Wenn nicht jetzt, wann dann….

HGV Hürth-Gleuel – Leichlinger TV II 31:29 (15:14)

Nach der Niederlage bei Tabellenführer Wahn vor der Karnevalspause kehrten die Hürther mit dem sechsten Heimsieg in Serie zurück in die Erfolgsspur. Zugleich gelang es sich für die Hinspielniederlage zu revanchieren. Die Anfangsphase verlief relativ ausgeglichen, was zum einen an der guten Abwehrarbeit der Hürther lag, die die meisten Angriffsbemühungen der Gäste im Zusammenspiel mit Schlussmann Koep zunichte machen konnte – zum anderen an der fehlenden Präzision bei den eigenen Abschlüssen, vor allem Marc Reinhardt hatte Pech mit einigen Pfostentreffern. So blieb es bis zum 4:4 durch Ingenerf nach etwas mehr als 10 Minuten recht torarm und da die Abschlussschwäche bestehen blieb, sah sch HGV-Coach Wassong trotz einer 6:5 Führung zu einer Auszeit gezwungen – Die Angriffe seiner Schützlinge wurden für seinen Geschmack zu schnell und schlecht vorbereitet abgeschlossen. Das wurde im Anschluss nicht wirklich besser, da die Defensive aber weiterhin sehr aufmerksam agierte konnte eine knappe Führung bis zum 10:9 (22.) verteidigt werden. Es folgte die beste Phase der Hürther in Halbzeit eins, in der sie endlich die vielen Paraden von Koep bzw. Ballgewinne in eigene Tore umsetzen konnten. Reinhardt, Maus und Bonstein stellten per 3:0-Lauf auf 13:9, was aber trotzdem bis zur Pause nicht reichte um einigermaßen komfortabel in die Kabine zu gehen. Stattdessen blieb Leichlingen dran und verkürzte bis zur Sirene wieder auf 15:14. Halbzeit zwei begannen die Hürther durch eine Zeitstrafe gegen Rosendahl in Überzahl, was sie auch gleich nutzen konnten um sich in den Anfangsminuten wieder etwas abzusetzen (20:16, Fränzel, 38.). Die Führung konnte man lange Zeit verteidigen, so richtig weg kam man von den griffigen Gästen aber nicht, die immer in Schlagdistanz blieben. In den letzten 10 Minuten schafften es die Hürther dann aber sich nach einem verworfenen Siebenmeter von Fynn Natzke von 27:24 vorentscheidend auf 29:24 abzusetzen (54.). Zwar kam Leichlingen, jetzt deutlich offensiver deckend, nochmal eine Minute vor Ultimo auf 30:28 heran, doch der bärenstarke Jonathan Maus machte dem letzten Strohfeuer der Gäste mit dem 31:28 den Garaus. Dresslers Treffer zum Endstand war nur noch Makulatur ud änderte nichts mehr am doppelten Punktgewinn der Gastgeber. „Zum Glück konnten wir uns heute auf unsere Abwehr und Alex im Tor (am Ende 20 Paraden) verlassen, gerade als wir in Halbzeit Schwierigkeiten im Abschluss hatten. In Halbzeit zwei konnten wir unser Spiel weiter durchziehen und haben das Ergebnis gut verwaltet, ich denke am Ende haben wir verdient gegen einen guten Gegner gewonnen“, so das Fazit von Wassong. Nächste Woche haben die Hürther wieder ein Heimspiel, dann empfängt die Fortuna aus Köln. Dieses Spiel wie auch die verbliebenen Heimspiele finden an der Realschule statt! Dort haben wir nun eine Tribüne zur Verfügung.

Spielfilm: 2:2 (5.), 3:4 (10.), 7:6 (15.), 9:8 (20.), 13:9 (25.), 15:14 (HZ) – 18:14 (35.), 22:18 (40.), 24:21 (45.), 27:24 (50.), 29:24 (55.), 31:29 (ES)

HGV Hürth-Gleuel: Koep; Wichterich, Fränzel (2), Dunkel, Hübert (2), Reinhardt (6), Schmitz (2), Maus (6), Bonstein (7/3), Senter (1), Ingenerf (5)

Leichlingen: Schmidt, Schlemminger; Rosendahl (2), Rathjen, N. Natzke (7), Reschke, Dressler (3), Holzknecht (5), Ludolph (1), Sesterhenn, F. Natzke (9/3), Orth (2)

HGV Hürth-Gleuel – Pulheimer SC II 28:23 (16:11)

