und Reinhardt hatten per Doppelschlag die passende Antwort parat. Wenige Augenblicke später parierte der starke HGV-Keeper Koep seinen zweiten Siebenmeter und Reinhardt legte das 14:17 obendrauf. Tore wurde nun langsam Mangelware und jeder einzelne Angriff wurde von Minute zu Minute bedeutsamer. Fast 5 Minuten viel kein Tor ehe Bonstein einen Siebenmeter zum 14:18 verwandelte (42.). Pulheim verkürzte durch Ehlert und Zank zum 16:18, doch der offensiv überragende Bonstein legte zwei seiner insgesamt 13(!) Treffer zum 16:20 nach, da war noch genau eine Viertelstunde zu spielen. Die Hornets versuchten es nun mit einer Manndeckung gegen Bonstein, was die Weißen zunächst etwas aus dem Tritt brachte. Pulheim nutze eine Überzahl aus um sich wieder heran zu kämpfen, ehe Schmitz aus dem rechten Rückraum den Ball ins linke Kreuzeck jagte und die knapp fünfminütige Torflaute der Hürther beendete (18:21, 50.). Die Atmosphäre wurde hitziger, aber selbst als die Hornets auf 20:21 verkürzten blieben die Hürther cool. Als Beyfuß beim Stand von 21:22 sechs Minuten vor Schluss seine zweite Zeitstrafe kassierte drohte das Spiel doch noch zu kippen. Inzwischen wurde auch Reinhardt kurz gedeckt, HGV-Coach Wassong brachte nach einem Time-Out Derakhshani, der die Pulheim Deckung in Zweikämpfe verwickeln sollte. Mit viel Kampf und Leidenschaft überstanden die Hürther die Unterzahl ohne Gegentreffer, konnten ihrerseits aber auch nicht für etwas Beruhigung sorgen. Weniger als zwei Minuten vor Spielende erkannte Simon Bonstein dann aber eine Situation und lief in einen Pass der Hornets und besorgte allein auf weiter Flur per Gegenstoß das 21:23. Pulheim nahm eine Auszeit und versuchte über den Kreis zum Erfolg zu kommen, Schoo und Eschrich lieferten sich einen Harten Zweikampf, der das Anspiel verhinderte. Hier hatten die Hürther etwas Matchglück, da die Situation nicht abgepfiffen wurde. Wassong nahm nun eine halbe Minute vor Ultimo seine letzte Auszeit und gab seinen Mannen mit nur etwas Zeit von der Uhr zu nehmen. Das gelang und so hatte das 21:23 auch nach 60 Minuten bestand. „Kompliment an meine Mannschaft, sie hat jederzeit daran geglaubt hier etwas zu holen und ist am Ende belohnt worden. Das waren heute zwei Bonuspunkte für den Klassenerhalt mit denen wir so nicht gerechnet haben.“, so ein glücklicher Coach Wassong nach dem Spiel. „Mit Alex hatten wir heute einen starken Torwart zwischen den Pfosten und Simons 13 Tore sprechen natürlich für sich!“, hatte Wassong auch noch ein Sonderlob für zwei seiner Akteure übrig. Am kommenden Wochenende empfangen die Hürther den Tabellenführer aus Wahn.

Spielfim: 2:1 (5.), 3:3 (10.), 5:5 (15.), 7:8 (20.), 10:12 (25.), 12:14 (HZ) – 14:16 (35.), 14:17 (40.), 16:20 (45.), 18:21 (50.), 21:22 (55.), 21:23 (ES)

Pulheim: Fastabend, Lankert; Bartsch (2), Ehlert (3/1), Schneppenheim (1), Lusch (3), Pendro (1), Zank (1), Schoo (6), Martellock (3/1), Koch (1)

Hürth-Gleuel: Koep; Wichterich, Fränzel, Zingsheim, Eschrich (1), Hübert, Beyfuß (2), Reinhardt (5), Derakhshani, Schmitz (2), Bonstein (13/1), Senter, Ingenerf

HGV Hürth-Gleuel – Dünnwalder TV 31:30 (18:15)

