Wenn nicht jetzt, wann dann….

Kreispokalturnier

Beim Kreispokalturnier am vergangenen Sonntag in Wahn schieden die Hürther nach zwei Niederlagen, im Grunde erwartungsgemäß, aus. Gegen den Gastgeber und Nordrheinligsten (4. Liga) Wahn I setzte es eine 40:16 Pleite und gegen den Landesligisten PSV Köln I zog man mit 27:25 den Kürzeren, obwohl man zur Pause noch mit 15:11 vorne lag. Dennoch gab es für HGV-Coach Stefan Wassong keinen Anlass zur Kritik: „Die Jungs haben das klasse gemacht, vor allem im ersten Spiel gegen Wahn. Ich habe ihnen gesagt, dass es vielleicht das einzige Mal sein wird, dass man gegen so eine klasse Mannschaft antreten kann. Also haben alle bis zur letzten Sekunden alles rausgehauen und versucht auch spielerische Akzente zu setzen.“  Mit einem erfolgreichen Kempa-Trick, den Beyfuß verwandelte, konnte man sogar das Highlight des Spiels setzen. Direkt im Anschluss musste man gegen den PSV ran und war im ersten Durchgang klar besser, was eine verdiente Führung zur Folge hatte. In einer ausgeglichenen zweiten Hälfte hatte der deutlich frischere Landesligist dann das bessere Ende für sich. „Nicht die Niederlage an sich ärgert mich, sondern die Art und Weise wie sie zu Stande kam. In der Schlussphase wurden alle 50:50-Situationen gegen uns ausgelegt, dass war natürlich sehr schade und haben die Jungs nach der couragierten Leistung in zwei Spielen hintereinander auch nicht verdient gehabt. Allerdings haben uns durch Verletzungen auch am Ende die Alternativen zum Wechseln, vor allem im Rückraum, gefehlt:“ Womit wir auch schon bei dem Punkt wären, der dem Hürther Übungsleiter mit Blick auf die am kommenden Samstag beginnende Meistschaft die Sorgenfalten ins Gesicht treibt. Simon Bonstein musste nach einem Zweikampf mit Davidson Idahosa von Wahn die Segel streichen. Der Verdacht auf eine schlimme Verletzung hat sich zum Glück nicht bestätigt, dennoch fällt er für das Wochenende defintiv aus. Darüber hinaus verletzte sich Robin Fränzel durch umknicken und Leo Schmitz hat eine Fingerverletzung mit nach Hause gebracht. Mehr Infos dazu im Vorberichtim Laufe der Woche. Für das Final Four in Nippes qualifizierte sich erwartungsgemäß Der TV Jahn-Wahn, der das entscheidende Spiel gegen den PSV locker mit 48:22 gewann, herzlichen Glückwunsch und beiden Mannschaft viel Erfolg in der kommenden Spielzeit.

 

Hürth-Gleuel – Wahn: Koep, Dejoui; Reinhardt (3), Derakhshani (3), Ingenerf (3), Beyfuß (2), Maus (2), Eschrich (1), Schreuer (1/1), Bonstein (1), Wichterich, Fränzel, Hübert, Schmitz für Hürth – Kierdorf, Rotscholl; Busche (7), Idahosa (7), Lange (5), Gerwe (4), Rus (3), Giacobbe (2), Senden (10/6), Surlemont (1), Pohl (1), Branding für Wahn

 

Hürth-Gleuel – PSV Köln: Koep, Dejoui; Schreuer (6/2), Maus (5), Reinhardt (4), Senter (3), Ingenerf (3), Beyfuß (2), Wichterich (1), Schmitz (1), Eschrich, Hübert, Foerst für Hürth – Rosar, Hillesheim; Teroerde (7/1), Busch (4), Micallef (2), Gerstmayer (10/3), Kah (1), Dobslaw (1), Bruenjes (1), Freyburger (1), Giessmann, Serries, Arntz für PSV Köln