Durch den Sieg gegen die zweite Manschaft des Pulheimer SC bauten die Gleueler ihre Serie auf nun 5 Heimsiege in Folge aus und bleiben zudem nach vier Rückrundenpartien noch ungeschlagen. Während die Gleueler mit dem bekannten Personal antraten waren die Gäste gegenüber dem Hinspiel leicht verändert, u.a. fehlten Schoo und Pendro, dafür war mit Linkshänder Langen ein Spieler mit Oberligaerfahrung dabei. Der Start gehörte klar den Hürthern, die von Beginn an Beton in der Defensive anrührten und es dem PSC schwer machten sich offensiv in Szene zu setzen. Selber agierte man sehr zielstrebig und konnte sich gute Wurfmöglichkeiten erspielen, die insbesondere aus dem Rückraum ihr Ziel fanden. So schlichen sich die Gleueler langsam aber stetig davon und als Abwehrspezialist Fränzel sich im Tempogegenstoß zu seinem ersten Saisontor aufmachte war der Vorsprung nach nicht ganz einer Viertelstunde erstmals etwas deutlicher (9:3). Tore von Reinhardt und Maus sorgten dafür, dass diese Führung bis ins letzte Drittel der ersten Halbzeit gehalten werden konnte. Reinhardt, dem in Halbzeit eins fast alles gelang, Schreuer mit zwei Siebenmetern und Thore Hübert belohnten die Mannschaft für die hervorragende Deckungsarbeit mit einem 4:0-Lauf zum zwischenzeitlichen 15:7, es sah nach einer deutlichen Pausenführung aus. In den Minuten vor der Pause hatten die Gleueler aber dann eine Schwächephase in der nichts mehr so recht gelang, zudem vergab Schreuer den zweiten Strafwurf. Pulheim nutzte dies aus um wieder etwas heran zu kommen und stellte zwei Minuten vor dem Seitenwechsel wieder auf 15:11, immerhin gelang Bonstein per Siebenmeter noch das 16:11 bevor es in die Kabine ging. Das man den sehr deutlichen Vorsprung etwas fahrlässig hergeschenkt hatte war ein wenig ärgerlich, aber dennoch konnte man mit dem ersten Durchgang im Hürther Lager sehr zufrieden sein. Und es ging auch gut weiter für die Gastgeber – Zweimal Ingenerf und Fränzel mit seinen Saisontoren 2 und 3 konterten bis zur 45. Minute jeden Treffer der Gäste, sodass die 5-Tore Führung beim 21:16 (Derakhshani) und 22:17 (Reinhardt) in Minute 48 immer noch Bestand hatte. Trotzdem hatte man nicht das Gefühl, dass der Heimsieg nahe war und ein Doppelschlag durch den starken Michael Ehlert brachte die Gäste wieder beim 22:19 in Schlagdistanz. Die Hürther ließen in dieser Phase etwas die Konsequenz in der Defensive vermissen und kamen auch vorne nicht mehr so zum Zug. Fares Dejoui knüpfte nun an die starke Leistung von Koep und bwahrte seine Vorderleute davor, den Vorsprung weiter zu verspielen. Gerade noch rechtzeitig steuerten die Hürther durch Ingenerf und Bonstein die Partie durch zwei Tore zum 24:19 wieder in ruhigere Gewässer. In der Folgezeit konnten die Gastgeber diesen Vorsprung über 25:20, 26:21 und 27:22 halten, verpassten es aber auch, trotz bester Möglichkeiten, endgültig die Entscheidung herbei zu führen. Da dem PSC aber auch die Zeit davon lief geriet der Heimsieg der Hürther nicht mehr in Gefahr. „Zehn Minuten vor dem Ende hätte die Partie nochmal kippen können, da haben wir uns nicht gut angestellt“, so HGV-Coach Stefan Wassong nach dem Spiel. „Unsere Torhüter waren heute aber beide stark, sodass wir uns in dieser Phase bei Fares bedanken können, der uns mehrfach geholfen hat. Alex hatte mit vielen Paraden Anteil an der hervorragenden Abwehrleistung im ersten Durchgang.“ Die Maßnahme Robin Fränzel auch im Angriff zu bringen erklärte der Hürther Übungsleiter ebenfalls: „Es hatte sich schon in den Trainingseinheiten angedeutet, dass Robin sein Selbstvertrauen was den Angriff angeht wiedergefunden hat und heute haben wir ihn dann mal vorne gebracht. In Kombination mit der klasse Defensivleistung im Innenblock war er heute der überragende Mann. Ich freue mich aber auch über die 9 Tore von Marc Reinhardt, der heute ebenfalls ein sehr gutes Spiel gemacht und seine Treffsicherheit wiedergefunden hat.“ Am kommenden Samstag reisen die Hürther nun also mit einem guten Gefühl zum Tabellenführer Wahn und wollen dem eigentlich schon feststehenden Aufsteiger so lange wie möglich Paroli bieten.

Spielfilm: 3:0 (5.), 5:2 (10.), 9:4 (15.), 11:6 (20.), 15:7 (25.), 16:11 (HZ) – 18:13 (35.), 19:15 (40.), 20:16 (45.), 22:19 (50.), 26:21 (55.), 28:23 (ES)

Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui, Wichterich, Fränzel (3), Hübert (1), Beyfuß, Reinhardt (9), Fleckenstein, Derakhshani (1), Schreuer (2/2), Maus (2), Bonstein (3/1), Senter, Ingenerf (7/1)

Pulheim: Fastabend, Sandrock; Samtlebe, Müller (3), Ehlert (7), Trossen (1), Zahnk (5/4), Puhl, Keil (4), Kumpf, Langen (2), Koch (1)

Dünnwalder TV – HGV Hürth-Gleuel 22:22 (10:13)

Die erste Herren des HGV bleibt in der Rückrunde weiterhin ungeschlagen musste sich aber beim Landesligaabsteiger Dünnwald nach einer schwachen ersten Halbzeit mit einem Unentschieden zufrieden geben. Man schaffte es nicht einen zwischenzeitlcihen 5-Tore Vorsprung zu verteidigen und musste über den einen Punkt letztendlich sogar froh sein. Dabei ging es gut los für die Hürther – Alex Koep im Tor bekam frühzeitig schon einige Bälle zu fassen, sodass sich die Gäste trotz erster Probleme mit dem geharzten Ball eine Führung erspielen konnten. Über 0:3 und 2:6 bis zum 4:9 durch Jonathan Maus lag man nach zwei Dritteln des ersten Durchgangs immer recht komfortabel in Front. Eine Gleueler Unterzahl nutzen die Gastgeber dann aber um sich wieder etwas heran zu spielen und waren beim 9:11 anderthalb Minuten vor der Pause wieder in Schlagdistanz. Immerhin besorgte Ingenerf quasi mit dem Pausenpfiff noch das 10:13, man konnte also insgesamt mit der ersten Halbzeit zufrieden sein, auch wenn die Abschlussquote gerne etwas höher hätte sein können. Und auch Halbzeit zwei begann ganz nach dem Geschmack der Hürther. Schreuer und Reinhardt, der in der ersten Halbzeit noch seine Treffersicherheit suchte, stellten auf 10:15 und auch beim 14:17 durch Reinhardt war die Gleueler Welt noch in Ordnung (41.). Dann kam aber der Bruch ins Hürther Spiel – mut- und ideenlos wurden nun die Angriffe vorgetragen, die Abwehr ließ die vorangegangene Aufmerksamkeit vermissen und man bekam immer mehr Probleme mit dem Ball. So dauerte es neun Minuten ehe die Hürther ihren 18. Treffer markierten. In der Zwischenzeit hatten die Dünnwalder aber selbst die Führung übernommen, sodass Bonstein mit diesem Treffer den Ausgleich herstellte. Wahrscheinlich gerade noch rechtzeitig, denn sonst wäre die Partie wohl verloren gewesen. Dünnwald legte nun immer wieder vor und bog beim 22:20 durch Bathen auf die Siegerstraße ein, verpasste es aber den Sack trotz guter Gelegenheiten zuzumachen. Stattdessen kämpften sicher die Hürther wieder durch Maus und Reinhardt eine halbe Minute vor Schluss wieder zum 22:22 Ausgleich, doch die Trümpfe lagen auf der Hand der Gastgeber. Doch der Kreisläufer vergab freistehend vor Koep der soweit aus seinem Tor geeilt war, das dem Spieler nur ein Verzweiflungsheber blieb. HGV-Coach Wassong, die Anzeigetafel im Rücken nahm auf „Gut Glück“ seine letzte Auszeit mit der Hoffnung es seien noch drei oder vier Sekunden auf der Uhr. Doch es war nur noch eine Sekunde zu spielen, sodass Marc Reinhardt es nach Ablauf der Spielzeit mit einem direkten Wurf von der Mittellinie probierte. Der verfehlte das rechte Kreuzeck gar nicht mal so weit, aber DTV-Schlussmann Kuhlwilm wäre auch locker zur Stelle gewesen. So atmeten die Gäste am Ende erleichtert auf, dass es immerhin noch zu einem Punkt gereicht hatte. „Schade, aber auch daraus wird meine junge Mannschaft etwas lernen. Vor zwei Wochen gegen PSV hatten wir das bessere Ende für uns, heute der DTV, der das clever und abgezockt gemacht hat. Jeder Fehler von uns wurde eiskalt bestraft und davon hatten wir in der zweiten Halbzeit einfach zu viele. Unsere Torhüter haben heute eine gute Leistung gezeigt,“ so das Resümee von Wassong. Nächsten Samstag empfangen die Gleueler die zweite Mannschaft des Pulheimer SC an der Sudetenstraße.