Den zweiten Sieg in Folge verbuchten die Hürther beim Heimspiel gegen den Landesligaabsteiger aus Dünnwald. In einer phasenweise hektischen und hitzigen Partie behielten die Gleueler im Schlussspurt die Nerven und konnten die beiden Punkte einfahren. In der Anfangsphase hatten die Gäste Vorteile und konnten immer wieder durch gutes Kreisläuferspiel oder Einzelaktion von Linkshänder Klein vorlegen. Dank eines 3:0-Laufs schafften es die Hürther allerdings dann selber die Führng zu übernehmen, da sie ihr fahriges Angriffsspiel aus den Anfangsminuten etwas abstellen konnten. Stattdessen schafften es die Hürther Reinhardt aus dem Rückraum in Position zu bringen oder Platz für die Kreisläufer bzw. Durchbrüche zu schaffen. Resultierten daraus Siebenmeter zeigte sich Ingenerf treffsicher von der Linie. Da aber auch der DTV immer wieder Akzente im Angriff setzen konnte entwickelte sich eine spannende erste Halbzeit in der es keiner Mannschafte gelang sich etwas abzusetzen. Erst durch einen Doppelschlag von Beyfuß erspielten sich die Gleueler kurz vor der Halbzeit eine 18:15 Pausenführung. Durch Treffer von Bonstein und Derakhshani legten die Hürther zu Beginn des zweiten Durchgangs beim 19:15 bzw. 20:16 auf vier vor verpassten es aber sich entscheidender abzusetzen. Dünnwald blieb dran und sorgte 13 Minuten vor Schluss, auch begünstigt durch Ingenerfs einzigen verworfenen Siebenmeter, beim 24:24 wieder für den Ausgleich. In der hart umkämpften Schlussphase legten die Hürther durch Bonstein, Reinhardt und Zingsheim per Gegenstoß auf 28:25 vor, aber es waren immer noch zehn Minuten auf der Uhr. Einige nicht ganz verständliche Pfiffe gegen die Hürther nutzen die Gäste dann aus um wieder aufzuschließen. In dieser Phase verhinderte HGV-Schlussmann Alex Koep mit einem gehaltenen Siebenmeter den Ausgleich zum 28:28, im Gegenzug markierte Bonstein das 29:27, Reinhardt setzte wenige Augenblicke das 30:27 oben drauf. Dieser musste dann aber eine sehr umstrittene Zeitstrafe hinnehmen, welche der letztjährige Landesligist nutzen konnte um sich wieder auf 30:29 heran zu robben. Doch mit viel Leidenschaft verteidigten die Gleueler ihren knappen Vorsprung, bis Reinhardt eine knappe halbe Minute vor Schluss den Deckel drauf machte. Kirchners Treffer zum 31:30 5 Sekunden vor der Sirene kam dann natürlich zu spät, sodass neben großer Freude über den Heimsieg auch eine große Portion Erleichterung dabei war. „Leider haben wir es über weite Strecken nicht geschafft defensiv so stabil zu stehen wie letzte Woche in Mülheim, dazu waren wir im Angriff oft viel zu hektisch und haben unnötige Fehler gemacht,, die man mit mehr Ruhe einfach vermeiden kann“, sah HGV-Trainer Wassong einiges an Verbesserungspotential, sagte aber auch: „Man muss uns aber als Aufsteiger mit einer jungen Truppe solche Schwankungen zugestehen, mit viel Kampf und Leidenschaft haben wir uns am Ende aber auch das Glück erarbeitet, dass du einfach auch brauchst um so ein umkämpftes Spiel zu gewinnen. Wir hatten in den richtigen Momenten eine Antwort parat.“ Mit nun 4:2 Punkten gehören die Hürther als aktueller Tabellenvierter einer sechsköpfigen Gruppe zwischen Platz 3 und 8 an. Eine schöne Momentaufnahme, mit der man die beiden kommenden Spiele gegen zwei der absoluten Topteams aus Pulheim und Wahn ganz ohne Druck angehen kann.