+++ Neuzugang 1. Herren +++

Der bislang einzige externe Neuzugang der ersten Herren ist ein alter Bekannter. Zurück in Hürth ist Raphael Eschrich, der aus Berlin zurück an die Sudetenstraße kommt. Die Rückkehr des 21-jährigen kommt zugegebenermaßen etwas überraschend, war für die Planungen von HGV-Coach Stefan Wassong aber ein echter Glücksgriff. „Wenn wir zahlenmäßig eine Problemposition hatten, waren es die Kreisläufer. Dort mit einem Rückraumspieler zu agieren wenn Senter eine Pause braucht war nicht optimal. Jetzt bekommen wir aber richtig Qualität dazu!“, freut sich der Hürther Übungsleiter auf seinen „Neuen“. Eschrich war beim HGV in der Jugend aktiv und spielte nach einer kurzen Pause in der damaligen A-Jugend. Als 97er-Jahrgang verpasste er aus Altersgründen dann aber die Oberliga-Saison und ging studienbedingt nach Berlin. Dort ging er für den SC Charlottenburg auf Torejagd, ist also handballerisch in Form. Das wird helfen ihn als Spieler zu integrieren, menschlich wird es keine Probleme geben, da Eschrich viele der Jungs und auch das Umfeld kennt. Und auch er selber freut sich auf seine neue Aufgabe: „Ich freue mich tierisch auf die Jungs und die neue Saison. Ich hoffe ich kann mich schnell einbringen damit wir als Aufsteiger eine gute Rolle in der Kreisliga spielen können.“ Eschrich wird zum 16er Kader gehören, den das Trainerteam im Laufe der Woche festlegen wird.

Spielbericht 1. Herren: HGV Hürth-Gleuel – Polizei SV Köln 3 35:33 (17:13)

Am letzten Spieltag der Saison hatten die Hürther die dritte Mannschaft des PSV Köln zu Gast. Die Gleueler hatten noch das Ziel die Saison ohne Niederlage abzuschließen, aber so richtig kam man an diesem Sonntagvormittag nicht in die Gänge. Ob es an der ungewohnten Anwurfzeit lag oder einfach am letzten Spieltag generell, die Gleueler hatten arge Probleme ins Spiel zu kommen. Da aber auch die Gäste ein wenig Anlaufzeit benötigten stand es nach 10 Minuten 5:4 pro Hürth. Im Anschluss schafften es die Hürther sich besser auf die 5:1-Deckung der Gäste einzustellen und setzten sich leicht auf 8:5 ab. Diesen Vorsprung hielten die Gleueler bis in die Pause, weil sie vorne besser wie gesagt besser parat kamen und hinten aber stellenweise Lücken aufwiesen, Probleme machte insbesondere der kleine, aber wieselflinke Mittelmann des PSV. Dieser setzte immer wieder gut seine Nebenleute ein, die dann zum Torerfolg kamen. Seine Kreise galt es also im zweiten Durchgang einzuengen. Das klappte in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit gut, sodass sich Hausherren bis zur Schlussviertelstunde über 25:19 auf 29:23 absetzen konnten, alles sah nach einem weiteren Erfolg aus. Der PSV dachte aber beileibe nicht daran die Flinte ins Korn zu werfen und machte sich die nun auftretenden Nachlässigkeiten der Gleueler zu Nutze. Und ehe man sich versah waren die Gäste beim 30:28 längst wieder im Spiel und hatten das Momentum auf Ihrer Seite. Doch im richtigen Moment waren die Hausherren wieder zur Stelle und ließen den Ausgleich oder gar eine Gäste-Führung nicht mehr zu. Mit einem Kraftakt in den letzten Minuten verteidigten die Gleueler ihre Führung bis Martin Beyfuß beim 35:32 nicht nur das letzte Saisontor erzielte, sondern auch die Entscheidung besorgte. Somit haben es die Hürther tatsächlich geschafft in der Saison kein einziges Spiel zu verlieren. „ Toll, dass wir das wirklich geschafft haben. Ich hätte mir zum Abschluss ein etwas entspannteres Spiel gewünscht, aber der PSV hat unsere Nachlässigkeiten konsequent ausgenutzt. So haben die Zuschauer aber noch ein torreiches Spiel zu sehen bekommen“, so HGV-Coach Stefan Wassong nach der Partie. „Es muss aber allen klar sein, dass wir zur neuen Saison eine Menge Arbeit vor uns haben!“ An dieser Stelle möchte die erste Herren sich bei den vielen Zuschauern bedanken, die die Jungs auch bei am Ende gesperrter Tribüne zahlreich und lautstark unterstützt haben! Außerdem beim Vorstand, insbesondere bei Frank Fiedler, der die Mannschaft in allen organisatorischen Dingen beraten und unterstützt hat! Wir hoffen, wir können auch in der neuen Spielzeit auf euch zählen.