Spielfilm: 0:3 (5.), 2:5 (10.), 3:6 (15.), 4:8 (20.), 7:10 (25.), 10:13 (HZ) – 11:15 (35.), 13:16 (40.), 16:17 (45.), 18:18 (50.), 21:20 (55.), 22:22 (ES)

Dünnwald: Kuhlwilm; Bathen (2), Förster, Klein (6/2), Rühl (2), Heinen (1), Tsotsonos, Schulin (8), Kind (3)

Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui; Wichterich (1), Fränzel, Hübert, Beyfuß, Reinhardt (3), Fleckenstein, Derakhshani (1), Schmitz (1), Schreuer (4/3), Maus (4/1), Bonstein (5/1), Ingenerf (3)

HGV Hürth-Gleuel – MTV Köln 3 36:28 (18:12)

HGV Hürth-Gleuel – MTV Köln 3 36:28 (18:12)

Auch den Heimauftakt in Rückrunde konnten die Hürther siegreich gestalten. Gegen die im Abstiegskampf befindlichen Gäste aus Mülheim gelang ein recht souveräner Heimerfolg, der den aktuell dritten Tabellenplatz sichert. Dabei machte sich aber in der Anfangsphase die kurzfristige Absage von Robin Fränzel (Fieber) in der Defensive bemerkbar. Im Abwehrzentrum war man deutlich zu passiv und erlaubte den Gästen immer wieder einfache Tore über die Mitte. Dafür fand man von Beginn an immer wieder gute Lösungen im eigenen Angriff und schloss in der Anfangsphase nahezu jeden Angriff mit einem Tor ab. Da man zwischendurch aber trotz der Probleme in der Abwehr immer mal wieder einen Ballgewinn verbuchen konnte setzte man sich über 8:4 und 9:5 auf 10:6 (13.) ab. Die Umstellung auf eine etwas offensivere Deckung brachte wie in der Vorwoche mehr Stabilität in die Defensivarbeit und die Gäste hatten es deutlich schwerer. Das Offensivspiel war unter der Regie von Tim Foerst zudem richtig gut anzusehen und die heimischen Zuschauer durften sich über einige blitzsauber heraus gespielte Tore freuen. Auch einige Zeitstrafen ließen den Vorsprung nicht schmelzen, stattdessen konnten die Gleueler ihren Vorsprung bis zur Pause über 16:11 (24.) auf 18:12 noch etwas ausbauen und gingen nach einer guten ersten Halbzeit in die Kabine. Nach Wiederbeginn verkürzte MTV relativ zügig auf 18:14 der Vorsprung hielt sich dann aber mehr oder weniger schwankend bis in die 43. Minute bei diesen 4-Toren und hatte nach einem kurzen Zwischenspurt der Hürther zum 28:21 auch in Minute 48 noch Bestand (28:24). Defensiv gelangen zwar weniger Ballgewinne, der Angriff lief aber weiter aus einem Guss, sodass man nicht das Gefühl hatte es könnte noch etwas schiefgehen. Dafür hatten die Hausherren zu jederzeit eine passende Antwort auf die stetigen Bemühungen der Gäste parat. Als dann deren bester Torschütze Esser dann beim Stand von 29:24 auch noch seine dritte und zugegebenermaßen sehr unglückliche dritte Zeitstrafe und damit die rote Karte bekam war das Spiel vorentschieden. Von diesem Rückschlag erholten sich die Mülheimer nicht mehr und binnen vier Minuten machten die Gleueler mit einem 4:0-Lauf zum 33:24 den Deckel auf die Partie und gewannen schließlich mit 36:28. „Entscheidend war die Steigerung in der Abwehr im ersten Durchgang“, so HGV-Trainer Stefan Wassong nach dem Spiel, „dadurch konnten wir uns etwas absetzen und diesen Vorsprung haben wir dann über die gesamte Restdauer gut verwaltet. Der Angriff war heute sehr gut, daran gibt es kaum etwas auszusetzen.“ Sein vorerst letztes Spiel für die Hürther machte vor seiner dreimonatigen Asienreise Tim Foerst und verabschiedete sich mit einer sehr guten Leistung. „Tim war heute sehr stark, bei ihm konnte man in den letzten Wochen merken das da eine Art Knoten geplatzt ist“ so Wassong über seinen Schützling, „schade, dass er uns in dieser Verfassung jetzt erstmal nicht mehr zur Verfügung stehen wird.“ Die nächste Partie findet für die Hürther auswärts statt, dann gastiert man beim Dünnwalder TV.