Spielfilm: 2:3 (5.), 8:6 (10.), 11:10 (15.), 13:12 (20.), 15:14 (25.), 18:15 (HZ) – 21:19 (35.), 23:21 (40.), 24:23 (45.), 27:25 (50.), 29:27 (55.), 31:30 (ES)

HGV Hürth-Gleuel: Koep; Holz; Fränzel, Zingsheim (1), Eschrich (1), Hübert (1), Beyfuß (2), Reinhardt (7), Derakhshani (1), Schreuer (2), Maus (2), Bonstein (5), Senter (1), Ingenerf (8/4)

Dünnwalder TV: Preiss, Kuhlwilm; Bathen (2), Sturm, Kind, Kirchner (4), Pezl, Klein (10/2), Heinen (3), Schulin (5), Babel (4/1), Brackhagen (2)

MTV Köln 3 – HGV Hürth-Gleuel 23:36 (9:15)

Am Ende sah man im Gleueler Lager ausnahmslos glückliche Gesichter. Gerade war das erste Auswärtsspiel der noch jungen Saison zu Ende gegangen, welches man nach einer bärenstarken Leistung auch in der Höhe verdient mit 36:23 für sich entscheiden konnte. Die Anfangsphase gestaltete sich noch ausgelichen, wobei man dem Hürther Offensivspiel die Rückkehr von Simon Bonstein deutlich anmerkte. Die ersten zwei Tore markierte er gleich selbst, setzte danach Senter zum 2:3 und Derakhshani in Szene, der einen Siebenmeter rausholte. Die Belohnung für den letzte Woche noch verletzten Spielmacher – Sonderbewachung. Das wiederrum schaffte natürlich Räume für den Rest, diese konnte man aber zunächst nicht so wirklich nutzen. Dieser Umstand fiel aber nicht weiter ins Gewicht, da die Gleueler im Defensivverbund aufmerksam agierten und schnell auf den Beinen waren. Die Gastgeber versuchten es überwiegend mit Durchbrüchen, rieben sich aber an der aggressiven Hürther Deckung auf und fanden zu keinen guten Torabschlüssen. HGV-Schlussmann Alex Koep veredelte die Leistung seiner Abwehr mit mehreren abgewehrten Bällen, darunter auch eine spektakuläre dreifach Parade, als seine Vorderleute bei zwei Abprallern schliefen. Der treffsichere Andreas Senter war mit vier Toren maßgeblich daran beteiligt eine erste Führung von drei Treffern zu erspielen. Marc Reinhardt, letzte Woche ebenfalls nicht dabei, markierte seinen ersten Treffer zum 8:12, ehe ein Hattrick von David Ingenerf bei nur noch einem Gegentor den 9:15 Pausenstand besorgte. Nach dem Wiederanpfiff sorgten die Hürther beim 10:18 durch Thore Hübert für klare Verhältnisse und als Lukas Wichterich sich per Tempogegenstoß aufmachte das 11:21 zu erzielen war 20 Minuten vor Ende bereits die Vorentscheidung gefallen. Im Anschluss spielte man Tor um Tor, Reinhardt und Ingenerf zeigten sich in der Phase bis zum 18:28 in Torlaune. Der MTV stellte zum Ende der Partie den Widerstand fast komplett ein, sodass die Hürther das Ergebnis noch durch einige Gegenstöße in die Höhe schrauben konnten. Den Schlusspunkt zum 36:23 setzte der eigentlich am Finger verletzte Leo Schmitz mit der Schlusssekunde, der Rest war Freude über die ersten beiden Punkte der Saison. „Hut ab vor dieser Leistung“, so ein glücklicher HGV-Coach Stefan Wassong, „unsere Abwehrarbeit inklusive Alex und Fares im Tor hat mich beeindruckt, dass war richtig gut, Robin Fränzel hat die Defensive toll organisiert,“ hatte Wassong auch ein Extralob für seinen Abwehrchef übrig. „Vorne hat uns natürlich die Rückkehr von Simon und Marc gut getan, da wir die Verantwortung auf noch mehr Schultern verteilen konnten,“ so Wassong weiter, „den Erfolg dürfen die Jungs jetzt auch genießen, aber dann muss der Fokus auch zügig wieder auf die nächste Aufgabe gerichtet werden.“

HGV MTV Köln 3: Schenkmann; Bott (1), Hamacher (3/2), Niggenaber (2), Schwitteck (1), Maspfuhl (1), Macheit (3), Schmitz, Pilgenröder (3), Lerho (4), Fussiy (1), Prass (3), Wolfram, Jung (1)

HGV Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui; Wichterich (1), Fränzel, Eschrich (1), Hübert (2), Beyfuß (3), Reinhardt (5), Derakhshani (1), Schmitz (1), Maus, Bonstein (5), Senter (7), Ingenerf (10/4)