Spielfilm: 2:2 (5.), 8:5 (15.), 14:11 (25.), 17:13 (HZ) – 25:19 (40.), 28:23 (45.), 30:28 (50.), 35:33 (ES)

HGV Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui; Wichterich (4), Fränzel, Zingsheim, Beyfuß (3), Reinhardt (4), Derakhshani (5), Schreuer (2/1), Bonstein (10), Senter (1), Ingenerf (4), Foerst (2)

Vorbericht 1. Herren: HGV Hürth-Gleuel – Polizei SV Köln 3 (Hinspiel 29:22)

Am morgigen Sonntag um 11 Uhr tritt die erste Herren zu ihrem vorerst letzten Spiel in der 1. Kreisklasse an. Die ungewohnte Anwurfzeit hängt mit der Regelung zusammen, dass am letzten Spieltag alle Partien zeitgleich stattfinden müssen. Zu Gast ist die dritte Mannschaft des PSV Köln die bereits länger im gesicherten Mittelfeld steht und die Saison auch dort beenden wird. Für beide Mannschaften geht es also eigentlich um nichts mehr, die Gleueler haben aber durchaus Ambitionen die magische 50-Punkte Marke zu knacken und die Saison ohne eine einzige Niederlage abzuschließen. Im Hinspiel tat man sich offensiv zunächst schwer konnte sich aber über 60 Minuten auf die Defensive verlassen. Daran will man auch im letzten Spiel anknüpfen um die Spielzeit positiv zu beenden. Im Vergleich zur Vorwoche sieht es mit der Rückkehr von Dejoui, Beyfuß, Reinhardt und Derakhshani auch personell wieder besser aus, so dass nicht man auf Hilfe aus anderen Mannschaften angewiesen ist. Lediglich für den privat verhinderten Leo Schmitz ist die Saison bereits gelaufen. Anwurf ist wie gesagt um 11 Uhr am ASG, anschließend freut sich die Mannschaft darauf mit vielen Zuschauern die Spielzeit im Milagro in Gleuel nochmal Revue passieren zu lassen.

Aufstellung : Koep, Dejoui; Wichterich, Fränzel, Zingsheim, Beyfuß, Reinhardt, Derakhshani, Schreuer, Bonstein, Senter, Ingernerf, Foerst

Spielbericht 1. Herren: HGV Hürth-Gleuel – HSG Refrath/Hand 3 29:22 (16:10)