Spielfilm: 5:4 (5.), 8:5 (10.), 10:8 (15.), 13:9 (20.), 16:11 (25.), 18:12 (HZ) – 20:15 (35.), 23:20 (40.), 27:21 (45.), 29:24 (50.), 33:26 (55.), 36:28 (ES)

HGV Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui; Wichterich (2), Hübert, Reinhardt (6), Fleckenstein (1), Derakhshani (1), Schreuer (8/6), Maus (4), Bonstein (6/1), Senter (3), Ingenerf (2), Foerst (3)

MTV Köln 3: A. Esser, Maspfuhl; Bott (5), T. Esser (10/4), Ponsar (4), Elmer, Schmitz (1), Hampel (1), Fussy (1), Prass (5), Wolfram, Jung (1)

PSV Köln II – HGV Hürth-Gleuel 29:31 (18:13)

Zum Auftakt der Rückrunde gelang den Hürthern die Revanche für die verpassten Punkte aus dem Hinspiel, auch wenn es danach lange überhaupt nicht aussah. Dabei starteten die Gäste ins Duell Dritter gegen Vierter recht ansprechend. Gerade die Defensive war sehr aufmerksam und konnte einige Bälle abgreifen. Diese Ballgewinne konnte man allerdings nicht in Tore ummünzen, in der Anfangsphase scheiterte man mehrfach freistehend und verpasste es so sich bereits früh 3 oder 4 Tore abzusetzen. Stattdessen konnten sich die Gastgeber eine kleine 2-Tore-Führung erspielen, die zwar zwischendurch immer wieder durch die Gleueler ausgeglichen bzw. sogar mal in eine eigene Führung gedreht wurde (10:11 und 11:12), aber beim 14:12 durch Standop wieder Bestand hatte. 5 Minuten vor der Pause war die Gleueler Welt also noch einigermaßen in Ordnung, dann aber glitt den Gästen die Partie vollkommen aus den Händen. Mehrfach schmiss man die Kugel unbedrängt ins Seitenaus oder spielte den Ball beim Anwurf einem Gegenspieler direkt in Hände – diese Geschenke nahm der PSV dankend an und setzte sich binnen zweieinhalb Minuten von 14:13 auf 18:13 aber, was gleichzeitig der Halbzeitstand war. In der Kabine blickte man ausschließlich in rat- und fassungslose Gesichter, dieser Blackout vor der Pause machte allen ziemlich zu schaffen. Leon Derakhshani ergriff dann aber das Wort und seine kurze, aber starke Ansprache brachte wieder so etwas wie Feuer zurück in Augen der Gäste. Abwehrtaktisch stellte man auf eine 3:2:1-Formation um, außerdem sollte nun Tim Foerst auf Mitte Regie führen. Tatsächlich gelang es die Abwehr wieder zu stabilisieren, allerdings schaffte man es wieder nicht vorne den Ball im Tor unterzubringen. Erst nach über 5 Minuten erhöhte der PSV auf 19:13 und der Weg wurde für die Hürthe immer länger. Und es blieb wenig Anlass zum Optimismus, zwar spielten die Hürther wieder deutlich besser, aber die Gastgeber verwalteten clever den Vorsprung und ließen die Gleueler nicht näher als 19:16 (39.) heran. Beim 26:20 durch Eschholz eine Viertelstunden vor Schluss schien die Messe gelesen, zu Groß schien die Hypothek von -6. Aber dann begann die verrückte Wende in diesem Spiel, drei Minuten brauchten die Hürther um durch Schreuer, Hübert, Schmitz und Bonstein auf 26:24 zu verkürzen, plötzlich keimte wieder Hoffnung im Gleueler lager auf, daran änderte auch das 27:24 durch Vogt und eine Zeitstrafe gegen Bonstein nichts. Schreuer verwandelte einen seiner sieben Strafwürfe, Bonstein legte ein weiteres seiner insgesamt 10 Tore nach und schwang sich auf das Spiel fast im Alleingang zu drehen. Schreuer verkürzte nochmal auf 28:27, dann legte Bonstein den 28:28 und 29:29 Ausgleich nach. Trotzdem hatte der PSV alle Trümpfe in der Hand, Hübert schaffte es aber ein Offensivfoul zu provozieren und nun lagen die Punkte für die Hürther, kaum mehr für möglich gehalten, auf dem Silbertablett. Reinhardt scheiterte aber an PSV-Schlussmann Hillesheim, Wichterrich sammelte aber den Abpraller ein. HGV-Coach Wassong nahm die dritte Auszeit – mindestens der eine Punkt sollte gesichtert werden. Dafür sollte von den verbliebenen 22 Sekunden ein Großteil ausgespielt und nur ein später Wurf genommen werden. Bonstein bekam dann 10 Sekunden vor Schluss eine gute Möglichkeit, die er nutze um den Ball im Tor unterzubringen. Viel Zeit zum Jubeln blieb nicht, der PSV startete einen letzten verzweifelten Gegenangriff inklusive Torhüter, doch im allgemeinen Durcheinander fiel die Kugel Simon Bonstein – wem eigentlich sonst – in die Hände, der aus über 30 Metern mit der Schlusssirene den Endstand besorgte und Riesenjubel im Gleueler Lager entfachte. „Nach der ersten Halbzeit wollten wir schon fast nach Hause fahren, dieser Einbruch war absolut unerklärlich“, war HGV-Coach Wassong nach der Partie noch etwas schockiert, „Wie die Jungs aber dann gefightet und das Ding noch gedreht haben war beeindruckend. Trotzdem müssen wir auch nach so einer Achterbahnfahrt unsere Lehren aus vielen Situationen ziehen und nächste Woche einige Dinge besser machen. Aber jetzt freuen wir uns erst mal nur über zwei nicht mehr für möglich gehaltene Punkte“

Spielfilm: 2:2 (5.), 6:4 (10.), 9:8 (15.), 11:11 (20.), 14:12 (25.), 18:13 (HZ) – 18:13 (35.), 21:16 (40.), 25:19 (45.), 26:23 (50.), 28:26 (55.), 29:31 (ES)

PSV Köln II: Max, Hillesheim; Standop (5), Naujoks (1), Vogt (2), Freyburger (1), Clamann (1), Deutsch, Giessmann (3), Gillessen (3), Eschholz (5), Busch (8/5), Kah, Serries

HGV Hürth-Gleuel: Dejoui; Wichterich (1), Fränzel, Eschrich (1), Hübert (5), Beyfuß (1), Reinhardt (1), Fleckenstein, Derakhshani, Schmitz (2), Schreuer (8/7), Bonstein (10), Ingenerf (1), Foerst (1)

HGV Hürth-Gleuel – TK Nippes II 30:20 (18:9)

