Einen deutlichen Sieg gab es für die 1. Herren des HGV zum Abschluss der Saison 26/27. Gegen die im Gegensatz zum Hinspiel stark ersatzgeschwächten Gäste übernahmen die Hürther von Beginn an die Kontrolle und führten früh sehr deutlich. Dabei ließ man sogar noch einige Tempogegenstöße ungenutzt und musste sich fast schon ein bisschen ärgern, dass man nicht noch höher führte. Zur Pause war beim 21:8 natürlich schon alles entschieden und so ging es nur noch darum allen Spielern ausreichend Spielzeit zu geben, zumal die zweite Halbzeit ähnlich verlief wie die Erste. Auch hier vergab man am Ende doch den ein oder anderen Gegenstoß zu viel und kam am Ende „nur“ auf 41 Treffer. Mit diesem Sieg schraubten die Gleueler ihr Punktekonto auf 40:12, 20 Siege und ein Torverhältnis von +188 sind für einen Aufsteiger absolut sehenswert und werden aller Voraussicht dafür reichen den zweiten Aufstieg in Serie zu schaffen und damit seit der Saison 18/19 wieder in der höchsten Spielklasse des HK Köln/Rheinberg anzutreten.

 

Im letzten Auswärtsspiel der Saison fuhren die Hürther einen deutlichen, aber über 60 Minuten gesehen eher mühevollen Auswärtssieg ein. Insbesondere die Anfangsphase erwies sich als äußerst zähes Unterfangen. Zwar stand man defensiv recht stabil und die wenigen guten Chancen der Gastgeber nahm Matthias Raczek im Tor allesamt weg.

Allerdings kamen die Hürther im Angriff so gar nicht in die Gänge und agierten fahrig und unkonzentriert. So waren Tore wenig überraschend Mangelware und bis zur ersten Auszeit der Fortuna nach fast 14 Minuten stand es „nur“ 5:0 für den HGV. Im Anschluss daran kamen die Gastgeber besser ins Spiel und konnte auch im Angriff Akzente setzen. Trotzdem blieb es für Verfechter des schönen Offensivspiels eine absolut unansehnliche Partie und so richtig zufrieden ging niemand beim 7:10 in die Kabinen. Da raus kamen die Hürther aber definitiv verbessert, denn wieder kassierte man minutenlang kein Gegentor, war nun aber deutlich effektiver im eigenen Abschluss. Binnen 10 Minuten legten die Hürther einen 6:0-Lauf hin, den sie in wenigen Minuten erst in einen insgesamt 9:1-Lauf umwandelten und in Minute 44 zweistellig führten (8:18) und schließlich beim 9:22 die höchste Führung erzielt hatten (52.).


So konnte man im Hürther Lager zumindest mit der zweiten Halbzeit etwas zufriedener sein, wohlwissend das man im letzten Heimspiel der Saison am kommenden Samstag vor allem offensiv besser spielen muss um einen richtig guten Abschluss einer tollen Saison feiern zu können.

 

Zwei Punkte, die unter die Kategorie „Arbeitssieg“ fallen fuhren die Hürther im Heimspiel gegen Wahn ein. Denn vor allem der Start ging gegen die dezimierten Gäste völlig in Hose. Man lag zügig 0:3 zurück und lief diesen drei Toren auch für die nächsten 10 Minuten hinterher, bevor dann aber ein 4:0 Lauf der Hürther das Ergebnis auf den Kopf stellte.


Bis zur Pause entwickelte sich weiter aber ein Spiel auf Augenhöhe, ehe die Gastgeber einen knappe 16:14 Führung in die Kabine nehmen konnte. Man vermisste auf Seiten der Hürther irgendwie die letzte Konsequenz auf beiden Seiten des Spielfeldes, obwohl man nicht nur personell die bessere Mannschaft war.

Nach der Pause setzte sich die Entwicklung aus dem ersten Durchgang erstmal fort, Gleuel hielt die eigene Führung konstant bei 3-4 Toren, ohne entscheidend davonzukommen oder noch mal in Gefahr zu geraten. Erst nach Anbruch der Schlussviertelstunde schlug sich die Hürther Überlegenheit auch im Ergebnis wieder, die personell geschwächten Gäste mussten nun ihren wenigen Wechselmöglichkeiten Tribut zollen. Von 25:20 setzte sich der HGV binnen weniger Augenblicke auf vorentscheidend auf 29:20 ab und verwalteten den Vorsprung ohne Probleme bis zur Schlusssirene.
Die Wahner sind mit der Niederlage nach dem FSV Köln der zweite Absteiger dieser Saison, da das rettende Ufer in den letzten beiden Spielen nicht mehr erreicht werden kann. Die Hürther hingegen untermauerten ihre Position 3 und gehen hoffentlich mit Schwung in die letzten beiden Spieltage.