Einen am Ende souveränen Sieg feierten am vergangenen Samstag die erste Herren des HGV im vorletzten Saisonspiel gegen die dritte Mannschaft der HSG Refrath/Hand. Unter der Woche hatten die Hürther mit großen Personalproblemen zu kämpfen, neben den bekannten Ausfällen von Beyfuß, Reinhardt, Dejoui und Derakhshani, hatten Senter, Foerst und Fränzel mit Verletzungen zu kämpfen. Alle drei meldeten sich aber einsatzbereit, wobei aufgrund des Spielverlaufs aber darauf verzichtet wurde den am Knie verletzten Foerst einem unnötigen Risiko auszusetzen. Unterstützung erhielt die Mannschaft von Jonas Dunkel und Dirk Kügler, was eine Kaderstärker von dann doch 12 Spielern bedeutete. Auf abtasten verzichteten beide Teams von Beginn an. Nicht mal eine Minute war um, da stand es bereits 2:1, das Tempo wurde aber nicht gehalten, bis zum 5:4 in Minute zehn legten die Gleueler im wieder vor. Dann erspielten sich die Hürther, dank eines Doppelschlags von Bonstein eine erste vier Tore-Führung, Die Gästen nahmen nach einer knappen Viertelstunde eine Auszeit. Nach dieser sah sich der in der Anfangsphase sehr agile Bonstein einer direkten Manndeckung gegenüber, die sich automatisch bietenden Freiräume nutzen insbesondere Schmitz und Ingenerf auf den Halbpostionen aber oft geschickt aus und hielten den Vorsprung bei 4-5 Toren. Die Gäste gaben die Einzelmanndeckung auf und versuchten es mit einer 5:1-Deckung, aber auch das brachte die Gleueler nicht aus dem Konzept. Geduldig spielte man bis zur Chance und brachte eine sechs Tore-Führung in die Halbzeitpause. Der zweite Durchgang verlief zunächst relativ ereignislos, die Hürther verwalteten ihre Führung konzentriert bis in die Schlussviertelsunde. Refrath nahm nochmal eine Auszeit und das zeigte Wirkung bei den Hürthern. Die Gastgeber waren sich anscheinend zu sicher und ließen alles vermissen. Maly, Welling und Heimann brachten die Gäste binnen weniger Augenblicke von 23:15 auf 23:18 heran, HGV-Coach Wassong zog sofort die Notbremse und richtete ein paar eindringliche Worte an seine Mannschaft. Das half, denn die Gleueler besannen sich wieder darauf das Spiel seriös zu Ende zu spielen. Beim 26:19 durch Ingenerf war die Partie entschieden (53.), das Spiel lief dann ohne weitere Höhepunkte aus. „Bis auf die kurze Phase in der zweiten Halbzeit bin ich sehr zufrieden mit meinen Jungs und froh, dass wir Tim (Foerst) keinem Risiko aussetzen mussten. Leo und David mussten heute viel Verantwortung auf den Halbpositionen übernehmen und haben das richtig gut gemacht, für unsere „Aushilfen“ Jonas und Dirk freut es mich einfach, dass sie sich in Szene setzen konnten. Jetzt freuen wir uns auf das letzte Saisonspiel und einen schönen Abschluss.“, so HGV-Coach Stefan Wassong im Anschluss an die Partie.
 
Spielfilm: 5:4 (10.), 8:4 (15.), 14:9 (25.), 16:10 (HZ) – 21:14 (40.), 23:18 (50.), 27:20 (55.), 29:22 (ES)
 
HGV Hürth-Gleuel: Koep; Wichterich (3), Fränzel (1), Zingsheim (2), Dunkel, Kügler (1), Schmitz (2), Schreuer (3/2), Bonstein (8), Senter (1), Ingenerf (8/2), Foerst (n.e.)
 
HSG Refrath/Hand 3: Bauchrowitz; Heimann (3), Bacher, Bogdan (2), Maly (7/4), Rouenhoff, Graf, Götze, Welling (4), Schröder (6)
 

Vorbericht 1. Herren: HGV Hürth-Gleuel – HSG Refrath/Hand 3 (Hinspiel 27:24)