Im letzten Heimspiel der Hinrunde fuhren die Gleueler einen ungefährdeten Erfolg gegen Mitaufsteiger Nippes ein. Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als optimal. Mit Schmitz, Derakhshani, Reinhardt, Hübert und Zingsheim fielen gleich fünf Spieler aus, der noch grippegeschwächte Fränzel stand nur im Notfall zur Verfügung, sodass lediglich 3 vollwertige Feldspieler zum Wechseln bereit standen. Aber auch die Gäste klagten über Ausfälle, die Voraussetzungen waren also ausgeglichen. Die Gleueler zeigten sich von den ganzen fehlenden Spielern aber keineswegs beeindruckt sondern starteten furios in die Partie. Man fand gute Lösungen die 3:2:1-Abwehr der Gäste und legte gleich vor, zugleich man auch defensiv sehr stabil stand und kaum gute Möglichkeiten zu ließ. Nachdem Tim Foerst zum 6:1 getroffen hatte sah sich TK-Trainer Ott zu einer Auszeit gezwungen. Diese brachte allerdings auch nichts ein, stattdessen erhöhten die Gleueler bis in Minute 22 auf 13:4. die restlichen Minuten bis zur Pause hielt sich der Vorsprung bei mindestens 7 Toren und konnte durch einen Rückraumkracher von Simon Bonstein sogar wieder auf +9 beim Seitenwechsel gestellt werden. Mit Wiederbeginn versuchten es die Gäste mit einer Manndeckung gegen Bonstein um das Angriffsspiel der Hürther etwas aus dem Konzept zu bringen. Damit hatten die Hausherren aber gerechnet und sich in der Trainingswoche explizit darauf vorbereitet. Die einstudierte Variante funktionierte auch erfreulich gut, sodass die Manndeckung nicht weiter ins Gewicht fiel. Allerdings machten sich mit zunehmender Spieldauer allmählich die wenigen Wechselmöglichkeiten bemerkbar, worunter insbesondere die Angriffsleistung litt. Da man zwischenzeitlich aber sogar mit 13 Toren in Front lag war das nicht weiter tragisch. Das Highlight setzen dann die Gleueler in den Schlussminuten – Nippes-Schlussmann Jeddi unterschätze einen Tempogegenstoßpass von Fares Dejoui völlig und unterlief den Ball. Martin Beyfuß wurde durch den heraus eilenden Torhüter aber so sehr irritieren das er den Pass nicht fangen konnte, der Ball sprang jedoch an sein Brust und von dort über 15 Meter einsam und allein ins verwaiste Tor. Am Ende stand ein 30:20 Erfolg zu Buche der die Hürther sogar auf Platz 3 in der Tabelle hievte. „Mit der Art und Weise bin ich heute sehr zufrieden“, so HGV-Trainer Stefan Wassong nach dem Spiel, „Wir haben uns durch die vielen Ausfälle nicht irritieren lassen und vor allem im ersten Durchgang ein sehr gutes Spiel gemacht. Natürlich schwinden dann irgendwann die Kräfte, gerade bei den Jungs die durchspielen mussten, aber auch diesen Umstand haben wir gut hingekriegt.“

Spielfilm: 3:0 (5.), 6:1 (10.), 9:4 (15.), 12:4 (20.), 15:8 (25.), 18:9 (HZ) – 20:11 (35.), 22:12 (40.), 24:14 (45.), 29:15 (50.), 29:19 (55.), 30:20 (ES)

Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui; Wichterich (1), Fränzel, Eschrich (1), Beyfuß (5), Fleckenstein (2), Schreuer (5/4), Bonstein (5), Senter (4), Ingenerf (6), Foerst (1)

Nippes: Dieblich, Jeddi; Lippert (1/1), Fischer (4), Müllenholz (1), Niewerth (3), Rannersberger, Kalenbach (1), Czapla (2), Bretthauer (1), Götze (1), Schmitz (6)

HGV Hürth-Gleuel – HSV Bocklemünd II 38:25 (22:14)

Vor der zweiwöchigen Spielpause konnten die Hürther den vierten Sieg in Serie einfahren und den vierten Tabellenplatz festigen. Dabei sahen die Zuschauer eine wenig spannungsgeladene Partie, in der man bereits früh erkennen konnte wie sie verlaufen würde. Die Gleueler starten gegen ersatzgeschwächte Gäste (ohne Gersmeyer, Ertel und Mafhmuma) furios und führten nach etwas mehr als zwei Minuten bereits 4:0. Auch eine frühe Auszeit der Gäste brachte nicht den erhofften Erfolg, stattdessen bauten die Hürther ihren Vorsprung auf +6 aus (9:3, 8. Minute). Über 13:7, 15:9 und 16:10 hielt dieser Vorsprung konstant und konnte sogar durch Beyfuß und 2x Schreuer auf 19:10 erhöht werden. In die Kabine ging es schließlich mit 22:14, HGV-Coach Stefan Wassong konnte weitestgehend zufrieden sein. Der Angriffsmotor lief erfreulich gut, alle Spieler die im Laufe der Halbzeit eingewechselt wurden fügten sich nahtlos ein. Lediglich die Defensive fing sich einige zu einfache Tore, da man zu passiv agierte und die letzte Konsequenz ab und zu vermissen ließ. Die Geschichte der zweiten Hälfte ist dann relativ schnell erzählt. Der deutliche Vorsprung blieb zunächst recht konstant ehe Bonstein erstmals auf +10 stellte (29:19, 42.). Bocklemünd hielt dann im Gegensatz zum Beginn des zweiten Durchgangs dann auch nicht mehr so richtig dagegen, Gleuel tat auch nicht mehr als nötig, sodass das Spiel ohne weitere Höhepunkte seinem Ende entgegen lief. Der Endstand lautete 38:25, was vor allem Wassong zufrieden stellte: „Für mich war es nach den ganzen engen Spielen in letzter Zeit schön, dass wir mal ein Spiel über 60 Minuten klar bestimmt haben. Ich konnte allen Spielern genug Einsatzzeit geben – vor allem freut mich, dass Eric nach seiner langen Verletzungspause ein gelungenes Comeback feiern konnte. Jetzt haben die Jungs sich eine nicht so intensive Woche verdient bevor wir uns auf Nippes vorbereiten.“ Dieses Spiel findet dann am 8.12. statt. Kommendes Wochenende ist generell spielfrei, die Woche drauf hätte man gegen Longerich 3 antreten müssen, die vor der Saison allerdings ihre Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet hatten.