 

Ein hauchdünnen Auswärtserfolg brachten die Hürther vergangenen Samstag aus Nippes nach Hause. Somit gelang auch die Revanche für die 26:28 Hinspielniederlage. Und in Halbzeit eins sah es auch so aus könnten die Hürther ein absolut zufriedenstellendes Auswärtsspiel auf die Platte legen. Man hielt sich konsequent und diszipliniert an die getroffenen Absprachen und den vorgegebenen Matchplan. So war es nicht überraschend, dass die Hürther früh bereits einen kleineren Vorsprung herausgeworfen hatten (3:6, 8. Minute). Diesen hielt man auch konstant bis ins letzte Drittel der ersten Halbzeit, ehe man nochmal eine Schippe zulegen konnte und die Führung sogar bis auf 7:13 ausbaute (26.).

Die Seiten wurden schließlich mit einer recht komfortablen, aber vollkommen verdienten 15:10-Führung aus Hürther Sicht gewechselt. Die zweite Halbzeit zeigte dann jedoch ein anderes Bild, auch wenn die Hürther ihren Vorsprung zunächst einmal halten konnten und nach knapp 37 Minuten immer noch mit 18:13 führten. Im Anschluss aber verloren die Hürther ihren Faden aus dem ersten Durchgang und agierten nicht mehr so strukturiert und zielstrebig. Nippes witterte nun Morgenluft und hatte bis zum Anbruch der Schlussviertelstunde wieder den Anschluss hergestellt (19:20, 44.) und kurze Zeit später beim 21:21 tatsächlich ausgeglichen, das Spiel war wieder völlig offen. Es begann nun ein wildes hin und her, bei dem Hürther immer 1-2 Tore vorlegten, Nippes aber zweimal noch ausgleichen konnte (23:23 und 24:24). Die letzten vier Minuten vermochte keine Mannschaft mehr ein Tor aus dem Spiel heraus zu erzielen und es war am Ende Routinier Jochen Schreuer vorbehalten knappe 120 Sekunden vor Ultimo mit seinem fünften Siebenmeter den schon entscheidenden Treffer zum 24:25 zu markieren. Mit diesem Sieg haben die Hürther mit Blick auf das Restprogramm einen großen Schritt richtig Platz 3 und einem eventuellen Aufstieg gemacht.

Mit dem Heimsieg gegen den PSV III haben die Gleueler den nächsten Konkurrenten im Rennen um Platz 3 etwas distanziert. Nach dem über weite Strecken souveränen Erfolg sah es in der ersten Viertelstunde allerdings nicht aus. Insbesondere die Hürther ließen einige hochkarätige Chance aus und verpassten es früh sich abzusetzen. Defensiv hielt man die Angriffsbemühungen der Gäste aber überwiegend in Schach so das es recht torarm zur Sache ging. Über einen 3:5 Rückstand stand es bei einer Auszeit der Gäste nach nicht ganz 15 Minuten erst 5:5. Im Anschluss daran zeigten sich die Hürther nun aber effektiver im Abschluss und konnten recht zügig dank eines 5:0-Laufs von 6:6 auf 11:6 stellen (22.).

Die Halbzeitpause kam den Gästen nun gerade Recht, denn sie stoppte den guten Flow der Hürther die den Vorsprung bis dahin sogar auf +7 ausbauen konnten. Doch auch nach der Pause lieferten die HGV’ler zunächst ab und hatten nach nicht ganz 40 gespielten Minuten eine zweistellige Führung herausgeworfen. Diese hielt bei weiteren Treffern hüben wie drüben bis zum 29:19 (54.) Bestand. Man musste nun aber schon feststellen, dass der Hürther Abwehrverbund inklusive der Torhüter nur noch das Nötigste tat und als in den Schlussminuten auch die Disziplin in der Offensive für das ein oder Sperenzchen Platz machen musste erlaubte man den Gästen vollkommen unnötige Ergebniskorrektur und man gewann am Ende „nur“ mit 31:25.

 

 

Die 17 kassierten Gegentore im zweiten Durchgang sollten den Hürthern zu denken geben und die bereits angesprochenen Dinge wurden auch von HGV-Coach Andreas Imhoff nach Spiel auch klar angesprochen, damit man sich gegen Nippes solche Phasen nicht erlaubt.