Eigentlich hatte sich das Gleueler Trainergespann Wassong/Ingenerf darauf gefreut die Saison mit zwei Heimspielen abzuschließen, denn es Bestand durchaus die gute Möglichkeit die Saison tatsächlich ohne eine einzige Niederlageabzuschließen. Nun aber ist die Personaldecke der Hürther auf fast ein Minimum geschrumpft, was dem ganzen Unterfangen für die Partie gegen Refrath 3 am morgigen Samstagabend einen ordentlichen Riegel vorschiebt den es zu entfernen gilt. Mit Dejoui (Arbeit), Beyfuß, Reinhardt (beide Urlaub) und Derakhshani (privat) fallen 4 Stammspieler definitiv aus. Dazu gesellen sich mit Senter (Ellenbogen), Foerst (Knie) und Fränzel (Schnittverletzung an der Hand) drei Spieler die, wenn überhaupt, angeschlagen in die Partie gehen. Somit bleiben nur sieben Aufrechte übrig.  Mit Dirk Kügler und Florian Röttgen, die nach ihrem eigenen Spiel mit der Zweiten dazu stoßen sowie Jonas Dunkel hat sich aber Unterstützung angekündigt. So wird sich zeigen wie ein leicht zusammengewürfelter Gleueler Haufen sich präsentieren wird. Mut macht die Tatsache, dass man schon 2-3 Spiele in dieser Spielzeit hatte, wo es personell auch nicht rosig aussah, die man aber siegreich gestalten konnte. Im Hinspiel lieferten sich beide Mannschaften ein Spiel auf Augenhöhre, welches die Hürther am Ende knapp für sich entscheiden konnten. Refrath punktet vor allem mit einem extrem ausgeglichenen Kader in dem ähnlich wie beim HGV jeder gefährlich und für Tore gut ist. Deswegen werden ist die Mannschaft von Coach Darius Esna-Ashari, ungeachtet des 8. Tabellenplatzes, ein richtiger Prüfstein für die ersatzgeschwächten Hürther. Dennoch, oder vielleicht auch gerade deswegen, soll die Serie halten. Anwurf ist um 19:30h am ASG

Aufstellung: Koep; Wichterich, Fränzel, Zingsheim, Schmitz, Schreuer, Bonstein, Senter, Ingenerf, Foerst, (Kügler), (Röttgen), (Dunkel)

Spielbericht 1. Herren: HSG Brühl-Wesseling – HGV Hürth-Gleuel 13:26 (7:11)

Trotz einer im ersten Durchgang schwachen Leistung kamen die Gleueler zu einem letzlich kalren Erfolg bei der HSG Brühl-Wesseling, die damit aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber Kerpen und Königsdorf auf den ominösen 12. Tabellenplatz rutscht und damit zwei Spieltage vor Schluss auf einem Abstiegsplatz steht. Die Gäste aus Hürth waren trotz eindringlicher Worte vorher an diesem Sonntagnachmittag sogar nicht bei der Sache. Da sich aber auch bei den Gastgebern das Fehlen ihres Toptorschützen von Beginn an deutlich bemerkbar machte war die Anfangsphase der Partie zäh wie Kaugummi. Erst nach zweieinhalb Minuten erzielte Martin Beyfuß per Tempogegenstoß den ersten Treffer, besser wurde das Spiel in der Folge nicht. Der HGV fand überhaupt keine Einstellung in der Deckung, jeder war mit sich selber beschäftigt, Kommunikation gleich 0. Im Angriff lief es etwas besser, aber so richtig rund dann wiederum auch nicht. Erst nach 13 gesoielten Minuten hatte man beim Treffer von Bonstein zum 4:7 erstmals den Eindruck, dass die Mannschaft die Lethargie aus den Kleidern schütteln kann. Es wurde leicht besser, was auch mit dem Wechsel von Robin Fränzel zu tun hatte. Er wechselte ab diesem Zeitpunkt Abwehr/Angriff mit Bonstein und plötzlich war so etwas wie Stimmung in der Deckung vorhanden. Die HSG kam nochmal auf 6:7 heran, wenige Minuten und eine Gleueler Auszeit später stand es aber wieder 6:9, die Führung retteten die Gleueler durch Reinhardt und Bonstein wenige Sekunden vor der Sirene in die Kabine. Der zweite Durchgang begann dann auf Hürther Seite deutlich besser als die gesamte erste Halbzeit. Doppelschläge von Schreuer und Zingsheim sorgten nach nicht mal fünf gespielten Minuten für eine deutliche 7:15 Führung, was schon quasi die Vorentscheidung war. Der neue Innenblock Fränzel/Wichterich ließ kaum noch etwas zu und den Gastgebern gingen merklich die Ideen und auch die Luft aus. Die Gäste aus Hürth kamen nun vermehrt in den Gegenstoß und konnten die Vorsprung bis zur 45. Minuten erstmal nur halten, dann aber sogar noch ausbauen. Über 12:20 schraubte Wichterich beim 12:22 die Führung erstmals in den zweistelligen Bereich, vier weitere Treffer durch Wichterich, Reinhardt, Beyfuß und Ingenerf zum 12:26 (57.) folgten. Am Ende stand es dann 13:26 für Hürth, was den 13. Auswärtserfolg im 13. Spiel bedeutete. HGV-Coach Stefan Wassong war jedoch nicht so zufrieden: „Das war unsere schlechteste Saisonleistung, gerade Halbzeit eins war sehr enttäuschend. Da erwarte ich von meiner Mannschaft viel mehr. Grundsätzlich müssen wir uns über unser Defensivverhalten in Sachen Kommunikation Gedanken machen, das werden wir aber alle gemeinsam erarbeiten. Der Angriff war soweit in Ordnung.“