Spielfilm: 6:2 (5.), 10:5 (10.), 14:7 (15.), 17:10 (20.), 21:12 (25.), 22:14 (HZ) – 24:16 (35.), 26:19 (40.), 31:20 (45.), 32:22 (50.), 34:24 (55.), 38:25 (ES)

HGV Hürth-Gleuel: Koep; Wichterich, Fränzel, Zingsheim (4), Eschrich (3), Hübert, Beyfuß (4), Reinhardt (7), Fleckenstein, Schmitz (2), Schreuer (4/3), Bonstein (6), Ingenerf (5), Foerst (3)

Bocklemünd: Tegtmeier; Becker (2), Ketterer, Blumethal (4), Kipping (1), Wehling (2), Petracca (2), Barat (8/1), Peus (6), Gröner

HC Cologne Kangaroos – HGV Hürth-Gleuel 24:29 (9:12)

Es war noch keine Minute gespielt, da stand HGV-Coach Stefan Wassong nur ungläubig den Kopf schüttelnd am Spielfeld und traute seinen Augen nicht. Gerade war sein Spieler David Ingenerf beim Warmmachen(!!!) von einem gegnerischen Spieler zu Boden gecheckt worden. Einfach so und mit voller Absicht. Nur weil er nach einem kurzen Sprint über die Mittellinie joggte, etwas was man in jeder Halle in Handball-Deutschland beobachten kann. „So etwas idiotisches und hinterhältiges ist ja schon fast nicht zu glauben. Ich frage mich was in solchen Leuten vorgeht, die so was machen. Ich bin fassungslos, dass man einen Spieler beim Warm-Up tätlich angreift. Seine gerechte Strafe hat er ja dann noch im Laufe des Spiels bekommen.“, so der Hürther Übungsleiter. Zum Glück konnte die aufkeimende Rudelbildung schnell erstickt werden. Wir merken nochmals an: Das alles passierte VOR dem Spiel. Als es dann endlich losging, merkte man den Gleuelern an, dass der Eklat im Vorfeld für zusätzliche Motivation gesorgt hatte. Ganze 8 Minuten brauchten die Kangaroos um ihren ersten Treffer zu erzielen, die HGV-Defensive war aufmerksam und schnell auf den Beinen. Dafür stand man sich aber im Angriff oft noch etwas im Weg, sodass man selber bis zu diesem Zeitpunkt nur zwei eigene Tore erzielen konnte (1:2, 9.). Erst dann löste sich auf beiden Seiten so langsam offensiv der Knoten und beide Mannschaften kamen zu Toren. Marc Reinhardt sorgte für eine erste 4-Tore-Führung (4:8, 17.), Ingenerf legte das 4:9 nach einem verworfenen Siebenmeter der Gastgeber obendrauf, es waren noch etwas mehr als zehn Minuten bis zur Pause. Dann kamen den Gleuelern zwei kurz aufeinanderfolgende Zeitstrafen in die Quere, die den Kangaroos die Möglichkeit gaben wieder zu verkürzen. Das gelang allerdings nicht komplett, das Ingenerf in zweifacher Unterzahl das 7:10 markieren konnte. Gleich darauf gab es je eine Zeitstrafe auf beiden Seiten, den Platz im 5 gegen 5 wusste dann insbesondere Schreuer um 7:11 und 7:12 zu nutzen, hier hätten die Gleueler  vor der Pause schon etwas für klarere Verhältnisse sorgen können, leider verpasste man diese Gelegenheit und musste bis zur Halbzeit noch das 9:12 hinnehmen. Trotzdem durfte es so weitergehen, allerdings erwischten die Kangaroos den etwas besseren Start und verkürzten bis zur 36. Minuten auf 14:15 Gleuel schlug durch Bonstein und Zingheim aber wieder zum zwischenzeitlichen 15:18 zurück und stellten den Halbzeitabstand wieder her. Dann kam es zu einer kuriosen Szene. Nach einem Torwurf vom Kreis, der von HGV-Keeper Koep pariert wurden, entschieden die Schiedsrichter auf rote Karte gegen den Schützen. Koep selbst schritt ein und machte die Unparteiischen darauf aufmerksam, dass kein grober Regelverstoß vorlag. Diese nahmen die rote Karte dann auch korrekterweise zurück. Es dauerte dann aber keine fünf Minuten, dann gab es die rote Karte dann doch. Leo Schmitz wurde böse aus der Luft geholt und musste ausgewechselt werden – Übrigens vom gleichen Spieler, der vor der Partie schon auffällig wurde – nun ja. Die Hürther schafften es dann in der Schlussviertelstunde die sich bietenden Räume zu nutzen, da die Kangaroos Marc Reinhardt eine Manndeckung verpassten. Vor allem Ingenerf und Schreuer waren in dieser Phase mit Toren zur Stelle und hielten den Vorsprung immer bei 3 oder 4 Toren. Trotzdem hätte es  beim 22:25 nochmal eng werden können, denn es waren auch einige überhaste Abschlüsse oder Fehlwürfe dabei, die aber dank der aufmerksamen Defensive und einigen starken Paraden von Koep nicht mehr ins Gewicht fielen. Stattdessen besorgte Senter mit einem Hattrick und den Toren 26, 27, und 28 bei nur einem Gegentreffer die endgültige Entscheidung (23:28, 58.). Der Endstand von 24:29 besorgte somit den vierten von fünf möglichen Auswärtserfolgen. „Ich bin stolz auf die Jungs. Wir haben insgesamt ein gutes Spiel gezeigt und waren durchgehend in Führung. Auch in kniffligen Phasen haben wir einen kühlen Kopf bewahrt und die passende Antwort gefunden. Außerdem hat sich im Abwehrzentrum deutlich die Rückkehr von Fränzel bemerkbar gemacht. Ich möchte zu dem noch anmerken, dass nach dem Aufruhr vor dem Spiel, die Partie an sich bis auf das Foul an Schmitz weder unfair, noch überhart war und der Großteil der Gastgeber gute Sportsmänner im Sinne der Sache waren.“, so HGV-Coach Wassong nach im Anschluss. Kommendes Wochende haben die Hürther die zweite Mannschaft des HSV Bocklemünd zu Gast am ASG.