HGV Hürth-Gleuel – PSV Köln II 19:20 (10:12)

Zum Auftakt der neuen Saison setzte es für die 1. Mannschaft des HGV eine Niederlage. Es war die Erste in einem Meisterschaftsspiel nach 25 Siegen und einem Unentschieden in der vorangegangenen Spielzeit. Und es ist umso ärgerlicher, da man den letztjährigen Vizemeister bis in die letzte Sekunde ins Wanken brachte – gefallen ist er jedoch nicht. Dabei sah es vom Start weg nicht sonderlich gut auf Hürther Seite aus. In der Offensive machte sich das Fehlen von Marc Reinhardt und Simon Bonstein schmerzlich bemerkbar, denn trotz aller Bemühungen blieben die Hürther Angreifer in den entscheidenden Situationen zu ängstlich. In der Abwehr agierte man allerdings sehr engagiert und bereitete den Gästen auch ein paar Probleme. Nach einer Viertelstunde stand es also erst 2:5 aus Hürther Sicht. Im Angriff lief es nun ein wenig besser, vor allem der eingewechselte Leon Derakhshani konnte sich im Laufe des ersten Durchganges mehrfach aus dem Rückraum in Szene setzen. Trotzdem mussten die Gastgeber abreißen lassen und sahen sich in Minute 24 einem 6:11 Rückstand entgegengesetzt. Es ging dann jedoch ein kleiner Ruck durch die Mannschaft. Maus per Siebenmeter, Senter, Ingenerf und Derakhshani verkürzten bis zur Pause bei nur einem Gegentreffer zum 10:12 Halbzeitstand, alles war wieder drin. Der PSV kam besser aus den Startlöchern und konnte nochmal auf 11:14 vorlegen, es folgte dann aber die beste Hürther Phase in der sie schließlich durch einen Doppelpack von Derakhshani zum 15:15 ausgleichen konnten, 18 Minuten waren da noch zu spielen. Der PSV vergab einen Siebenmeter und Senter verwandelte im Anschluss vom Kreis zum 17:16, spätestens hielt es auch den Letzten nicht mehr auf den Sitzen. Senter traf auch zum 18:17, dann kam aber der vermeidliche Knackpunkt der Partie – Dreimal hatten die Gleueler die Möglichkeit auf zwei vor zu gehen, verpassten diese Chance aber, auch durch einen vergebenen Siebenmeter. Es wurde wieder etwas zu hektisch im Hürther Angriff und die Gäste nutzen die Phase im Stile einer Spitzenmachaft eiskalt aus um gut zwei Minuten vor Schluss selber auf 18:20 vorzulegen. Schmitz konterte nochmal zum 19:20 und mit dem Mute der Verzweiflung gingen die Hürther in den letzten 30 Sekunden in die offene Manndeckung über – ein Missverständnis beim PSV brachte den Hürthern tatsächlich nochmal den Ball ein. Auszeit Gleuel, 15 Sekunden noch auf der Uhr. HGV-Coach Wassong brachte den 7. Feldspieler, hopp oder top hieß es jetzt also. Der Angriff wurde perfekt ausgespielt drei Sekunden vor Schluss bekam Jonathan Maus einen guten Wurf von Rechtsaußen – und scheiterte am Gäste-Keeper. Die Hürther standen mit leeren Händen da, trotzdem blieb die Erkenntnis das man in dieser Liga mitspielen kann. „Das Ende ist natürlich sehr bitter, aber so geht es manchmal. Jona hat die Verantwortung übernommen und es hat nicht geklappt. Das kann passieren.“, fand Wassong tröstende Worte für seinen Schützling. „auch wenn wir in der zweiten Halbzeit in Führung waren“, so die weitere Analyse, „hat uns die fehlende Angriffsleistung in den ersten 20 Minuten einen Punktgewinn gekostet. Klar haben uns Bonstein und Reinhardt gefehlt, aber wir haben gezeigt, dass wir auch ohne die beiden bestehen können. Das macht mir Mut für die kommenden Aufgaben.“

Spielfilm: 1:2 (5.), 2:5 (15.), 7:11 (25.) 10:12 (HZ) – 13:14 (40.), 16:16 (45.), 18:18 (55.), 19:20 (ES)