Spielfilm 1:2 (5.), 6:7 (15.), 6:9 (25.), 7:11 (HZ) – 9:15 (40.), 11:18 (45.), 12:24 (55.), 13:26 (ES)

HGV Hürth-Gleuel: Koep; Wichterich (4), Fränzel, Zingsheim (3), Beyfuß (2), Reinhardt (5), Derakshani, Schmitz (1), Schreuer (4/3), Bonstein (5), Senter, Ingenerf (2), Foerst

HSG Brühl-Wesseling: Wodak, Reinhard; Marek (1), Lücke (1), Janas, Keskin, Paul (5), Engels (1), Rebschloe, Willrodt (1), Schulz (1), Neubauer (2/1), Schmitt (1/1), Mauer

Vorbericht: HSG Brühl/Wesseling – HGV Hürth-Gleuel (Hinspiel 16:32)

Zum letzten Mal auswärts ran müssen die Hürther am kommenden Sonntag bei der Partie gegen die HSG Brühl/Wesseling. Dort haben sie die Möglichkeit das 13. von 13 Spielen in fremder Halle zu gewinnen, was auch das erklärte Ziel sein soll. Dabei wird es Ihnen die, bei drei möglichen Absteigern, stark abstiegsgefährdete Spielgemeinschaft nicht leicht machen wollen. Zwar konnte die HSG letzte Woche zwei Big Points im Abstiegsgipfel gegen Kerpen sammeln und steht nun mit 18 Punkten zwei  Zähler vor dem ominösen zwölften Tabellenplatz, hat aber von allen vier Teams im Abstiegssog (Kerpen, Brü/We, Königsdorf  2 und mit Abstrichen MTV 4) das schlechteste Torverhältnis. Also werden die Gastgeber alles daran setzen den Gleuelern ordentlich Paroli zu bieten. Für die Hürther wird es darauf ankommen wieder eine seriöse Leistung zu bringen, doch trotz des feststehenden Aufstiegs inklusive Meisterschaft hat man den Eindruck, dass die Mannschaft weiter punkten will. Zumal man sich nicht vorwerfen lassen möchte in irgendeiner Art und Weise wettbewerbsverzerrend in den Abstiegskampf eingegriffen zu haben. Daher stehen für Sonntag auch alle Spieler bereit, außer Torhüter Fares Dejoui, der beruflich verhindert ist. Als zweiter Mann zwischen den Pfosten stünde für den Notfall Marcel Holz bereit. Die Schlossstädter verfügen über einen wurfgewaltigen Halblinken, den man im Hinspiel aber gut im Griff hatte, der Rest bestand überwiegend aus wendigen und schnellen Spielern, die versuchen werden in den Nahwurfbereich zukommen. Steht die Gleueler Defensive so kompakt wie in den letzten Partien, muss die Konsequenz daraus lauten über die erste und zweite Welle zu einfachen Toren zu kommen. Gepaart mit der eigenen Offensivpower im gebundenen Spiel soll das Spiel schnell in die richtige laufen. Anwurf ist am Sonntag um 14 Uhr in der Halle an der Römerstraße in Brühl. Vorher, ab 12 Uhr, treten die zweiten Mannschaften beider Vereine gegeneinander an. Die Mannschaft freut sich auf tatkräftige Unterstützung von den Rängen!