Spielfilm: 0:0 (5.), 2:4 (10.), 4:6 (15.), 4:9 (20.), 7:10 (25.), 9:12 (HZ) – 13:14 (35.), 15:18 (40.), 18:21 (45.), 20:24 (50.), 22:25 (55.), 24:29 (ES)

Kangaroos: Horn, Zube; Michel, Dietrichkeit (5/3), Lohoff, Waver (5), Wirtz (4), Eberz (4), Peter (5), Stumpp (1)

Hürth-Gleuel: Koep; Wichterich (1), Fränzel, Zingsheim (2), Eschrich, Hübert, Beyfuß (1), Reinhardt (5), Schmitz (1), Schreuer (8/4), Bonstein (4), Senter (3), Ingenerf (4), Foerst

 

HGV Hürth-Gleuel – TuS Ehrenfeld 1865 23:21 (11:14)

Spiele mit HGV-Beteiligung sind in dieser Saison meist nichts für schwache Nerven, auch am vergangenen Samstagabend wurde der Sieger in der Partie gegen den TuS Ehrenfeld erst in den letzten Minuten entschieden. Am Ende konnten die Hürther aber nach hart umkämpften 60 Minuten ein Schwergewicht der Kölner Kreisliga niederringen und den zweiten Heimerfolg in dieser Saison verbuchen. Die Ehrenfelder erspielten sich von Beginn an leichte Vorteile, was sich über 4:4 und 5:5 bis zum 6:6 durch einen Schreuer-Strafwurf nicht im Ergebnis bemerkbar machte. Im Anschluss an eine Zeitstrafe gegen die Hausherren schafften es die Ehrenfelder sich erstmals abzusetzen, auch eine Gleueler Auszeit beim 6:9 brachte nicht den gewünschten Effekt, stattdessen legte der TuS durch Kockmann und Birker noch auf 6:11 drauf. In dieser Phase bekam weder die Deckung Zugriff noch vermochten es die Gleueler zielstrebig ihre eigenen Angriffe auszupielen. Wenn es denn doch ab und zu gelang eine gute Möglichkeit herauszuspielen, scheiterte man am glänzend aufgelegten TuS-Schlussmann Müller, dem man zu einem absoluten Sahnetag gratulieren durfte. Nach einem Zusammenprall mit dem Kreisläufer musste HGV-Keeper Alex Koep verletzt raus, was aber eine Art Initialzündung für die Hürther zu sein schien. Fares Dejoui konnte gleich einige Bälle parieren und auch die Deckung war nun deutlich aggressiver und schneller unterwegs. Plötzlich lag das Momentum auf HGV-Seite, Reinhardt, Bonstein, Senter, Maus per Gegenstoß und wieder Reinhardt komplettierten vier Minuten vor der Pause einen 5:0-Lauf zum 11:11. So schnell diese Hoch aber auch gekommen war, so zügig war es auch wieder verpufft. Die Gäste legten bis zur Pause wieder auf 11:14 vor, die Halbzeit kam den Gleuelern gerade recht. Die Ansprache in der Kabine schien dann aber gefruchtet zu haben. Deutlich verbessert kamen die Hürther aus den Startlöchern und hatten nach nicht mal fünf Minuten durch Eschrich beim 15:15 nicht nur den erneuten Ausgleich erzielt, Bonstein besorgte im Anschluss die erste Führung, Reinhardt noch das 17:15, Ehrenfeld sah sich zu einer Auszeit gezwungen. Und tatsächlich übernahmen die Gäste das Kommando und drehten die Partie bis zur 42. Minute zum 17:19, Gleuel hatte wieder arge Probleme im Angriff. Die Abwehr mit Dejoui als starkem Rückhalt steigerte sich jetzt aber minütlich, sodass Tore auf beiden Seiten Mangelware wurden. Hürth kämpfte sich wieder heran, in Minute 49 war wieder der Ausgleich hergestellt (20:20). Die Partie wurde immer hektischer, jeder Angriff wurde immer bedeutsamer. Einer bald sechsminütigen Torflaute machte Reinhardt mit seinem siebten Treffer ein Ende, Ehrenfeld schlug durch Birker zurück, 21:21, viereinhalb Minuten waren da noch zu gehen. Die Abwehr ließ nun nichts mehr zu Thore Hübert verwandelte einen schwierigen Wurf von Rechtsaußen zum umjubelten 22:21. Als die Gleueler im Anschluss wieder den Ball erkämpften schien ein Erfolg greifbar zu werden, doch es sollte eine Art Duplizität der Ereignisse aus der Vorwoche werden. Man vertändelte den Ball, Ehrenfeld bekam eine halbe Minute vor Ultimo einen Gegenstoß – und scheiterte am großartig parierenden Dejoui. Hürth nahm seine letzte Auszeit doch die erwartete offene Manndeckung der Gäste blieb 20 Sekunden vor Schluss aus. So konnten die Hürther die Zeit runterlaufen lassen, der Treffer von Hübert eine Sekunde vor Schluss war noch das i-Tüpfelchen. Mit der Schlusssirene mischte sich unter den großen Jubel auch eine gehörige Portion Erleichterung. „Kompliment an meine Jungs wie sie den Kampf angenommen haben. Ich glaube durch die Leistungssteigerung in Halbzeit zwei haben wir uns die zwei Punkte verdient, mit etwas besserer Quote im Abschluss muss es vielleicht gar nicht mehr so spannend werden. Wir haben kaum noch etwas zugelassen und haben uns so vielleicht auch das Matchglück in den letzten Sekunden erarbeitet“, so die Analyse von HGV-Coach Stefan Wassong, „das waren zwei Big Points.“ Mit diesem Sieg stehen die Hürther mit nun 10:6 Punkten auf Rang vier, als Aufsteiger in der starken Kölner Kreisliga eine sehr beachtliche Leistung und eine schöne Momentaufnahme, die gerne noch etwas andauern kann.

Spielfilm: 3:4 (5.), 5:5 (10.), 6:8 (15.), 6:10 (20.), 10:11 (25.), 11:14 (HZ) – 15:15 (35.), 17:18 (40.), 18:19 (45.), 20:20 (50.), 21:20 (55.), 23:21 (ES)

HGV Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui; Wichterich (1), Zingsheim, Eschrich (1), Hübert (2), Beyfuß (1), Reinhardt (7), Derakhshani, Schreuer (1/1), Maus (1), Bonstein (8), Senter (1), Ingenerf

Ehrenfeld: Müller, Heidenthal; Schönefeld (3/1), Birker (2), Koziorowski (2), Kockmann (6), Kraus, Vogler (2), Schnetzer (1/1), Euscher, Barf (2), Pehle (1), Kühnle (2)

+++ Spielbericht Fortuna / kurzer Rückblick Leichlingen +++

Leichlinger TV 2 – HGV Hürth-Gleuel 29:27 (13:14)