HGV Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui; Wichterich, Fränzel, Eschrich, Hübert, Beyfuß, Derakhshani (6), Schmitz (1), Maus (4/4), Senter (5), Ingenerf (3), Foerst

PSV Köln II: Schmidt; Giessmann, Naujoks (2), Busch (8/3), Clamann (1), Deutsch (2), Erk (2), Brünjes (3/2), Bodden, Eschholz (2), Leonhardt, Serries

Kreispokalturnier

Beim Kreispokalturnier am vergangenen Sonntag in Wahn schieden die Hürther nach zwei Niederlagen, im Grunde erwartungsgemäß, aus. Gegen den Gastgeber und Nordrheinligsten (4. Liga) Wahn I setzte es eine 40:16 Pleite und gegen den Landesligisten PSV Köln I zog man mit 27:25 den Kürzeren, obwohl man zur Pause noch mit 15:11 vorne lag. Dennoch gab es für HGV-Coach Stefan Wassong keinen Anlass zur Kritik: „Die Jungs haben das klasse gemacht, vor allem im ersten Spiel gegen Wahn. Ich habe ihnen gesagt, dass es vielleicht das einzige Mal sein wird, dass man gegen so eine klasse Mannschaft antreten kann. Also haben alle bis zur letzten Sekunden alles rausgehauen und versucht auch spielerische Akzente zu setzen.“  Mit einem erfolgreichen Kempa-Trick, den Beyfuß verwandelte, konnte man sogar das Highlight des Spiels setzen. Direkt im Anschluss musste man gegen den PSV ran und war im ersten Durchgang klar besser, was eine verdiente Führung zur Folge hatte. In einer ausgeglichenen zweiten Hälfte hatte der deutlich frischere Landesligist dann das bessere Ende für sich. „Nicht die Niederlage an sich ärgert mich, sondern die Art und Weise wie sie zu Stande kam. In der Schlussphase wurden alle 50:50-Situationen gegen uns ausgelegt, dass war natürlich sehr schade und haben die Jungs nach der couragierten Leistung in zwei Spielen hintereinander auch nicht verdient gehabt. Allerdings haben uns durch Verletzungen auch am Ende die Alternativen zum Wechseln, vor allem im Rückraum, gefehlt:“ Womit wir auch schon bei dem Punkt wären, der dem Hürther Übungsleiter mit Blick auf die am kommenden Samstag beginnende Meistschaft die Sorgenfalten ins Gesicht treibt. Simon Bonstein musste nach einem Zweikampf mit Davidson Idahosa von Wahn die Segel streichen. Der Verdacht auf eine schlimme Verletzung hat sich zum Glück nicht bestätigt, dennoch fällt er für das Wochenende defintiv aus. Darüber hinaus verletzte sich Robin Fränzel durch umknicken und Leo Schmitz hat eine Fingerverletzung mit nach Hause gebracht. Mehr Infos dazu im Vorberichtim Laufe der Woche. Für das Final Four in Nippes qualifizierte sich erwartungsgemäß Der TV Jahn-Wahn, der das entscheidende Spiel gegen den PSV locker mit 48:22 gewann, herzlichen Glückwunsch und beiden Mannschaft viel Erfolg in der kommenden Spielzeit.

 

Hürth-Gleuel – Wahn: Koep, Dejoui; Reinhardt (3), Derakhshani (3), Ingenerf (3), Beyfuß (2), Maus (2), Eschrich (1), Schreuer (1/1), Bonstein (1), Wichterich, Fränzel, Hübert, Schmitz für Hürth – Kierdorf, Rotscholl; Busche (7), Idahosa (7), Lange (5), Gerwe (4), Rus (3), Giacobbe (2), Senden (10/6), Surlemont (1), Pohl (1), Branding für Wahn

 

Hürth-Gleuel – PSV Köln: Koep, Dejoui; Schreuer (6/2), Maus (5), Reinhardt (4), Senter (3), Ingenerf (3), Beyfuß (2), Wichterich (1), Schmitz (1), Eschrich, Hübert, Foerst für Hürth – Rosar, Hillesheim; Teroerde (7/1), Busch (4), Micallef (2), Gerstmayer (10/3), Kah (1), Dobslaw (1), Bruenjes (1), Freyburger (1), Giessmann, Serries, Arntz für PSV Köln