Aufstellung: Koep, (Holz); Wichterich, Fränzel, Zingsheim, Beyfuß, Reinhardt, Derakhshani, Schmitz, Schreuer, Bonstein, Senter, Ingenerf, Foerst

Spielbericht 1. Herren: HGV Hürth-Gleuel – 1. FC Köln 28:22 (14:9)

Dank einer insgesamt guten Leistung fuhren die Gleueler einen weiteren Sieg in dieser Saison ein und wiesen dabei die stark einzuschätzende Mannschaft des 1. FC Köln mit 28:22 in die Schranken. Leon Derakhshani machte sich zwar mit warm, stand nach überstandener Grippe aber nur im Notfall zur Verfügung. Die Hausherren kamen gut aus den Startblöcken, die Abwehr war von Beginn an aufmerksam und vorne brauchte insbesondere Marc Reinhardt wenig Anlaufzeit. Dank geduldigen und gut vorbereiteten Angriffen legten die Gleueler auf 6:2, die Hälfte der Treffer erzielte Reinhardt. Dabei leisteten sich die Gleueler aber auch den Luxus ihre ersten beiden Siebenmeter zu vergeben, was aber erstmal nicht weiter ins Gewicht fiel. Gestützt auf die weiterhin stabile Defensive mit einem stark aufgelegten Alex Koep im Tor schraubten die Gastgeber das Ergebnis auf 9:3 und machten sich dabei einige Überzahlsituationen zu Nutze, da die Kölner im ersten Durchgang meist einen Schritt zu spät waren und die Gleueler Angreifer nur durch Foulspiel stoppen konnten, ohne dabei aber überhart zu agieren. Ihren erspielten Vorsprung verteidigten die Hürther über 12:6 und 13:7 bis zum 14:9 zur Pause. Nach gerade mal 5 Minuten im zweiten Abschnitt stellte Jochen Schreuer durch zwei Siebenmeter auf 17:10, dem FC drohte das Spiel zu entgleiten. Fares Dejoui hatte sich inzwischen wieder selber aus dem Tor geholt, die Verletzung vom Warm-Up war doch schlimmer als gedacht, Koep kehrte zurück zwischen die Pfosten. 20 Minuten vor Schluss hatten die stark kämpfenden Gäste wieder auf 18:14 verkürzt und witterten wieder Morgenluft. Nach 45 Minuten stand es nur 20:17 pro Hürth, hier hätte das Spiel kippen können. Ein Doppelschlag von Bonstein ließ den HGV wieder etwas durchatmen, die Gäste schlugen aber zurück und erzielten das 22:19. Eine Zeitstrafe gegen die Kölner Bank kam den Hürthern gerade recht, zu Mal ein weiterer Spieler des FC wegen meckern ebenfalls eine Zeitstrafe bekam. Diese doppelte Überzahl nutzten die Hürther durch Beyfuß, Bonstein und Schreuer um auf 25:19 zu stellen, die Vorentscheidung war gefallen. Auch eine offene Manndeckung brachte die Hürther nicht mehr wirklich in Bedrängnis, sodass am Ende der 28:22 Erfolg zu Buche stand. „Heute hat meine Mannschaft überzeugt, wir hatten das Spiel bis auf die Phase Mitte der zweiten Halbzeit immer im Griff. Natürlich müssen wir auch zugeben, dass viele Schiedsrichterentscheidungen zu unseren Gunsten ausfielen, aber dennoch glaube ich das wir über 60 Minuten die bessere Mannschaft waren und verdient gewonnen haben. Ich bin aber gespannt was der „Effzeh“ nächstes Jahr erreichen kann, das Potential für den ganz großen Wurf ist absolut vorhanden“, zollte HGV-Coach Stefan Wassong neben seinem Fazit einem starken Gegner seinen Respekt. Nächsten Sonntag geht es für die Hürther ins benachbarte Brühl, gegen die Schloßstädter soll im 13. Und letzten Auswärtsspiel der 13. Sieg her.
 