Die erste Auswärtsniederlage mussten die Hürther in Leichlingen hinnehmen. Beide Teams mussten auf einige Spieler verzichten, bei Hürth fiel neben Beyfuß, Maus und Foerst zusätzlich noch Reinhardt kurzfristig aus, die Gastgeber mussten unter anderem auf beide Stammtorhüter sowie Topscorer Fynn Natzke verzichten. Von Beginn an entwickelte sich ein enges Spiel in dem die Leichlinger immer leichte Vorteile hatten und so stetig eine Führung von 1-3 Toren innehatten. Erst ein 3:0-Lauf gut fünf Minuten vor der Pause brachte die Hürther beim 12:13 erstmals in Führung, die sie dann auch mit in die Halbzeit nahmen (13:14). Diese Führung hatte sich im zweiten Durchgang dann allerdings schnell wieder erledigt und so lief es wie in Halbzeit eins. Der LTV legte vor, Hürth kämpfte sich immer wieder heran, vorbei kamen Sie aber nicht mehr. Das lag zum einen an den eigenen Unzulänglichkeiten in Angriff und Abwehr, allerdings muss man auch sagen, dass die Gleueler auch keine richtige Chance mehr bekamen, das Spiel noch zu drehen. Waren die strittigen Entscheidungen in Halbzeit eins noch auf beiden Seiten gleich verteilt, wurden sie nun erstaunlich häufig zu Ungunsten der Hürther ausgelegt. Der Frust stieg, die Konzentration ließ nach und so musste man sich am Ende der Niederlage fügen.

Leichlingen: Lauber; Rosendahl (3), Benten (1), N. Natzke (2), Reschke, Tiede (5), Gladbach (8/6), Holzknecht (4), Lembcke (2), Orth (4), Aust, Aurich

Hürth-Gleuel: Koep, Dejoui; Wichterich (2), Fränzel, Eschrich, Hübert, Derakhshani (7), Schmitz (2), Schreuer (3/2), Bonstein (8), Senter (1), Ingenerf (4)

Fortuna Köln 3 – HGV Hürth-Gleuel 25:26 (15:16)

Nach zuletzt zwei knappen Niederlagen konnten die Hürther mit dem Auswärtserfolg bei Fortuna 3 wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Dazu war gegen den punktlosen Tabellenletzten aber ein hartes Stück Arbeit nötig, welches sich die Gleueler mit einer nur mäßigen Leistung selber zuzuschreiben hatten. Der Matchplan sah vor die durchweg älteren Fortuna-Akteure mit viel Tempo müde zu machen, zumal diese auch nur einen Auswechselspieler zur Verfügung hatten. Das klappte in der ersten Halbzeit auch ganz ordentlich, ein früher 1-3-Rückstand wurde schnell in eine eigene Führung umgebogen, die immer bei rund 2 Toren lag. Weiter absetzen konnte man sich allerdings nicht, im gebundenen Spiel tat man sich schwer und die 6:0-Formation agierte oft indisponiert und offenbarte Lücken, die die erfahrenen Gastgeber mit geduldig vorgetragenen Angriffen zu nutzen wussten. Immerhin konnte man das geplante Tempospiel häufiger umsetzen und verteidigte eine knappe Führung bis in die Halbzeitpause. Dort einigte man sich darauf die Abwehr offensiver aufzustellen um Fortuna müde zu spielen, was mit Wiederbeginn auch Früchte trug. Nach 34 Minuten erzielte Beyfuß das 15:19 für Hürth, nun hätten die Gleueler das Spiel in sichere Bahnen lenken können. Doch es schlich sich eine eklatante Abschlussschwäche ins Hürther Angriffsspiel, zudem agierte man mut- und ideenlos. Die Folge war, dass man in einer guten Viertelstunde nur 3 eigene Treffer markieren konnte. Die Abwehr hielt zum Glück weitetgehend stand, konnte aber auch nicht verhindern, dass Fortuna immer näher herankam und schließlich durch Fischer zum 22:22 ausglich (51.). Gleuel schlug nach einer Auszeit zurück und legte wieder auf 22:24 vor (Reinhardt, 56.), in einer hektischen Schlussphase hielt der Vorsprung über 23:25 und 24:26 und schließlich 25:26 zweieinhalb Minuten vor Schluss bis in die Schlussminute. Fortuna hatte den Ball und konnte zwanzig Sekunden vor Schluss einen Siebenmeter herausholen. Prus, der bis dahin zweimal verwandelt hatte, trat an und scheiterte am glänzend reagieren HGV-Keeper Alex Koep. Den Abpraller entsorgte Marc Reinhardt mit einem Hechtsprung und brachte ihn zurück in die eigenen Reihen. Nach einer Gleueler Auszeit in der die letzten Sekunden besprochen wurden, versuchte Fortuna es mit alles oder nichts, stellte einen Spieler direkt an die Mittellinie und ließ einen Hürther Angreifer ungedeckt. Es passte irgendwie zum Gesamteindruck der Partie, dass Thore Hübert, der durch die Überzahl vollkommen frei zum Wurf kam, das Tor und somit auch die Entscheidung verfehlte. Fortuna kam noch mal nach vorne, aber es reichte nur noch für einen direkten Freiwurf aus ungünstiger Position, der im Hürther Abwehrblock hängen blieb. „Das war keine gute Leistung von uns, entweder haben wir es in der Abwehr schlecht gemacht oder dann in der zweiten Halbzeit im Angriff. Wir sind nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen, müssen uns aber mit Blick auf die kommenden Spiele wieder deutlich steigern. Trotzdem bin ich froh, dass die Jungs sich diese zwei Punkte erkämpft haben, das war nach zwei Niederlagen wichtig für die Moral.“, so das Fazit von HGV-Coach Stefan Wassong. Kommenden Samstag hat die Mannschaft beim Heimspiel gegen den TuS Ehrenfeld wieder einen Hochkaräter zu Gast am ASG.

Spielfilm 3:3 (5.), 5:7 (10.), 7:9 (15.), 9:11 (20.), 11:13 (25.), 15:16 (HZ) – 15:19 (35.), 17:20 (40.), 20:22 (45.), 21:22 (50.), 22:23 (55.), 25:26 (ES)

Fortuna Köln: Welikanow; Fischer (7), Freitag (3), Prus (5/2), Tiziani (5), Nordbeck (2), Deckarm (1), Gierke (2)

Hürth-Gleuel: Koep; Wichterich (1), Zingsheim (2), Eschrich (1), Hübert, Beyfuß (5), Reinhardt (4), Derakshani, Schmitz (1), Bonstein (6/1), Senter (1), Ingenerf (5)