Spielfilm: 4:2 (5.), 7:3 (15.), 12:7 (25.), 14:9 (HZ) – 17:10 (35.), 20:17 (45.), 25:20 (55.), 28:22 (ES)
 
HGV Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui; Wichterich (2), Fränzel, Zingsheim (3), Beyfuß (2), Reinhardt (5), Derakhshani (n.e.), Schmitz, Schreuer (8/7), Bonstein (6), Senter (1), Ingenerf (1), Foerst
 
1. FC Köln: Wessel, Hanisch; Knittel (1), May (7/2), Kurth, Schlünder, Breitenbroich (1), Dichiser (2), Wahle (2), Dreyer (3), Kramer, Niklaus (5), Majoros (1)

Vorbericht 1. Herren: HGV Hürth-Gleuel – 1. FC Köln (Hinspiel 30:25)

Nur noch vier Spieltage sind zu absolvieren, davon dürfen die Hürther drei Mal zu Hause in eigener Halle antreten. Im Ersten dieser drei Heimspiele trifft die Mannschaft auf den 1. FC Köln. Dieser spielt nach einem Umbruch vor der laufenden Saison eine richtig gute Runde und liegt aktuell auf Platz vier. Damit darf man sich sogar noch Hoffnungen auf einen eventuellen Aufstieg machen, denn noch ist nicht klar ob noch eine dritte Mannschaft mit aufsteigt. Der vierte Platz würde dafür reichen, da Ehrenfeld 2 nicht aufsteigen darf. Rechnerich ist sogar noch Platz 2 möglich, die Hypothek von 6 Punkten Rückstand auf Nippes ist aber zu hoch, zumal es nicht wahrscheinlich ist, dass Nippes die letzten vier Partien allesamt verliert. Dennoch wird der „effzeh“ alles daran setzen, bis zum Schluss noch die Chance zu haben in die Kreisliga aufzusteigen. Auf Gleuelerr Seite sollte die Tatsache für Motivation sorgen mit einem Sieg oder Unentschieden die Meisterschaft einzutüten. Die Zuschauer dürfen sich jedenfalls auf ein tolles Duell zweier kampf- und spielstarker Teams freuen, das Hinspiel war lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen, ehe die Hürther sich in der letzten Viertelstunde auf die Siegerstraße brachten. Wie im Hinspiel muss die Hürther Deckung gut stehen um sich gegen die Kölner Angreifer weitestgehend schadlos zu halten. Die Gäste agieren hier sehr flexibel, daher fordert HGV-Coach Stefan Wassong höchste Aufmerksamkeit im Defensivbereich. Offensiv hatten die Gleueler bei den Kölnern anfangs durchaus Probleme ins Spiel zu finden, gerade die rechte Angriffsseite kam nicht so zum Zuge. Hier müssen es die Gastgeber schaffen das Spiel wieder breit zu machen, so wie es auch in letzten Partien gut gelungen ist. Personell sind eigentlich alle an Bord, nur Leon Derakhshani plagt sich noch mit einer Erkältung herum. Trotz defekter Tribüne hofft die Mannschaft auf viele Zuschauer, nach dem tollen Spiel in der Hinserie haben es beide Mannschaften verdient. Anwurf ist wie gewohnt um 19:30 Uhr am ASG.

Aufstellung: Koep, Dejoui; Wichterich, Fränzel, Zingsheim, Beyfuß, Reinhardt, Derakhshani, Schmitz, Schreuer, Bonstein, Senter, Ingenerf, Foerst